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Mittwoch, 31. Januar 2018

Müll- Projekt #GreenDiabetics


Hallo zusammen!

Wer mir auf Instagram folgt, hat mitbekommen, dass ich im Januar beschlossen hatte, einen kompletten Monat lang meinen gesamten DiabetesMüll zu sammeln und am Ende auszuwerten.

Heute ist der 31. Januar und damit war es Zeit, den Pappkarton auszukippen und alles durchzusortieren, zu ordnen, zu wiegen und schlussendlich zu entsorgen.

Die Idee stammt nicht ursprünglich von mir, hier findet ihr die Beiträge von Lisa, Saskia, Lea und Kathy.  

Zudem findet ihr auf Instagram Fotos von @zucker_julchen, @angelinamontieri und @diasteffie

So, jetzt zu meinen Ergebnissen:

Das ganze Ausmaß des einen Monats....


Ich muss sagen, ich bin wirklich erschrocken, dass es so viel geworden ist! Ich war sehr streng beim sammeln, habe wirklich immer versucht, direkt alles in die Kiste zu werfen und nichts zu vergessen. Natürlich sind da auch Dinge bei, die nicht regulär jeden Monat anfallen (Libreverpackung nur, weil es Terminprobleme mit meinem Eversense gab, der Pumpenclip hält zum Glück ja auch länger als 4 Wochen....)

Folgende Dinge sind das bei mir gewesen:
- Katheterverpackung Medtronic Mio
- Reservoireverpackung Medtronic Veo
- Katheter
- Schläuche und Reservoire
- Aufziehstutzen und Nadel Reservoire
- Insulinampullen + Verpackungen
- Pennadeln + Verpackungen
- Batterien
- Teststreifen + Verpackungen
- Libresensorverpackungen
- Befestigungsmaterial Katheter
- EversenseSensor Klebepflaster und Pflasterfolien/ - papiere
- Versandmaterial
- Bedienungsanleitungen
- Verpackungen von Hypo- Snacks
- 1 gebrochener Pumpenclip


Eine lange Liste und ein großer Berg. Gewogen habe ich das ganze auch:

Gesamtgewicht: 1100g, bedeutet: 1,1 Kg! 
Das ganze unterteilt sich in 700g Müll, der im Restmüll oder Gelben Sack landet und damit einfach verbrannt wird bzw als Microplastik in der Umwelt landet.

400g Müll sind wirklich recyclebar, also Papiermüll oder Glas (Saftflasche). Bei der Mülltrennung ist hier zu beachten, dass viele "Papiere" (also zb. der Verschluss unten am Katheter) beschichtet sind und somit nicht in das Altpapier dürfen, sondern über den gelben Sack entsorgt werden müssen. Die Batterie geht natürlich zur Sammelstelle. 


Bildunterschrift hinzufügen
Ich habe das ganze aber auch nicht nur aus der Müllperspektive betrachtet. Das ganze gibt mir auch einen guten Überblick, was ich in einem Monat alles verbrauche... oder eben auch nicht.

Deutlich (!!!) zu wenig Pennadeln


Das meine Pumpe nur einen Batteriewechsel benötigt hat, ist prima. Das ist aber nur eine 6er- Lanzette für meine Stechhilfe gefunden habe (und diese war vllt auch schon seit Oktober im Gebrauch...?) ist alles andere als super. Auch die Anzahl der Pennadeln war viel zu gering, hier muss ich mir wirklich wieder den allabendlichen Wechsel angewöhnen.

Viele Katheter - und eine einsame Lanzette


Was ich schon befürchtet hatte, war die Anzahl an Kathetern. Ich habe letzten Monat versucht, diese an den Oberschenkeln zu tragen, leider mit vernichtendem Ergebnis. Nach spätestens 24 Stunden waren alle Stellen entzündet oder taten so unglaublich weh, dass ich wieder wechseln musste. Viel Müll, viele Nadelstiche. Also gehts jetzt wieder zurück zum Bauch, zum Rücken und zur Hüfte.

