Posts mit dem Label Hypo werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Hypo werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 9. Juli 2017

Viele Neuigkeiten


Ich bin seit 22 Jahren Diabetikerin. Alles mittlerweile Routine könnte man meinen. Oft ist es das auch. Und dann kommen doch immer wieder diese Phasen, in denen auf einmal so unglaublich viel Neues passiert!

Ich habe aktuell so eine Phase und weil der Platz für Schriftbeiträge auf Instagram dann doch begrenzt ist, heute seit langer Zeit mal wieder ein Beitrag auf dieser Plattform.

Ich nutze seit knapp 2 Wochen Fiasp. Eigentlich war ich sehr skeptisch und hatte nicht vor zu wechseln. Ich zweifele ja immer an so Werbeversprechen wie "Endlich ein noch schnelleres Insulin" etc. Den mal ehrlich: Bislang wurde jedes neue Kurzwirksame Insulin mit dem Titel "kein Spritz.- Ess- Abstand mehr" beworben.
Hat bei mir mit meinem hohen Insulinverbrauch und der unglaublich schnellen Reaktion auf Kohlenhydrate noch nie geklappt.

Fiasp habe ich jetzt dennoch, vor allem weil meine DiaBeraterin meine Kometenhaften Anstiege nach jedem Essen sehr bedenklich fand.
Ich habe es die ersten Tage im Einmalpen ausprobiert und die Wirkung war super. Aus diesem Grund habe ich mir einen NovoPen5 und Fiasp als Penampullen verordnen lassen. Meine Pumpe trage ich trotzdem noch, und die Basalrate läuft momentan auch noch unter Apidra. Ich möchte einfach gerne erst das ganze angebrochene Insulin aufbrauchen. Zudem läuft es richtig gut!
Ob es aber wirklich am neuen Insulin liegt, kann ich nicht einmal sagen. Ich spritze meine Boli und Korrekturen per Pen und achte darauf, nicht mehr als 8 Einheiten auf einmal an eine Stelle zu injizieren. Wenn der Bolus größer ist (was oft genug der Fall ist) steche ich zweimal. Bislang stört es mich wenig bis gar nicht. Liegt aber vor allem wohl daran, dass ich ja die Wahl habe. Sobald mich meine kombinierte Pumpen-/ICT- Therapie, kann ich einfach das Fiasp in die Pumpe füllen.

Was ist dran am Wirktempo?
Ich habe auch unter Fiasp einen Spritz- Ess- Abstand (SEA). Und zwar immer noch knapp 15-20 Minuten. Momentan bin ich noch so motiviert, dass ich mir große Mühe gebe, ihn einzuhalten. Hypos hatte ich damit bislang nur bei sehr fettigem Essen wie Burger mit Pommes.
Was endlich gut wirkt ist das Korrekturinsulin. War ich vorher oft stundenlang hoch, kriege ich die Werte unter Fiasp deutlich schneller wieder unter Kontrolle.



Eine Besserung zeichnet sich auch in einem anderen Bereich ab: Bislang stelle ich mir eigentlich jede Nacht einen oder zwei Wecker. Meistens gehe ich gegen 22:30 Uhr schlafen, um 1:30 piept mein Libre um mich zum Scannen zu wecken. Der nächste Alarm kommt um 5:30 und um 6:30 klingelt der Wecker zum aufstehen.
Für mich war das bislang ein funktionierendes Konzept. Allerdings merke ich auch, dass es manchmal ganz schön an der Energie zerrt. Schließlich habe ich eine Vollzeitstelle und bräuchte auch mal ein paar Nächte zum Durchschlafen. Da ich aber immer ziemliche Schwankungen in beide Richtungen habe, war Durchschlafen bislang auch keine Alternative. Wenn ich die ganze Nacht bei 350 gelegen habe, bin ich morgens wie gerädert. Dann doch besser den Wecker stellen und korrigieren.
Vielleicht hat das ganze aber nun bald ein Ende :) Zufällig hat Facebook mir neulich nämlich mal wirklich interessante Werbung angezeigt. Der Sensor von Senseonics in Kooperation mit Roche ist marktreif! Ihr habt bestimmt davon gehört, dass ist der Sensor, der unter die Haut implantiert wird, der nicht wasserdicht ist, dessen Transmitter alle viel zu groß finden und den außer mir scheinbar wirklich jeder total doof findet :D
Ich habe ihn in einer Studie getragen und seitdem sehnsüchtig auf die Marktreife gewartet.

Da ich am selben Tag einen Termin in meiner Praxis hatte, habe ich direkt meine Beraterin belagert. Was ich lange nicht angegangen bin, haben wir jetzt gestartet: Die Beantragung eines CGMs. Da meine Kasse das Libre finanziert, bin ich unsicher ob es klappen wird. Andererseits war man bei der letzten Quartalskontrolle nicht begeistert von den vielen Hypos die sich in der Auswertung zeigen. Wäre also eine Begründung. Warten wir es ab.
Ich habe mich also auf eine laaaange Wartezeit eingestellt, jedoch habe ich am selben Tag noch einen Anruf erhalten. Meine Beraterin hat mit der Außendienstmitarbeiterin von Roche gesprochen. Und siehe da: Ich kriege den Sensor eingesetzt, ohne Kostenzusage der Krankenkasse, ohne abzuwarten, wie der Antrag entschieden wird.
Schon am 17.Juli, also in einer Woche habe ich den Termin und Münster und fiebere der ganzen Aktion entgegen.
Es ist ein kleiner Eingriff, aber da ich es schon aus der Studie kenne, macht mir das keine Sorgen.
Damals wurde eine Stelle am Arm örtlich betäubt, sobald das Mittel wirkt wird ein kleiner Hautschnitt von knapp 8mm gesetzt und der Sensor unter die Haut geschoben. Verschlossen wird das ganze mit einem Pflasterstrip, am nächsten Tag war bereits alles oberflächlich verheilt. Schmerzen hatte ich danach wirklich gar keine, auch als die Betäubung nachließ. Ich hoffe einfach mal, dass es diesmal auch so unkompliziert läuft, schließlich muss auch diesmal der Doktor das Verfahren wieder erst einmal üben. Aber wie sagte meine DiaBeraterin: "Sie sind ja eh für jeden Mist zu haben"
Recht hat sie! Ich werde euch auf dem Laufenden halten, vermutlich auch am Montag selbst. Mal schauen ob ich von dem Eingriff Fotos oder ein Video machen darf, aber das werdet ihr dann über Instagram sehen.

Insgesamt also einige große Neuerungen, die dazu führen, dass ich momentan wieder unglaublich motiviert bin. Früher brauchte ich solche "Highlights", um mich aus meinem Alltagstrott zu reißen und dem Diabetes wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Momentan ist das gar nicht nötig, es läuft ganz gut nebenbei. Dennoch ist es toll, sich mal wieder so richtig auf etwas zu freuen und hinzufierbern! Geht es euch auch so bei Diabeteskram? Oder sagt ihr eher "Gott, lass mich bloß damit in Ruhe, ich will nicht mehr Aufwand als nötig?"


Sonntag, 24. Januar 2016

Wie lief denn nun eigentlich das Schwimm- Experiment?


Na, das lief tatsächlich ziemlich gut :)
Ich habe im Kühlschrank wirklich noch ein Packung Protaphane- Pens liegen gehabt, die auch ihr Haltbarkeitsdatum noch nicht überschritten hatten. Hab dann also die Pumpe abgekoppelt ( BZ hier 140mg/dl) und 4 Einheiten Basalinsulin gespritzt. Ich hatte mal in einer Schulung gelernt, 1 Einheit pro Stunde, wenn man die Pumpe nur kurz abkoppelt. Habe ich tatsächlich so gut wie noch nie genutzt, da ich in den jetzt 15 Jahren noch nie eine "Pumpenpause" machen wollte. Und auch am Strand etc war sie immer dabei.
Gut, da ich aber wusste, dass mein Insulinbedarf leider momentan recht hoch ist, habe ich den Bedarf auf 1,5 Einheiten hochgerechnet und dann mit 3 Stunden "Pumpenabstinenz" gerechnet. Was mir auch nicht mehr in Erinnerung war, ist die Tatsache, dass meine Basalpens nur ganze Einheiten abgeben können. Deshalb abgerundet auf 4 Einheiten.