Was ich als Veränderung auch noch angegangen bin: Die Teststreifen. Es war bloße Faulheit, dass ich weiterhin die Precision von Abbott benutzt habe, auch wenn ich mein Libre ja gar nicht mehr nutze. Ich werden, sobald der Vorrat aufgebraucht ist, auf andere Teststreifen umsteigen, diese sind dann nicht alle einzeln verpackt.


 Vieles von diesem Müll lässt sich schlicht und ergreifend nicht vermeiden. Aber alleine, dass man sich die Menge plastisch vor Augen führt, lässt einen kleine Änderungsmöglichkeiten bemerken. Ich werde nicht durchgehend weiter meinen Müll sammeln, aber vielleicht kann ich den Januar eines jeden Jahres dazu benutzen, auf diesem Wege meine Therapie zu analysieren und zu überlegen, was ich verändern könnte. Besser kleine Schritte, als Stillstand!

Wenn ihr das auch mal testen mögt: Gerne! Wenn ihr es online teilen möchtet: Benutzt den Hashtag #greendiabetics

Samstag, 23. Januar 2016

Spontan schwimmen


So, endlich Wochenende. Und tatsächlich habe ich für heute mal einen Plan der nicht aus "auf der Couch liegen" und "shoppen" besteht :)

Ich bin mit meiner Schwester zum schwimmen verabredet. Während meines Studiums war ich oft schwimmen, einfach weil das eine der Sportarten ist, die ich noch relativ gerne mache.... -.- Sportmuffel und so....

Das letzte mal ist also tatsächlich lange her, und damals habe ich mir um meinen Blutzucker auch immer nur ziemlich wenig Gedanken gemacht.
Für heute hätte ich eigentlich gerne einen besseren Plan. Ich wollte deshalb hier kurz meine Überlegungen festhalten und danach dann von den Ergebnissen berichten :)

1. Libre: Ist eh abgeklebt mit KinesioTape, soll ja auch ne Weile wasserfest sein. Sollte also klappen.
2. Pumpe: Abkoppeln und zu Hause lassen oder beim Bademeister abgeben? Ich würde aktuell zu "zuhauselassen" tendieren... allerdings weiß ich noch nicht, ob wir nach dem Schwimmen nicht vllt noch irgendwo anders hin fahren... hm... ich denke ich lasse sie hier. Da ich auf das wegfallen der BAsalrate meist ziemlich schnell mit hohen Werten und Ketonen reagiere, werd ich mal gucken ob ich noch nen Basalpen im Kühlschrank habe... und ob der noch haltbar ist. Dann gäbs darüber ne kleine Dosis. Ansonsten habe ich eh Einmalspritzen mit und werde das über engmaschige Korrekturen machen. Immer vor Augen allerdings, dass ich Sport auch so gar nicht mehr gewöhnt bin und deshalb den Zielwert etwas höher ansetzen werde.
4. Essen. Muss mal überprüfen ob ich noch Traubenzucker da habe. Aber irgendwas wird sich finden lassen was man mitnehmen kann ;) Ich bin da nicht so der Top- vorbereitete Vorzeigediabetiker. Wenn ich ne Hypo habe, merke ich das so früh, dass ich auch dann noch Zeit habe, im Auto nach Saft zu kramen oder so (Natürlich nicht während der Fahrt!)
5. Katheter: Kein Ding, bleibt liegen und falls er abfällt gibts nen neuen. Pumpe bleibt ja eh daheim.

Okay, dann werde ich mal schnell alles zusammensuchen, in zwanzig Minuten muss ich da sein, und bislang ist noch nix gepackt. Also erzähl mir keiner als Diabetiker ist man nicht spontan! Da kann man sogar noch schnell nen  Blogpost raushauen bevor es losgeht :)

Ich tauch dann mal ab!