Am Schwimmbad angekommen musste wir dann angesichts der Preise ein wenig schlucken, 12 Euro für nur ein bisschen Bahnen ziehen war uns dann doch deutlich zu viel. Die Lösung bot der "Sport- Tarif", Kosten 5 Euro für 60 Minuten. Auch happig, aber gut, dann beeilen wir uns eben.

Gestartet bin ich dann mit dem Zucker von 130mg/dl und wir haben knapp 35 Minuten brav unser Sportprogramm gemacht ;) Dann ging aber die Welle nebenan los und das konnten wir uns ja nicht entgehen lassen. Danach noch einmal schnell die Rutsche testen (Viiiel zu langsam!!!) und dann schnell wieder in die Umkleide um die Zeit nicht zu überziehen.

Zucker war stabil bei 110 laut Libre, passt! Zuhause die Pumpe wieder dran und erstmal schön Kaffee kochen. Insgesamt war die Pumpe also nur knapp 90 Minuten ab, allerdings hat das bei mir schon häufig für nen sportlich- hohen 300er Wert gesorgt.

Nach dem Essen im Anschluss hatte ich allerdings doch ne leichte Hypo, ich hatte beim Pumpe ankoppeln vergessen, dass das Protaphane ja noch wirkte. Ansonsten lief es aber relativ perfekt!

Vielleicht sollte ich mir also auch bei kleinen "Unternehmungen" mal wieder mehr Gedanken machen und nicht einfach nur reagieren...

Blöd nur, dass ich den Basalpen jetzt vermutlich wieder komplett voll entsorgen kann. Es müsste kleine Mini- Flaschen mit nur wenigen Einheiten drin geben... weil so ist das jetzt leider echt Verschwendung. Aber eine richtige andere Idee habe ich da jetzt auch nicht für. Und ne Pumpenpause, nur um das Basalinsulin aufzubrauchen, also ne, wirklich nicht!





Samstag, 23. Januar 2016

Spontan schwimmen


So, endlich Wochenende. Und tatsächlich habe ich für heute mal einen Plan der nicht aus "auf der Couch liegen" und "shoppen" besteht :)

Ich bin mit meiner Schwester zum schwimmen verabredet. Während meines Studiums war ich oft schwimmen, einfach weil das eine der Sportarten ist, die ich noch relativ gerne mache.... -.- Sportmuffel und so....

Das letzte mal ist also tatsächlich lange her, und damals habe ich mir um meinen Blutzucker auch immer nur ziemlich wenig Gedanken gemacht.
Für heute hätte ich eigentlich gerne einen besseren Plan. Ich wollte deshalb hier kurz meine Überlegungen festhalten und danach dann von den Ergebnissen berichten :)

1. Libre: Ist eh abgeklebt mit KinesioTape, soll ja auch ne Weile wasserfest sein. Sollte also klappen.
2. Pumpe: Abkoppeln und zu Hause lassen oder beim Bademeister abgeben? Ich würde aktuell zu "zuhauselassen" tendieren... allerdings weiß ich noch nicht, ob wir nach dem Schwimmen nicht vllt noch irgendwo anders hin fahren... hm... ich denke ich lasse sie hier. Da ich auf das wegfallen der BAsalrate meist ziemlich schnell mit hohen Werten und Ketonen reagiere, werd ich mal gucken ob ich noch nen Basalpen im Kühlschrank habe... und ob der noch haltbar ist. Dann gäbs darüber ne kleine Dosis. Ansonsten habe ich eh Einmalspritzen mit und werde das über engmaschige Korrekturen machen. Immer vor Augen allerdings, dass ich Sport auch so gar nicht mehr gewöhnt bin und deshalb den Zielwert etwas höher ansetzen werde.
4. Essen. Muss mal überprüfen ob ich noch Traubenzucker da habe. Aber irgendwas wird sich finden lassen was man mitnehmen kann ;) Ich bin da nicht so der Top- vorbereitete Vorzeigediabetiker. Wenn ich ne Hypo habe, merke ich das so früh, dass ich auch dann noch Zeit habe, im Auto nach Saft zu kramen oder so (Natürlich nicht während der Fahrt!)
5. Katheter: Kein Ding, bleibt liegen und falls er abfällt gibts nen neuen. Pumpe bleibt ja eh daheim.

Okay, dann werde ich mal schnell alles zusammensuchen, in zwanzig Minuten muss ich da sein, und bislang ist noch nix gepackt. Also erzähl mir keiner als Diabetiker ist man nicht spontan! Da kann man sogar noch schnell nen  Blogpost raushauen bevor es losgeht :)

Ich tauch dann mal ab!

Samstag, 14. März 2015

Im alten Kinderzimmer...


Puh, irgendwie ist momentan eine spannende Zeit! Endlich wieder ein eigenes Auto, einen richtigen Job (wenn auch zeitlich unbestimmt), aus dem Wohnheim ausgezogen und wieder bei meinen Eltern eingezogen (dies ist eine Folge des eventuell sehr kurzzeitigen Jobs) und heute ist mein kleiner Bruder von zuhause ausgezogen.
Und ich konnte somit mein altes Kinderzimmer wieder beziehen! Da sich mein sämtliches Hab und Gut in Kisten verteilt auf dem gesamten Grundstück befindet, ist es noch recht karg. Aber eigentlich soll das "Hotel Mama und Papa" ja auch nur eine kurzzeitige und vorübergehende Lösung sein.
Wobei ich zugeben muss, dass Vollpension mit Wäscheservice schon ganz angenehm ist :D Aber dafür gibt man eben auch ein Stück Unabhängigkeit auf.

Mein Job ist nach wie vor unglaublich spannend! Ich arbeite wirklich richtig gerne in der Flüchtlingsunterkunft und habe jeden Tag wirklich tolle Erlebnisse! Leider mag mein Blutzucker diese ganze Aufregung nicht so, ich musste die Faktoren und die Basalrate ganz schön erhöhen. Aber immerhin kann ich somit die extremen Ausreißer mittlerweile ganz gut vermeiden.
Am Wochenende allerdings stolpere ich dann von einer Hypo in die nächste. Scheinbar benötige ich also tatsächlich mal wieder eine zweite Basalrate. Ich hab da auch früher schon häufiger mit experimentiert, allerdings mit mäßigem Erfolg. Was jedoch meistens daran lag, dass ich am Wochenende vergessen hab, die Pumpe rechtzeitig umzustellen. Das wäre mal eine Funktion, die meine Zukunfts- Wunsch- Pumpe haben sollte ;) Wie sieht das bei euch aus, nutzt ihr mehrere Basalraten?

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Update


Puh, momentan komme ich hier zu nicht viel. Irgendwie ist mal wieder nicht so richtig was mit "besinnliche" Adventszeit. Eigentlich wie jedes mal also ;)

Die wohl beste Nachricht der letzten Tage:

ICH HABE MEIN STUDIUM ABGESCHLOSSEN!

Endlich! Die letzte mündliche Prüfung lief super, im Januar habe ich bereits ein erstes Vorstellungsgespräch, wird Zeit endlich mal richtig Geld zu verdienen.
Allerdings habe ich ja am diesen Monat auch meinen Job in der Hausnotrufzentrale wieder. Hierbei achte ich vor allem darauf, Nachts die Werte nicht zu tief zu fahren. Schließlich muss ich im Einsatzfall mit dem Auto los, da käme eine richtige Hypo ziemlich ungelegen. Läuft bislang aber wirklich gut.

So, und jetzt werde ich mir noch ein paar Gedanken zu meinen DeDoc- Wichtelkarten machen. Schließlich müssen die auch noch diese Tage raus. Dann noch die letzten Geschenke besorgen, einpacken, einmal 24h Arbeiten und dann fahre ich nach Hause zu meinen Eltern :)


Sonntag, 30. November 2014

Ein Tag ohne mein Messgerät


Heute habe ich leider zum ersten Mal seit bestimmt 2 Jahren mein Messegerät zuhause liegen gelassen. Und zwar weil ich vorher noch die Werte ausgelesen habe und es dann leider in die falsche Tasche gesteckt habe -.-

Gemerkt habe ich das natürlich erst, als ich schon lange unterwegs war und natürlich lag ein langer Tag vor mir.

Von 9 bis 17 Uhr habe ich zusammen mit einer Freundin einen Sanitätsdienst gemacht. Es war wirklich sehr nett, Tag der offenen Tür in einer Werkstatt für Menschen mit einer Behinderung. Wir haben dort dann eigentlich nichts weiter zu tun, als den Tag über in unserer Einsatzkleidung und mit dem Sanitätsrucksack und dem Defibrillator zu warten, dass etwas passiert. Natürlich hofft man immer, dass nichts passiert und man einfach einen entspannten Tag verbringt aber passieren kann schließlich immer etwas.
Auf dieser Weihnachtlichen Veranstaltung gab es natürlich auch Kekse und Schokolade, zudem habe ich mir zum Mittag einen Teller Erbensuppe gegönnt. Der Vorteil bei so einem Sanitätsdienst ist natürlich, dass man auch ein Blutzuckermessgerät im Rucksack hat ;) Allerdings sind diese in der Regel nicht so gut mit Teststreifen bestückt wie mein eigenes. Ich habe also aus Gründen der Sparsamkeit nur zweimal während der Zeit gemessen, einmal war der Wert mit 121mg/dl wirklich überraschend gut, beim zweiten mal hatte ich die Hypo schon befürchtet sodass die 48mg/dl nicht weiter spektakulär waren. Zum Glück bin ich auch bei solchen Werten 2 Minuten nach dem Traubenzucker wieder fit.

Den Dienst habe ich also auch ohne Messgerät mit ziemlich guten Werten über die Bühne bekommen, ich habe eher zwischendurch nochmal einen Keks extra genommen.
Im Anschluss daran war ich mit einer Kommilitonin zum Kaffee verabredet, 2 Cappuccino und ein Stück Buttermilchkuchen mussten also leider im Blindflug gemeistert werden. Anschließend mit dem Rad 25 Minuten durch die Kälte nach Hause.

Zuhause galt mein erster Griff dann auch direkt meinem Messgerät, und siehe da: Schon wieder ne Hypo. Nach dem Radfahren leider nicht ungewöhnlich und auch schon vor dem Messen erspürt.
Insgesamt glaube ich dass es ein Tag mit so gut wie keinen hohen Werten war, diese merke ich meist auch ziemlich deutlich und zurzeit ab Werten von 220mg/dl. Eigentlich bin ich also ziemlich zufrieden, bis auf die Hypos eben. Diese werden vermutlich daher kommen, dass ich immer noch mehr Angst vor hohen Werten als vor Hypos habe und deshalb mein Essen "blind" eher etwas höher kalkuliere als normal. Sprich: Bin ich mir nicht sicher ob es 2 oder 3 KE sind, würde ich (ohne Messgerät) eher 3 KE berechnen, mit Messgerät (wenn der Wert gut ist!) wohl eher nur 2. Und das geht dann auch nicht immer auf...

Insgesamt bin ich aber ganz zufrieden, vor allem weil ich mir den Tag über da gar keinen Stress mit gemacht habe. Ich messe normalerweise mindestens 10mal am Tag, aber ich weiß jetzt auch wieder, dass ich das nicht unbedingt tun muss! Ich fühle mich deutlich besser mit den Messungen, vor allem weiß ich jetzt ja auch leider  nicht, ob meine Einschätzung des guten Tagesverlaufs wirklich richtig war.

Wird mir hoffentlich nicht so schnell wieder passieren, aber ist auch kein Drama. Zur Not hätte ich meine Verabredung verschieben müssen, so jedoch war es mal wieder eine interesante Erfarung, mal einen Tag mit weniger Kontrollen auskommen zu müssen. ( Insgesamt sind es jedoch trotzdem 5 Messungen, das reicht ja einigen auch als Standard völlig aus ;)  )

Mittwoch, 26. November 2014

Wie fühlt sich das eigentlich an, Diabetes zu haben?

Eines meiner wichtigsten und liebsten Online- Lesezeichen, ist auf den Open-Blog der Dedoc verlinkt. Und hierbei bin ich letztens auf einen Artikel gestoßen, den ich doch so interessant fand, dass ich dazu doch unbedingt auch meine SIcht der Dinge darstellen wollte.

Unter http://kindermittyp1diabetes.wordpress.com/2014/11/23/wie-fuhlt-sich-das-an-diabetes-zu-haben/ schreibt Heike darüber, dass sie es schwierig findet, dass sie nicht 1:1 nachvollziehen kann, wie es sich für Ihren Sohn Phil anfühlt, Diabetiker zu sein. Um dies besser nachzufühlen, hat sie eine befreundete Diabetikerin zu Ihren Empfindungen diesbezüglich befragt.

Den Artikel und die Antworten könnt ihr lesen, wenn Ihr dem Link oben folgt, mir ist beim Lesen jedoch bewusst geworden, wie unterschiedlich jeder von uns seine Krankheit und seinen Alltag erlebt.

Deshalb habe ich Heike angeschrieben und sie gebeten, dieses Thema auch auf meinem Blog bearbeiten zu dürfen:)

Hier also meine Antworten dazu, wie es sich anfühlt, mit Diabetes zu leben:

1. Spürst Du einen BZ-Anstieg durch das Essen und spürst dann wenn Du Dir Insulin gespritzt hast, wie es besser wird, oder wirkt?

Nein, den normalen Anstieg des BZ und die Wirkung des Insulins merke ich nicht. Jedoch spüre ich hohe Werte aktuell so ab 220mg/dl und fühle mich dann unwohl, in Extremfällen wie einer Keto habe ich aber auch das Gefühl, die Wirkung des Insulins zu spüren.

2. Wenn Du sehr viele Einheiten spritzen musst, tut es Dir weh oder brennt es bei der  Insulinabgabe?

Ich trage eine Insulinpumpe, die Veo gibt das Insulin ja im Vergleich zu anderen Pumpen auch sehr langsam ab. Da merke ich meistens nichts von. Manchmal jedoch, wenn der Katheter "fies" ist, brennt oder zwickt es ein wenig bei der Bolusabgabe. Meistens ist das auch ein Zeichen, dass der Katheter nicht mehr lange durchhält und ich bald wechseln muss.

3. Wie fühlt man sich als Diabetiker? Hast du im Alltag das Gefühl, dass es Dich einschränkt, fühlst Du dich krank?

Ich war sieben als meine Eltern feststellten, dass etwas nicht stimmt. Ich habe also auch kaum eine Erinnerung an das Leben vorher. Ich hatte eigentlich nie das Gefühl, dass ich krank bin, allerdings habe ich es vor anderthalb Jahren endlich geschafft, meinen Hba1c von knapp 8,5 auf 7,.... zu senken. Und erst da hatte ich einen Vergleich! Auf einmal ging es mir viel besser, ich habe mich viel fitter gefühlt! Vorher war mir nicht bewusst, dass es mir nicht gut ging. Liegt wohl einfach daran, dass der Körper sich an alles gewöhnt.
Hypos finde ich an sich gar nicht schlimm. Ich habe leider ziemlich oft Untzerzuckerungen im Moment, 2-5 mal am Tg. Zum Glück merke ich das ab Werten 65mg/dl und kann dann gut reagieren. Allerdings sind auch Werte um die 40 keine Seltenheit. Ich bin da aber auch schnell wieder fit nach, 3 Stück Traubenzucker und direkt weiter. Im Alltag habe ich auch oft keine Zeit und Lust, da lamnge drauf Rücksicht zu nehmen. Störender finde ich dann doch hohe Werte, ständig auf die Toilette zu müssen ist je nach Situation extrem nervig :( Zudem mache ich mir dann die ganze Zeit Gedanken, wie lange es wohl dauert, bis der Wert wieder im Normalbereich ist.

5. Wovor hast bei Dir selbst am meisten Angst was den Diabetes betrifft?

Die meiste Angst habe ich vor Folgeerkrankungen, besonders alles was die Augen und Nieren betrifft. Ich finde einfach diese ständige "Drohung" der ganzen Spätschäden sehr erdrückend, gerade wenn es mal eine Zeitlang mit den Werten nicht so gut läuft.
Angst vor Hypos oder Hypers habe ich eigentlich gar nicht. In fast 19 Jahren habe ich da nicht eine wirklich schlechte Erfahrung gemacht.

7. Wo fühlst Du Dich am meisten eingeschränkt?

Am meisten eingeschränkt fühle ich mich durch die zusätzlichen Aufgaben. Ich muss mich um Arzttermine, um Rezepte, Bestellungen kümmern. Ich muss imemr alles dabei haben, was ich unterwegs brauchen könnte, selbst wenn es nur ein bisschen Traubenzucker für den kurzen Spaziergang ist.
Und natürlich nervt es auch ungemein, wenn ich mal wieder eine Nacht nicht schlafen konnte, weil ich zB alle zwei Stunden essen musste oder mehrmals kontrollieren und korrigieren. Das sind Momente, in denen es mich ärgert, allerdings wegen so Kleinigkeiten auch keine Sonderbehandlung bekommen!