Mittwoch, 4. März 2015

Arbeitsame Zeiten


Puh, leider bin ich mir jetzt nicht einmal sicher, ob ich dass hier schon berichtet habe, aber: Ich arbeite seit knapp 2 Wochen Vollzeit als Sozialarbeiterin in einer Notaufnahmestelle für Flüchtlinge. Ganz spontan und sehr kurzfristig kam das ganze zustande und seitdem bin ich zeitlich wirklich eingebunden. Vor allem die ersten Tage seit Eröffnung der Einrichtung habe ich oft mehr als die normale Arbeitszeit geleistet, weil einfach so unglaublich viel zu tun war.
Ganz nebenbei musste ich ja letztes Wochenende noch aus meinem Wohnheim ausziehen, sodass auch ein Umzug noch gewuppt werden wollte.
Seit Montag wohne ich also wieder bei meinen Eltern, pendele aber jeden Tag mit dem Auto (jawohl! MEIN Auto :D) nach Münster zur Arbeit. Jede Fahrt knapp 90 Minuten.

Aber tatsächlich macht mir die Arbeit unglaublich viel Spaß! Allerdings komme ich seitdem mit meinen Werten nicht so richtig auf einen grünen Zweig. Die ersten Tage waren besonders schlimm, immer wieder auch Werte über 400 dabei, meine Basalrate ist aber tatsächlich noch darauf eingestellt, dass ich bis Mittags im Bett liege und schlafe-.-
Das muss ich jetzt ändern, zudem brauche ich für mein Frühstück einen höheren KE- Faktor. Gleichzeitig möchte ich natürlich gerade beim Autofahren keine Hypo riskieren. Da besteht also noch ordentlich Handlungsbedarf.

Ein weiteres Problem ist, dass ich besonders die ersten Tage über den Tag fast gar keinen Blutzucker gemessen habe, einfach weil ich vor lauter Arbeit nicht daran gedacht habe bzw. dann wieder andere Dinge irgendwie "wichtiger" waren. Das habe ich in der letzten Woche einigermaßen in den Griff bekommen, woran ich noch arbeite ist, nach dem Essen (welches eher unregelmäßig stattfindet) nicht den Bolus zu vergessen! Erst heute habe ich leider die 4 Stück Pizza "einfach mal so" gegessen und habe zwei Stunden später natürlich gemerkt, dass ich einen unglaublich trockenen Mund bekomme. Meist ein sicheres Zeichen für ziemlich hohe Werte. Diesmal war das auch definitiv so, manchmal jedoch täuscht mein Empfinden mich in dieser Sache und der trockene Mund liegt schlicht und ergreifend daran, dass ich zu wenig getrunken habe bzw. einfach auch die ganze Zeit viel Sprechen muss.

Woran ich jetzt auch immer denken sollte, ist, dass ich immer "Ersatzmaterial" dabeihabe. Wenn ich in Münster feststelle, dass mein Katheter hinüber ist, kann ich nur hoffen, dass meine Diabetologische Praxis offen hat und mir aushilft.
Um das gar nicht erst ausprobieren zu müssen, habe ich ein extra Täschchen, was ich bislang auch jeden Morgen überprüfe. Aber Fehler passieren ja meist erst, wenn sich Routine einstellt.

Freitag, 26. Dezember 2014

Wie war denn eigentlich Weihnachten?


Ich hoffe ihr hattet alle ein schönes Weihnachtsfest, jeder so, wie er es sich vorstellt. Ich habe die Feiertage bei meinen Eltern zuhause verbracht und bin auch jetzt noch dort. Weihnachten im Studentenwohnheim wäre mir dann doch viel zu trostlos.

Wir feiern ganz klassisch, meine Eltern, meine beiden Geschwister gehen abends zur Messe, danach gibt`s Fondue und im Anschluss wir gesungen :D Das ist jedes Jahr gleich schrecklich, gehört aber irgendwie dazu.
Danach wird um die Geschenke gewürfelt, diesmal musste ich ganz schön lange auf meine Geschenke warten... Die passende Zahl wollte einfach nicht kommen.