Dienstag, 11. November 2014

That´s life

Und zum zweiten Mal heute:

Momentan bin ich bei meinen Eltern zu Besuch, da ich ein paar komplett freie Tage in meinem momentan ansonsten auch eher faulen Leben ;) Naja ändert sich aller Wahrscheinlichkeit nach bald.
Gut, also Mittagessen zusammen mit Mama, es gab asiatische Nudeln mit Gemüse. Eher etwas, was sonst nicht so auf meinem Speiseplan steht, da asiatisch nicht unbedingt zu meinem Lieblingsgerichten gehört. Aber ab und zu ist das schon okay.
Naja, ich hab vielleicht ein wenig großzügig geschätzt, da ich von Nudeln normalerweise mit den Werten immer total durch die Decke gehe.
Danach bin ich in die Stadt, bisschen bummeln. Komme gerade aus einem Geschäft und denke "Hm, könnte ne Hypo sein, mal messen." Heraus kam dann das hier:


War leider sehr überraschend, mit so nem niedrigen Wert hätte ich dann doch nicht gerechnet. Schnell zwei Traubenzucker rein und im nächsten Supermarkt noch ne Flasche Saft gekauft. 
Ich muss aber immer noch sagen, dass mich solche Hypos zum Glück ja überhaupt nicht mitnehmen. Ich bin danach einfach munter weiter einkaufen gegangen:) Nerviger finde ich, wenn Nachts eine Hypo die nächste jagt....
Zuhause hatte Mama dann allerdings Kuchen organisiert und da hätte ich definitiv weniger zurückhaltend mit dem Bolus sein sollen ;) 
Naja, gleich gehts wieder mit dem Zug nach Münster zurück, da hat der Bolus Zeit, die 290mg/dl in einen anständigen Bereich zu senken.



Sonntag, 12. Oktober 2014

Auf der Blutzucker- Achterbahn


Wie schon berichtet, läuft es bei mir Blutzuckertechnisch aktuell nicht wirklich rund. Seit meine implantierten Sensoren nicht mehr arbeiten, kriege ich es einfach nicht mehr auf die Kette. Es ist aber auch wieder so schrecklich umständlich geworden alles!

Deshalb habe ich gestern meinen Enlite- Sensor wieder hervorgekramt. Schließlich habe ich noch 5 Sensoren ungenutzt gehabt und wollte diese nun wenigstens aufbrauchen, denn besser werden sie durch längere Lagerung sicher nicht.

 


Naja nur leider frustriert mich der Sensor auch. Ich habe ihn zum ersten Mal mit Kinesiotape fixiert, in der Hoffnung dass er lange lange durchhält. Mal abwarten. Laufen tut er schonmal, allerdings hat er mich die erste Nacht ständig wegen angeblicher Hypos geweckt. Tatsächlich lag der Wert jedoch ausnahmsweise mal bei perfekten 100 bis 120mg/dl.

Und als ich dann heute beim Radfahren auf dem Weg nach Hause wirklich nicht gut fühlte, offenbarte mein Messgerät das hier:

Der Sensor zeigte zu dieser Zeit übrigens entspannte 89 an...

Hm, nun bei 27mg/dl ist es wohl nicht ungewöhnlich, sich nicht ganz fit zu fühlen. Schnell 4 KE Traubenzucker gemampft, kurz gewartet und dann weiter nach Hause. 
Nicht dramatisch, aber es nervt! Ich hab in der letzten Zeit meine Werte beinahe perfekt im Zielbereich halten können, aber momentan ist es eine einzige Achterbahn. 

Im Laufe des Nachmittages hat sich der Sensor scheinbar endlich eingewöhnt, seitdem passen die angezeigten Werte mehrheitlich.
Hoffentlich wird die nächste Nacht ruhiger... 

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Gedanken zur Nacht


Wir stehen ja kurz vor einem langen Wochenende, für mich als "fast- fertige" Studentin ist das vermutlich weniger spannend, als wenn ich jeden Tag arbeiten würde ;)

Aber ich bin dieses mal auch mit ein paar Freunden für einen Kurzurlaub verabredet. Wir werden das Wochenende an der Mosel verbringen (ja, genau da, wo ich auch mit dem Rad gefahren bin ;) ).
Eben habe ich die ersten Sachen zusammengepackt, vor allem schon mal den ganzen Diabetes- Kram abgezählt und sicher verstaut. Hierbei ist mir (mal wieder) ein Gedanke gekommen, der vermutlich eigentlich völlig überflüssig ist, vielleicht aber auch schon den einen oder anderen auch beschäftigt hat.

Immer wenn ich mir ein Zimmer teile (ich lebe ja ansonsten leider alleine...) mache ich mir im Vorhinein schon Gedanken dazu, ob ich vielleicht meinen Zimmernachbar nachts störe. Also jetzt im speziellen wegen dem Diabetes, nicht weil ich schnarche oder so :D

Aber es ist ja schon so: Zuhause messe ich nachts schon recht häufig, bestimmt jede zweite Nacht, manchmal wenn es besonders schlecht läuft, auch jede Nacht. Das alleine ist schon etwas, was ich ir natürlich verkneife, wenn ich nicht alleine schlafe. Häufig ist das etwas, auf das ich ja recht einfach verzichten kann, ich messe ja nicht aus Sicherheitsgründen, sondern weil ich herausfinden will, wann ich wie ansteige mit dem Blutzucker.

Schwieriger ist es bei Hypos oder Hypers. Wenn ich nachts unterzuckert bin, muss ich ja nun einmal was essen. Zuhause mach ich mich dann auf den Weg zum Kühlschrank und hole mir Saft oder was da sonst noch so leckeres wartet ;) Unterwegs, wenn ich nicht alleine bin, deponiere ich ganz gezielt den Traubenzucker neben meinem Bett. Nicht, um besonders schnell gegen eine Hypo vorgehen zu können, sondern vor allem, um den oder die andere/n nicht zu stören.

Noch unangenehmer finde ich eigentlich, wenn ich abends/ nachts viel zu hoch liege. Ihr kennt das ja alle, eine Pizza falsch berechnet, abends vielleicht einen bis mehrere süße Cocktails gehabt und mit dem Insulin vorsichtig gewesen und man hat ne grässlich hohe Zahl auf dem Messgerät.
Bis die Korrektur wirkt, dauert es. Man hat erst einmal viel Durst, und was rein kommt, muss irgendwann auch wieder raus. Ich hasse es, wenn ich dann die ganze Nacht immer wieder auf die Toilette muss und dabei das Gefühl habe, jemand anderen zu stören!

Vermutlich würden meine Freunde jetzt sagen, dass das doch Quatsch ist, dass ich da doch nichts für kann und sie das gar nicht stört.
Und trotzdem sind das die Momente, in denen ich mich mit meinem Diabetes als Belastung für andere empfinde. Und das ist, bei allem Verständnis, für mich irgendwie belastend.

Auch das CGM fand ich in dieser Zeit nicht hilfreich, schließlich werde ich von den Alarmen erst wach, wenn die Pumpe schon in den "Holen sie einen Notarzt"- Orgelmodus gegangen ist. Da war mein implantierter Sensor mit iPod Anbindung herrlich, am iPod einfach den Ton aus und der Transmitter hat mich durch Vibration geweckt. Aber auf dieses Meisterstück muss ich ja nun wieder verzichten.

Das ist der Grund, weshalb ich bei solchen Ausflügen mit Übernachtungen immer besonders versuche, meinen Blutzucker in einem normalen Bereich zu halten.
Und wie das meistens so ist, klappt es ausgerechnet dann besonders schlecht -.-

Alternative: Schlafen in der Küche??? ;)


Euch allen ein schönes langes Wochenende und einen schönen Feiertag!

Donnerstag, 4. September 2014

Meine Hypo- Favouriten


Insgesamt hat unter Apidra die Anzahl meiner Hypos ja deutlich abgenommen, allerdings habe ich immer noch mindestens 1-2 am Tag, manchmal auch mehr. Das hängt ein wenig davon ab, wie viel ich mit dem Rad unterwegs bin und wie gut ich mein Essen so einschätze.
Was ich dann an "Hypo- Helfern" bevorzuge, wollte ich euch hier einmal zeigen:

Mein Favourite für zu Hause ist definitiv Saft in allen Sorten und Geschmacksrichtungen. Besonders gerne Ananas- Nektar. Da ist mir dann der 100%- Frucht Gehalt auch nicht so wichtig, nach ewig vielen Litern Orangensaft muss es auch mal was anderes sein. Momentan hab ich die Trinkpäckchen von Lidl, waren im Sonderangebot, schmecken ungekühlt aber so lala. 2 KE pro Päckchen. Und wegen den 2 KE bevorzuge ich eigentlich Saft in Tetrapaks oder so, da kann ich mir eben auch nur 1 KE rausnehmen.


Von vielen gehasst und verflucht: Traubenzucker
Ich mag ihn auch nicht besonders gerne, aber es ist eben die praktischte Lösung für unterwegs wie ich finde. 2-4 Stücke in die Hosentasche und man kann zumindest schnell mal los. Je nach Insulinwirkung habe ich beim Sport auch schonmal bis zu 10KE "vernichten" müssen, da nahm ich doch keine Literflasche Saft mit!
Beim Traubenzucker besonders toll: Von Dextro die Sorte Johannisbeere (gibt´s bei uns nur in den einzelnen Blöcken bei DM) und der Traubenzucker von Kinder Em-Eukal (auch bei DM, in einer runden, roten Plastikdose. Schmeckt großartig, ist aber teuer und sind nur ganz kleine Drops drin). Was ich gar nicht mag ist der Magnesium-, Calzium- oder Schokotraubenzucker von Dextro!


Gerade wenn wir länger beim Sport sind (Spazieren, Mountainbiken oder auf langen Radtouren) setze ich auch auf Corny- Riegel. Hier definitiv lieber die teuren, originalen als die billigen, pappsüßen, klebrigen ausm Discounter. Diese werden mich auf jeden Fall auch auf meiner Tour an der Mosel in 3 Wochen begleiten. Sind aber natürlich mehr für die "lange, langsame" Wirkung und nix für die schnelle Hilfe.


Und das hier ist meine aktuelle Entdeckung: Erfrischungsstäbchen :D
Mochte ich immer schon gerne, da drin ist so flüssiges Zuckerzeug, in einer Zuckerkruste mit leckerer dunkler Schokolade außenrum. Wollte ich lange nicht kaufen weil knapp 6 Stück zwei KE haben, lohnt sich also kaum die zu essen. Haben sich jetzt bei mir aber als top Hypo- Helfer erwiesen. Sind total schnell wegen dem flüssigen Zucker innendrin, schmecken lecker erfriscend und nach Schoki und man muss eben für eine KE nur 3 Stück essen. Echt mal komprimierte Kohlenhydrate :D Nur leider für unterwegs absolut ungeeignet. Aber im heimischen Kühlschrank freuen sie sich auf Ihren Einsatz.

So, dass sind so meine "Klassiker". Welche Geheimtipps habt ihr denn noch so auf Lager?


Samstag, 30. August 2014

Apidra und deutlich weniger Hypos!


 Argh, dieser Post sollte eigentlich letzte Woche schon raus, irgendwie ist der aber nur als Entwurf gespeichert gebleiben... Naja, besser spät als nie ;D

So, eigentlich habe ich mich schon Ewigkeiten (Jahre???) darüber geärgert, ständig zu unterzuckern. half leider alles nix, 2-5 Hypos pro Tag (also <65 und Symptome) waren an der Tagesordnung.
Wir haben alles mögliche versucht, letztendlich wurde es aber immer auf eine starke "Sportsensibilität" geschoben. Naja, da ich meine Hypos überwiegend perfekt merke, nicht soo tragisch.

Naja, jetzt ist der Umstieg von Humalog auf Apidra fast 2 Wochen her und ich muss sagen, ich bin wirklich beeindruckt! Ich habe deutlich weniger Hypos und kann sogar Sport machen, ohne direkt um 50mg/dl in 10 Minuten abzurauschen!
Waren letztes Wochenende Mountainbiken, 4 Stunden und ich hab knapp 4 KE gegessen. Hab allerdings die Basalrate auch nicht genug abgesenkt, war da irgendwie zurückhaltend.
Nebenbei sind auch die PP- Werte endlich in einem logischen Bereich und legen keinen Raketenstart mehr hin.

Kurzum: Ich bin absolut zufrieden!

Leider hat mein Sensor dann letzte Woche schlapp gemacht, irgendwas ist kaputt, sodass ich heute ein weiteres Mal in das Studieninstitut gefahren bin um das wieder in Ordnung bringen zu lassen. Ist halt nur eine Studie und man weiß nie, ob dass alles funktioniert wie es soll.
Die Woche ohne den Sensor war schon traurig, man gewöhnt sich so schnell an das ständige "Blutzucker-TV".
Naja, aber ab heute bin ich also wieder dabei und ich liiiebe es so! Ich will, dass das System marktreif wird, es ist einfach sooo viel besser als alles andere was es bislang gibt (meine Meinung!)
Wen es interessiert: einfach mal ne Suchmaschine anschmeißen und nach "Senseonics" suchen...;)

Stelle gerade fest, dass es nicht so leicht ist, nen Blogbeitrag zu schreiben und nebenbei aktiv am DeDoc- Chat teilzunehmen;) Twitter ist ja irgendwie nicht mein Medium...

Mittwoch, 20. August 2014

That`s life


Du weißt wenn du eine Hypo hast wenn du....


....Nachts in Versuchung gerätst, dir eine Dose Linsensuppe auf zu machen :DNeulich geschehen!

Samstag, 9. August 2014

Bye bye Humalog

So, nachdem ich ja nun letztes mal schon von meinem Frust mit den nicht sinkenden Werten kurz berichtet habe, hat sich das leider die ganze nächste Woche so durchgezogen.
Ich hab jeden Tag mindestens einmal den Katheter und das ganze Zeug gewechselt, hab mit Pen und Spritze den Bolus gegeben... Alles half nix! Solange ich nichts gegessen hab war alles super, aber wehe wenn doch! Das verleidet einem echt alles, ich hab am Donnerstag schon nurnoch Gemüse zum Abendbrot gegessen. Und ich bin leider eig überhaupt kein Gemüsefan;)

Als Test habe ich dann am nächsten Morgen meinen Bolus und Korrektur abgegeben und dann einfach mal abgewartet, wie lange es dauert bis das Humalog wirkt. So als Spritz-Ess- Abstand quasi. Naja, dank Sensor könnte ich erkennen, dass nach ungefähr 70Minuten die erste leise Wirkung eintrat. O.o Super, das erklärt einiges.

Hab dann direkt nen "Notfalltermin" bei meiner Diabetesberaterin gemacht und durfte am nächsten Morgen auch direkt hin.
Erst kamen halt so die üblichen Anweisungen ("Katheter neu, neue Ampullr Insulin verwendet, werden sie krank? Essen sie anders? etc")
Naja und dann kam der Vorschlag, Metformin dazuzunehmen. Metformin erhalten ja in der Regel Typ 2er, aber auch bei übergewichtigen Typ 1ern soll es die Insulinsensibilität verbessern.

Urgh. Im ersten Moment war das wie ein Schlag in dir Magengrube. Ich weiß ja, dass ich zu viel auf die Waage bringe, aber ich hab dir letzten Wochen sogar ein wenig abgenommen und hatte auch schon 10kg mehr... Und warum fällt meinen Körper denn so plötzlich auf, dass er auf das Bolusinsulin nicht mehr reagieren will??

Ich hatte ja eine andere Theorie. Und die hab ich dann auch ganz gezielt angesprochen.
Ich spritze seit über 15 Jahren Humalog. Vielleicht ist hier ja der Übeltäter zu suchen. Mir kam es eben komisch vor, dass die Basalversorgung ja scheinbar passt und eher auf einem niedrigen Stand ist.
Ich bestand also darauf, ein anderes Insulin auszuprobieren. Mittlerweile gibt es ja schließlich neben Humalog auch noch NovoRapid und Apidra.

Und meine Beraterin war damit einverstanden es erstmal so zu probieren. Sie gab nur zwei Ampullen Apidra mit und ich sollte das Humalog einfach 1:1 ersetzen.