Bekommen habe ich unter anderem einen Activity- Tracker, in der Hoffnung dass dieser mich zu mehr Bewegung motiviert :) Und außerdem stehe ich ja auf so technische Spielereien ;)

Bitte entschuldigt die Ausrichtung ;)
Blutzucker- mäßig waren die Feiertage durchwachsen. Der Heiligabend war eher ein auf und ab, der 1. Feiertag erstaunlich stabil, wenn auch mit knapp 160mg/dl ein wenig über dem Zielwert aber ohne große Ausreißer nach oben oder unten (und das trotz Kaffeetrinken und Kuchen und Abendessen mit Sauerbraten, Kartoffen, Rotkohl und Eis bei meinen Großeltern!) und der heutige 2. Weihnachtstag war durchweg viel zu hoch. Lag aber auch an einem kaputten Katheter (immer wenn ich länger bei meinen Eltern bin brauche ich mindestens einen neuen am Tag, deshalb nehme ich immer schon die dreifache Menge an Kathetern mit! Zuhause ist das nie so! Aber hier kleben die nicht, bluten spontan oder reißen raus. Echt super nervig!) Aber dem Katheter alleine die Schuld geben zählt auch nicht ;) Die Schokolade, das Kekse backen und  -naschen und die wenige Bewegung (ja, es ist echt fies ausgerechnet an Weihnachten mit so einem Schrittzähler zu starten!!!) haben ihren Beitrag geleistet. Wäre nur schön gewesen heute auch mal einen Wert unter 240mg/dl aufschreiben zu können...  Zu wenig getestet habe ich heute auch. Allgemein messe ich zu wenig wenn ich bei meinen Eltern bin, ob das einfach noch die Prägung von Früher ist, wo ich so wenig wie möglich getestet habe?!

Nun ja, morgen gibt es einen Kurzbesuch in meinem Wohnheim, schon ein
mal die erste Ladung Geschenke (und Wäsche :D) wegbringen. Außerdem steht noch Bescherung mit einer Freundin an und Abends dann die Plätzchen- Competition!

Also, euch noch einen gemütlichen Abend, ich hoffe ja das es morgen endlich Schnee gibt!

Mittwoch, 20. August 2014

That`s life

Der Phantom- Katheter?!?

Ist mir in letzter Zeit mehrfach aufgefallen: Ich fass mir an den Bauch, weil ich das Gefühl habe, der Schlauch vom Kather spannt. Nix ungewohntes, passiert ja oft genug, dass ich ihn in der Hose mit einklemme oder so. Einmal am Schlauch gezogen, und alles sitzt wieder.
Aber wieso spüre ich das, wenn der Katheter an einer ganz anderen Stelle sitzt?? :D Ist wohl ähnlich wie mit der Phantom- Vibration am Handy... :D

Freitag, 1. August 2014

Veränderungen nach einem Jahr....

Mein Ursprüngliches Ansinnen hinter diesem Blog war ja eigentlich mal, vor allem meine Entwicklung hinsichtlich meiner Diabetes- Akzeptanz zu dokumentieren.
Irgendwie ist dieses Thema allerdings aufgrund des für mich alles verändernden Klinikaufenthaltes in den Hintergrund getreten.

Ich weiß nicht, ob es an der intensiven Schulung, dem Austausch mit anderen oder an der Schockdiagnose beim Augenarzt lag (ich tippe eigentlich auf eine Mischung aus Punkt 2 und 3!), auf jeden Fall hat sich seitdem einiges geändert.

Und auf diese Veränderungen möchte ich heute einfach mal eingehen, vor allem auch, um mir diese Dinge vor Augen zu halten und einfach mal zu sammeln.

Also, los geht`s!