Einen Termin beim Doc um den Einsatz von Metformin zu besprechen, gab sie mir trotzdem:)

Naja und was soll ich sagen: Ich hab jetzt seit 24 Stunden das Apidra in meiner Pumpe und kann es kaum glauben! Wenn ich korrigieren muss, klappt das auf einmal wieder und nach dem Essen hab ich traumhafte pp-Werte von maximal 140mg/dl bislang! Und insgesamt ist alles viel stabiler, ich hab weniger Hypos und keine Raketenartigen Anstiege mehr! Ich kann es ja noch kaum glauben, dass es echt so einfach gewesen sein soll. Hoffentlich war das wirklich die Lösung, aber erstmal freue ich mich:)

Und eins hab ich gelernt: Manchmal ist die eigene Intuition einfach richtig, nur ich kann genau feststellen, was sich verändert. Und dann muss man manchmal auch auf seinem Standpunkt beharren! Wobei ich da bei meiner Beraterin echt Glück habe, ich glaub sie ist da schon auch sehr offen:)

So, das Wochenende werde ich bei meinen Eltern auf ner Geburtstagsfeier sein. Es gibt Kuchen und wir grillen. Mal gucken was das Apidra dazu sagt :D

Schönes Wochenende euch!

Samstag, 2. August 2014

Migräne durch Hypos ?

Hallo zusammen!

Aktuell nehme ich an einer Studie teil (und zwar bei diesem Institut: https://www.profil-forschung.de/). Ich hatte mich da vor bestimmt über nem Jahr auf den Tipp einer Freundin hin als Probantin beworben. Vor allem aus dem Grund, dass man da für die verschiedenen Studien ganz gut recht schnell Geld verdienen kann ;) Armer Student und so halt...

Naja im Frühjahr haben die sich dann tatsächlich bei mir gemeldet und eine sehr nette Dame erklärte mir die Studie, für die ich in Frage käme. Ich hatte dann kurz darauf ein "Vorstellungsgespräch" mit Untersuchung und bekam alles erklärt.

Naja und nun bin ich seit knapp 3 Wochen Probantin:)
Ich möchte in diesem Post eig gar nicht über "meine" Studie an sich schreiben, sondern nur über ein Erlebnis, dass ich während meines Aufenthalts in dem Studieninstitut hatte.

Also, zu meiner Teilnahme gehört es, dass ich über einen Zeitraum mehrere Termine in Neuss habe, unterschiedliche Zeiträume, aber immer so 8-24 Stunden. Letzte Woche also 24h und ich bin schon am Abend vorher angereist, da von Münster aus die Zugverbindung und die Fahrtzeit sonst sehr nervig sind.
Hab also dort schön mein Zimmer bezogen und dann: Hab ich doch tatsächlich die ganze Nacht mit essen verbracht! Ich bin geschlagene 2 Stunden nicht aus der Hypo rausgekommen, immer so Werte um 50- 70 und dabei fiese Hyposymptome. Naja, ich wurde dort ja sehr nett mit Saft und Bärchenkeksen :) versorgt, allerdings war mir nach fast 10 KE auch langsam aber sicher schlecht. Pumpe war natürlich schon aus! Ich konnte es mir wirklich nicht erklären!

Ich hab die Nacht über insgesamt 14 KE vernichtet und bin mit einem Wert von 48 aufgewacht -.-
Gut, den Tag über bekam ich dann für die Studie alle 15 Minuten über einen Zugang Blut abgenommen, hier war auch recht schnell klar, dass ich heute scheinbar besonders Insulinempfindlich bin.

Eigentlich stören mich Unterzuckerungen ja gar nicht so sehr, ich esse schnell was und gut ist. An diesem Tag durfte ich aber leider nicht essen wie ich wollte sondern musste mit den Hauptmahlzeiten warten, bis der Studienplan das erlaubte.
Ich tippe deshalb auch, dass es mir auch so schlecht ging, weil ich einfach Hunger hatte. Mir ist nämlich aufgefallen, dass ich verschiedene Hypos habe.

Wenn ich z.B. eine Hypo aufgrund von viel Sport oder zu viel Insulin habe, dann geht der Blutzucker relativ schnell in dern Keller, ich merke die Hypo aber auch so bei 65 mg/dl. Da geht es mir aber nicht richtig schlecht, ich werde irgendwann ein wenig albern und hab so ein komisches Gefühl überall. Kann ich leider nicht anders beschreiben. Das sind die Hypos, die ich relativ oft habe und die mich nicht weiter belasten.

Dann gibt es da aber noch die "anderen Hypos". Da fühle ich mich auf einmal total schwach und im Kopf erst ganz leicht und wabbelig. Und ich habe Hunger, aber gleichzeitig ist mir irgendwie schlecht und ich will nichts essen. Wenn das schlimmer wird krieg ich auch Kopfschmerzen.
Wenn ich dann meinen Blutzucker messe, habe ich meistens Werte so um die 70-80mg/dl, also eigentlich noch gar nicht so akut niedrig.
Diese Symptome habe ich vor allem dann, wenn ich über längere Zeit nichts gegessen habe (was zugegebener Maßen nicht sehr oft vorkommt-.-) Diese Hypos finde ich extremst unangenehm und da leide ich richtig drunter!

Leider waren die Symptome letzte Woche allerdings genau zweiterer Natur und es ging mir eher schlecht. Aber da ich eig eher eine Frohnatur bin, lass ich mir doch durch ein bisschen Hunger nicht den Tag versauen!

Naja soweit so gut, Abends durfte ich ja dann auch was richtiges essen, Fisch mit Reis und ein paar Bröckchen Gemüse:).
Gegen 21 Uhr wurden allerdings die bislang sehr leichten Kopfschmerzen immer schlimmer. Ich hab sonst nie Kopfschmerzen und hab erstmal nach nem kalten Lappen für die Stirn gefragt. Gabs dann auch, half aber leider gar nicht.
Kopfschmerzen wurden immer schlimmer, ich konnte mich bald gar nicht mehr bewegen, dann hatte ich das Gefühl mein Kopf explodiert! Und ich konnte weder Licht noch Geräusche ertragen! Ich lag im dunklen Zimmer mit nem doppelt gefalteten Handtuch über den Augen und trotzdem tat das Licht was unter der Tür durchfiel, höllisch weh!

Als Übelkeit dazukam, hab ich endlich 2 ordentliche Tabletten bekommen und nach 2 Stunden wurde es langsam besser. Ich hab mich danach einfach nur unglaublich fertig gefühlt und nur noch geschlafen.

Ich weiß ja jetzt nicht, ob das wirklich Migräne war, aber dann hab ich in Zukunft wirklich mehr Mitleid mit allen, die regelmäßig unter solchen Schmerzen leiden!
Meine Ärztin und ich tippten darauf, dass es eben von dem Stress durch den Schlafmangel und vor allem den über Stunden zu tiefen Werten kam. Akut war das alles nicht so schlimm aber da es den ganzen Tag so ging, war das vermutlich einfach zu viel.

Jetzt mache ich mir ja schon ein wenig Gedanken darüber, bislang hab ich Hypos immer sehr auf die leichte Schulter genommen. Ich hatte da ja nie schlimme Erfahrungen mit, hab in 18 Jahren nie Fremdhilfe benötigt und hab mich da nie hilflos gefühlt. Aber scheinbar ist das doch größerer Stress für den Körper, als man so meint.

 Kurze Fußnote: Leider sind meine Posts momentan alle ohne Bebilderung da ich aktuell keine zufriedenstellende Lösung habe, um Fotos zu knipsen und an meinen PC weiterzuleiten. Die Kamera an meinem Smartphone ist leider so verkratzt, die Bilder möchte ich niemandem weiter zumuten;)  Ich werde die Beiträge dann im Zweifel noch nachbearbeiten, solange hoffe ich, reicht euch auch der Text:)

LG! 

Freitag, 1. August 2014

Update

Okay, lange Zeit war es hier ja jetzt verdächtig ruhig. Ich hatte irgendwie den Kopf zu voll und zu wenig Motivation um was zu schreiben, aber hier jetzt ein Update was sich so bei mir getan hat:

- mein Praxissemester ist vorbei und ich schreibe eher wenig motiviert an meiner Bachlorarbeit. Zeit ist bis Mitte September aber ich krieg jetzt schon Panik! Andererseits MUSS mein Studium jetzt auch mal zu Ende gehen, ich hab keine Lust mehr

- Die beste, tollste Nachricht: Ich nehme an einer Studie teil und teste einen neuen Glucosesensor!