  • Ich kann kleinere Handtaschen benutzen oder sogar mal ohne Tasche rausgehen
    • Klingt jetzt komisch, ich weiß! Aber früher war das allerwichtigste was ich immer am Körper getragen habe, eine Flasche Wasser! Ich hab das als gar nicht komisch empfunden, viel trinken ist schließlich gesund. Allerdings brauchte ich dieses Wasser vermutlich nur, weil meine Werte so mies waren. Jetzt kann ich es auch mal eine Weile ohne aushalten und muss mich eher zum Trinken anhalten.
  • Ich habe jetzt immer "Not- KE`s" dabei
    • Also wirklich immer! Früher hab ich viele Hypos einfach aussitzen können. Ich hab meine tiefen Werte ja zum Glück immer gut bemerkt, aber mittlerweile finde ich sie einfach unangenehm. Damals waren Hypos für mich ein gutes Zeichen, merkte ich doch, dass mein BZ mal ausnahmsweise nicht total hoch war.
  • Notfalltäschchen
    • Ich habe ein total niedliches Täschchen für mein Messgerät und all das Zubehör gekauft, was ich immer so dabei habe(n muss). Aus schwarzem Filz, richtig schön stabil und fest und mit einem aufgesticktem roten Kreuz (passt ja zu meinem Hobby;)) und mit blauer Stickerei "Notfallkoffer". War gar nicht so günstig, allerdings habe ich es mit damals in Mergentheim in dem einzigen Laden geholt, in dem es nicht nur Oma- Sachen gab;) Das war quasi eine Motivationshilfe für den Neustart. Bislang leistet es hervorragende Dienste! 
  • Redebedarf
    • Jahrelang war mein Diabetes eigentlich immer ein Thema, was ich unter Verschluss gehalten habe. Mittlerweile habe ich einen wirklich immensen Redebedarf was das alles angeht! Ich möchte darüber reden, wenn ich eine miese Nacht hinter mir habe, weil ich wieder nur Unterzuckert war und ich möchte, dass sich jemand mitfreut, weil es gerade einfach unglaublich gut läuft! Ich hab das die letzten 18 Jahre immer alles mit mir selbst ausgemacht, jetzt hat sich das geändert und das ist auch meinen Freunden schon aufgefallen. Ich habe ein wenig Sorge Ihnen damit irgendwann auf den Geist zu gehen, aber ich glaube so schlimm ist es dann doch noch nicht;) Außerdem bin ich der Meinung, dass es eben ein Teil meines Lebens ist, und so wie ich mir auch die Geschichten meiner Freunde von Ihrem Arbeitstag anhöre, dürfen sie einen Einblick in meine Diabetes- Welt ertragen!
  • keine totale Identifikation über Diabetes
    • Das ist eigentlich wohl der Wichtigste Unterschied zu früher: Ich habe endlich Abstand gefunden! Abstand zu meinen Werten. Ich kann endlich von "hohen Werten" sprechen, früher waren das alles "schlechte Werte". Und ein hoher Wert bedeutet auch nicht mehr, dass ich selbst "schlecht" bin. Ich kann endlich ganz rational an die Sache herangehen und gucken, wo habe ich evtl. einen Fehler gemacht, was hätte anders gehandhabt werden sollen? Zu diesen Überlegungen war ich damals gar nicht in der Lage, es bedeutete einfach, dass ich mal wieder versagt hatte, wenn der Wert "schlecht" war. 

  • entspannte Arzttermine :)
    • dieser Punkt ist wohl meinem Praxisteam am deutlichsten aufgefallen: Ich sitze endlich nicht mehr heulen im Wartezimmer und breche in Tränenströme aus, sobald ich was zu meiner Einstellung sagen soll. Witziger Nebeneffekt: Man kann ein meinem Diabetikerpass ganz deutlich sehen, dass seitdem auch meine Blutdruckwerte bei den Arztbesuchen wesentlich niedriger sind!  

Sonntag, 16. Februar 2014

Erste Erfahrungen mit dem CGM

Hallo zusammen!