- In Anlehnung an den obrigen Punkt: Mein Enlite- Sensor liegt ungenutzt in der Ecke. Nach dem letzten Post im März ging mir das Teil irgendwann nur noch auf den Keks, keine Nacht ruhig durchschlafen, ständig ungenaue Ergebnisse und kleben wollte er auch selten so lange wie er sollte! Am Anfang war ich ja echt noch begeistert, dann war ich zunehmend nur noch genervt. Der erste Sensor lief ja tatsächlich 21 Tage am Stück mit perfekter Genauigkeit, alle anderen danach haben so gerade Ihre 5 Tage geschafft, bevor sie über den Jordan gingen. Da ich ja potentieller Selbstzahler bin, keine wirklich schöne Sache:(
Leider haben alle weiteren Sensoren auch nicht die Genauigkeit des ersten Erreicht, ich hab am Ende wieder viel mehr gemessen, einzig um den Sensor zu kontrollieren. Und dass ist ja leider auch nicht Sinn der Sache...

- Ich war beim Camp D dabei! Eigentlich bin ich ja schon knapp über der Altersgrenze, aber es war einfach unglaublich toll! Auch hierzu werde ich versuchen, einen einzelnen Post nachzureichen!

- Aktueller HbA1c: 7,1
Tja, geplant war ja endlich mal die 6 vor dem Komma zu sehen, aber immerhin ist er quasi gleich gut geblieben:) Mein Diabetologe sprach sogar schon von "Luxusproblemen" :D Das ich an diesen Punkt mal komme, hätte ich vor knapp einem Jahr NIE für möglich gehalten!

- Aktuell bin ich was meine Werte angeht ein wenig durcheinander. Ich habe seit letzten Montag nur noch niedrige Werte und senke jetzt die Basalrate schon jeden Tag ab weil ich einfach ständig in ne Hypo komme. Bisschen sehr nervig, vor allem da ich nicht weiß, woher das so plötzlich kommt! Ich hab den Verdacht, dass es zyklusbedingt sein könnte, allerdings habe ich hierbei noch kein richtiges Schema entdecken können. So erfreue ich mich erst einmal an den guten Werten und versuche, die Anzahl der Hypos so gering wie möglich zu halten.

Gut, zu einigen der Themen plane ich auch ausführlich noch etwas zu schreiben, mal sehen ob ich diesen Plan auch tatsächlich umsetze;)

Veränderungen nach einem Jahr....

Mein Ursprüngliches Ansinnen hinter diesem Blog war ja eigentlich mal, vor allem meine Entwicklung hinsichtlich meiner Diabetes- Akzeptanz zu dokumentieren.
Irgendwie ist dieses Thema allerdings aufgrund des für mich alles verändernden Klinikaufenthaltes in den Hintergrund getreten.

Ich weiß nicht, ob es an der intensiven Schulung, dem Austausch mit anderen oder an der Schockdiagnose beim Augenarzt lag (ich tippe eigentlich auf eine Mischung aus Punkt 2 und 3!), auf jeden Fall hat sich seitdem einiges geändert.

Und auf diese Veränderungen möchte ich heute einfach mal eingehen, vor allem auch, um mir diese Dinge vor Augen zu halten und einfach mal zu sammeln.

Also, los geht`s!

  • Ich kann kleinere Handtaschen benutzen oder sogar mal ohne Tasche rausgehen
    • Klingt jetzt komisch, ich weiß! Aber früher war das allerwichtigste was ich immer am Körper getragen habe, eine Flasche Wasser! Ich hab das als gar nicht komisch empfunden, viel trinken ist schließlich gesund. Allerdings brauchte ich dieses Wasser vermutlich nur, weil meine Werte so mies waren. Jetzt kann ich es auch mal eine Weile ohne aushalten und muss mich eher zum Trinken anhalten.
  • Ich habe jetzt immer "Not- KE`s" dabei
    • Also wirklich immer! Früher hab ich viele Hypos einfach aussitzen können. Ich hab meine tiefen Werte ja zum Glück immer gut bemerkt, aber mittlerweile finde ich sie einfach unangenehm. Damals waren Hypos für mich ein gutes Zeichen, merkte ich doch, dass mein BZ mal ausnahmsweise nicht total hoch war.
  • Notfalltäschchen
    • Ich habe ein total niedliches Täschchen für mein Messgerät und all das Zubehör gekauft, was ich immer so dabei habe(n muss). Aus schwarzem Filz, richtig schön stabil und fest und mit einem aufgesticktem roten Kreuz (passt ja zu meinem Hobby;)) und mit blauer Stickerei "Notfallkoffer". War gar nicht so günstig, allerdings habe ich es mit damals in Mergentheim in dem einzigen Laden geholt, in dem es nicht nur Oma- Sachen gab;) Das war quasi eine Motivationshilfe für den Neustart. Bislang leistet es hervorragende Dienste! 
  • Redebedarf
    • Jahrelang war mein Diabetes eigentlich immer ein Thema, was ich unter Verschluss gehalten habe. Mittlerweile habe ich einen wirklich immensen Redebedarf was das alles angeht! Ich möchte darüber reden, wenn ich eine miese Nacht hinter mir habe, weil ich wieder nur Unterzuckert war und ich möchte, dass sich jemand mitfreut, weil es gerade einfach unglaublich gut läuft! Ich hab das die letzten 18 Jahre immer alles mit mir selbst ausgemacht, jetzt hat sich das geändert und das ist auch meinen Freunden schon aufgefallen. Ich habe ein wenig Sorge Ihnen damit irgendwann auf den Geist zu gehen, aber ich glaube so schlimm ist es dann doch noch nicht;) Außerdem bin ich der Meinung, dass es eben ein Teil meines Lebens ist, und so wie ich mir auch die Geschichten meiner Freunde von Ihrem Arbeitstag anhöre, dürfen sie einen Einblick in meine Diabetes- Welt ertragen!
  • keine totale Identifikation über Diabetes
    • Das ist eigentlich wohl der Wichtigste Unterschied zu früher: Ich habe endlich Abstand gefunden! Abstand zu meinen Werten. Ich kann endlich von "hohen Werten" sprechen, früher waren das alles "schlechte Werte". Und ein hoher Wert bedeutet auch nicht mehr, dass ich selbst "schlecht" bin. Ich kann endlich ganz rational an die Sache herangehen und gucken, wo habe ich evtl. einen Fehler gemacht, was hätte anders gehandhabt werden sollen? Zu diesen Überlegungen war ich damals gar nicht in der Lage, es bedeutete einfach, dass ich mal wieder versagt hatte, wenn der Wert "schlecht" war. 

  • entspannte Arzttermine :)
    • dieser Punkt ist wohl meinem Praxisteam am deutlichsten aufgefallen: Ich sitze endlich nicht mehr heulen im Wartezimmer und breche in Tränenströme aus, sobald ich was zu meiner Einstellung sagen soll. Witziger Nebeneffekt: Man kann ein meinem Diabetikerpass ganz deutlich sehen, dass seitdem auch meine Blutdruckwerte bei den Arztbesuchen wesentlich niedriger sind!  

Freitag, 7. März 2014

Die Gummibärchenvernichtungsmaschiene


Also in letzter Zeit läuft es eigentlich blutzuckermäßig gar nicht schlecht! Ich lese brav alle paar Tage meine Pumpe aus, interpretiere die Daten, welche mit Pumpe, CGM und BZ- Messgerät zusammensammeln und passe dann meist auch wenigstens ein bisschen was an meiner Einstellung an.
Dadurch hab ich glaub ich mittlerweile die am besten passende Basalrate die je durch meine Pumpe geflossen ist!
Dennoch bleiben so kleine Schwierigkeiten.

Zum Beispiel kämpfe ich immer noch vormittags während der Arbeit mit Werten, die mir zum richtigen Reinpowern eigentlich zu niedrig sind! Mitten in einem Beratungsgespräch ne Tüte Gummibärchen verdrücken (die kleinen a 1 KE natürlich!) kommt irgendwie nicht so richtig gut, zudem stört und behindert der tiefe Wert bzw auch das ständige vibrieren meiner Pumpe dann meine Konzentration!
Also hab ich die Basalrate um diese Uhrzeit mittlerweile auf für mich wirklich niedrige 0,6 bis 0,8 Einheiten pro Stunde gesetzt, vorher liefen da so 1,8 oder so... (bin ja generell eher ein Insulin- Großverbraucher...)
Ich weiß noch nicht genau, wie ich das handhaben soll, einerseits möchte ich natürlich möglichst tiefe Werte am Zielbereich haben (naja, so 120mg/dl), andererseits verringert das natürlich den Sicherheitsabstand zur Hypo. (Momentan krebse ich zu der Uhrzeit aber eher so bei 80mg/dl rum und muss nebenbei essen.) Also, da ist noch was zu tun!
Ein zweites Problem folgt auf dem Fuße, nämlich das Mittagessen. Ich hab aktuell Mittags den höchsten KE- Faktor des Tages, was ja eigentlich nicht gerade normal ist. Aber ich kämpfe trotzdem mit PP- Werten (also Werte nach dem Essen) bis 270mg/dl! Meist reguliert sich der Wert von ganz alleine wieder in den Zielbereich, das spricht also eher für einen fehlenden Spritz-Ess- Abstand. Nur ist gerade dieser beim Essen während der Arbeit total schwer umsetzbar... Wir machen nicht jeden Tag gleich mittag, und teilweise sehr spontan. Zudem ist der Wert vor dem Essen noch niedrig, also auch nix mit Ess- Abstand und so... Mal schauen wie ich dieses Problem löse.

Leider in letzter Zeit auch immer mal wieder gesehen: Hypo- Abschaltung wegen niedrigem Sensor- Wert:) Witzig weil mega penetranter Alarmton!

Generell ist mir allerdings aufgefallen, dass ich momentan unglaublich häufig Hypos habe:( Bestimmt so 3 am Tag, ich rechne da jetzt allerdings Werte <70mg/dl rein. Und Nachts auch immer mal wieder, die sind natürlich besonders nervig.
Da mein CGM mich ja warnt, komme ich nicht mehr so richtig tief, wenn ich allerdings jedes mal was esse, wenn es vibriert und piep, dann Mahlzeit!
Vermutlich reduziere ich einfach zu zaghaft aber wie Ihr ja wisst, hasse ich hohe Werte! Das lässt mich immer noch total unruhig werden und ich zweifle dann direkt an meiner ganzen Therapie. Andererseits geht mir das ständige "Hypo- sein" mittlerweile wirklich auf den Keks (haha, der war gut!;)), zudem fühlen sich alle Hypos momentan viel schlimmer an, als früher. Ich bin mittlerweile einfach an bessere Werte gewöhnt, und jede Abweichung nach oben oder unten, macht mir schon zu schaffen. Das war anders als meine Werte quasi willkürlich von 25 nach "HI" zu springen schienen! Damals hab ich da nur selten was von gemerkt, also von den Schwankungen. Wenn momentan mein Zucker abfällt, merke ich das meistens schon, bevor meine Pumpe mich warnt. Hypos habe ich ja immer sehr zuverlässig bemerkt, die wirklich niedrigen Werte waren Ausnahmen oder so Fälle wie "keine Zeit/ Bock jetzt was zu essen". Jetzt fühl ich mich bei Werten von knapp 70mg/dl schon niedrig, nicht richtig schlimm aber doch schon erste Hyposymptome. Und gerade jetzt merke ich, dass es wieder in den Keller geht, Pumpe meldet "Rate fallend". Aktuell der Wert so bei 126, aber da es mit zwei Pfeilen weiter nach unten geht, werde ich wohl was essen müssen. Yummi!

Ausbeute einer Nacht -.-

Aber gut, das sind schließlich alles Dinge, die ich in den Griff bekommen kann, sie erfordern nur eben ein wenig Arbeit. Und danach muss ich mich mit dem Thema Sport nochmal beschäftigen, das klappt leider (trotz Blous- und Basalratenabsenkung!) immer nur mit ausreichend Essen in der Tasche-.-

In diesem Sinne: Lasst es euch schmecken!




Sonntag, 2. März 2014

Und er läuft und läuft und läuft....

So, aktuell bin ich also bei Tag 15 und noch immer liefert mein Sensor zufriedenstellende Ergebnisse. Ich habe allerdings festgestellt, dass er bei größeren Schwankungen jetzt langsamer reagiert als noch am Anfang der Tragezeit. Das ist leider etwas nervig, weil ich mir dann ja nicht so ganz sicher sein kann, aber dennoch ist es mir noch nicht nervig genug, um den Sensor zu wechseln:)
Letzte Nacht eine neue Erfahrung: Nachdem ich ab Mittags leider Werte über 250 hatte, die leider auf Korrektur auch kaum ansprachen (vermutlich defekter Katheter) bin ich Nachts zwei mal vom Alarm meiner Pumpe wachgeworden. Das CGM zeigt einen Wert von unter 50 an, weshalb die Pumpe die Basalrate gestoppt hatte. Ich war im ersten Moment irrirtiert, hab ich doch keine Hyposymptome gespürt. Nachdem ich allerdings ein wenig wacher wurde, war die Sache dann doch relativ klar und ich hab mir nen Saft genehmigt. Leider zwei Stunden später das selbe Spiel, scheinbar hatte ich es mit der Korrektur der hohen Werte vom Abend etwas zu gut gemeint. Aber dass ich diese Hypos ohne CGM sonst gar nicht oder nur sehr viel später bemerkt hätte, hat mich dann doch ein wenig nachdenklich gemacht. Und ich fühlte mich wirklich beschützt von dem kleinen Teil in meinem Hüftspeck:D

Samstag, 1. März 2014

Warum Geduld sich auszahlt

So, kleines Update was die letzte Zeit so los war:)

1. Nach 18 Tagen hat mein Sensor leider nicht mehr wirklich genaue Werte angezeigt. Auf Schwankungen hat er gar nicht oder nur seeehr verzögert reagiert. Nun ja, aber mit der Lebenszeit war ich jetzt wirklich zufrieden, also darf er raus und schnell ist ein neuer gelegt.
Das Legen des Sensors ist noch alles andere als Routine, ich saß bei meinem zweiten Sensor also mit der Bedienungsanleitung in der Hand da, während ich den Knopf der Setzhilfe ausgelöst habe:)
Durch eine kleine Unachtsamkeit habe ich dann die erste Kalibrierung mit einem instabilen Wert durchgeführt. Deshalb musste ich den Transmitter am zweiten Tag schon wieder abkoppeln und durch einen Ladevorgang reseten, damit die Werte auch mal zu meinem tatsächlichen Blutzucker passen.
Von diesem Sensor war ich leider trotzdem die ersten 2,5 Tage enttäuscht, die Werte passten einfach nicht! Aber da jeder einzelne mich ja schließlich ne ganze Stange Geld kostet, war ich einfach zu geizig, um einfach nen neuen zu legen. Und siehe da: Geduld zahlt sich eben aus. Heute ist Tag 5 und das CGM zeigt wieder super exakt meinen Blutzuckerverlauf an! Ich liebe es! Hoffentlich schafft er auch wieder so viele Tage!

2. Um zu meinem Praktikum zu kommen, muss ich jeden Morgen 1,5 Stunden Bus fahren. Super ätzend! Also bin ich diese Woche an drei Tagen mit dem Rad gefahren. Pro Strecke sind das knapp 20km und ich bin ungefähr 65 Minuten unterwegs. Vorteil ist, dass ich ein wenig länger schlafen kann, viel frische Luft bekomme und mein Frühstück nicht mal zu 50% bolen muss.
Schwieriger wird es allerdings beim Rückweg. Da mein Arbeitsende nie so genau vorhersehbar ist, kann ich da mit ner Basalratensenkung nicht viel machen. So stopfe ich mir meistens vorher 3 KE rein, stopppe die Pumpe und mache mich auf den Weg. Leider musste ich bislang immer noch was nachessen, das versaut mir natürlich die Zeit:)  Einmal war ein Stop an einer Tankstelle nötig um Saft zu kaufen, mir waren schlicht die Gummibärchen ausgegangen:D

3. Aktuell bin ich super zufrieden mit meinen Werten! Es ist so ein tolles Gefühl, sich dem ganzen nicht mehr ausgeliefert zu fühlen, sondern die Zügel in der Hand zu haben. Ich muss unbedingt nochmal nen Post zu meiner neuen "Kopfeinstellung" schreiben, schließlich war dass der eigentliche Anlass für diesen Blog! Aber erstmal eben nur soviel, dass ich echt zufrieden bin. Aktuell sogar ziemlich viele Hypos, was natürlich nicht gut ist, aber für mich leichter zu ertragen als ständig hohe Werte. Ich bin so gespannt auf den nächsten HbA1c! Aber darauf muss ich noch knapp 3 Wochen warten...