Bin gerade von einem wirklich tollen Wochenende mit meinen Freunden zurückgekehrt und dachte mir, ich nutze meine Zeit mal, um von meinen ersten Eindrücken mit meinem neuen CGM zu berichten:)

Der Sensor läuft heute den 11. Tag und bislang bin ich wirklich sehr zufrieden!
Aber einfach mal der Reihe nach und ganz chronologisch:

1. Tag
Anlegen des Sensors mit Hilfe der Vetreterin von Medtronic. Die erste Nacht zeigte meine Pumpe mit eine konstante Linie bei 120mg/dl an, die Werte mit dem BZ- Messgerät lagen leider deutlich höher. Erste Unruhe macht sich breit, ob der Sensor vllt nicht richtig läuft.

2. Tag
Nach dem kalibrieren am Morgen sind die Werte so, wie mein Messegrät sie mir bestätigt. Ich misstraue dem Sensor allerdings noch, im laufe des Tages werde ich allerdings entspannter und die angezeigten Werte auch immer genauer.
Auf der Arbeit nerven mich leider die Alarme, einmal schaltet die Pumpe sich mit lautem Getöse ganz ab, nachdem ich scheinbar die Vibration nicht mitbekommen habe und der Hypoalarm für mich falsch eingestellt ist

3. Tag
Abends die Grenzwerte verändert, leider im Laufe des Tages nochmal Hypoabschaltung aktiv. Ich werde allerdings deutlich besser darin, den Timelag (also das zeitliche "hinterherhinken" des Gewebezuckers gegenüber dem Blutzucker einzukalkulieren und kann immer besser vorausahnen, wie und wann sich Bewegung, Essen und Insulin auswirken werden.

5. Tag
Hab mich heute in der Apotheke sehr nett und ausführlich über verschiedene Pflasterlösungen beraten lassen. Habe eine Rolle "Draco SportTape" in Rot gekauft. Bislang hielt der Sensor mit dem beiliegendem Klebematerial und einer Schicht "IV3000 1-Hand" Klebefolie sehr zuverlässig. Die Anzahl der Blutzuckermessungen geht zurück (von ca 14mal/ Tag auf aktuell 6mal/Tag <- ausbaufähig!)

6. Tag
Begeistert, dass die Werte des Sensors so unglaublich genau sind! Ich überprüfe jeden Abend die Daten der Pumpen am PC, leider habe ich den Eindruck, dass mein handschriftliches Tagebuch immer überflüssiger wird.
Habe heute einen Röntgentermin. Per SMS Nachfrage bei meiner Medtronic-Frau, wie ich das handhaben muss. Habe dann einfach kurz vorher den Transmitter aus Sicherheitsgründen abgekoppelt, auch wenn die Radiologische Assistentin im Krankenhaus meint, das wäre überflüssig. Aber man weiß ja nie.
Ab- und Ankoppeln gestaltet sich aufgrund der ganzen Pflaster etwas umständlich, geht aber. Bei dieser Gelegenheit den Transmitter in der Ladestation aufgeladen, um ihn zu resetten und nach dem Ankoppeln neu zu starten. Klappte alles prima, also weiter gehts!

8. Tag
Probleme beim Kalibrieren. Die Pumpe braucht nach dem eingeben des Wertes ungewöhnlich lange, um einen Wert anzuzeigen. Nach anfänglicher Panik, es könnte nach Tag 8 schon Schluss sein, zeigt die Pumpe wieder brav Werte an, teilweise mit gruseliger Genauigkeit:)

9. Tag
Erste Schwimmversuche mit Sensor. Ca 60 Minuten schwimmen. Pumpe natürlich abgekoppelt, Transmitter mit doppelter Sorgfalt abgeklebt. Überhaupt kein Problem. Nur die Pflasterfolie löst sich zum Ende hin ab.

10. Tag
Heute die Härteprüfung: 2,5 Stunden Solebad. Gleiches Verfahren wie am Tag vorher, wieder alles ziemlich perfekt gelaufen. Allerdings merke ich hier wirklich die Schwächen der Klebefolien. Zum Ende habe ich Sorge, den Transmitter zu verlieren und halte bei den Sprudeldüsen lieber eine Hand über dem Sensor. Wieder anschließen der Pumpe klappt aber Problemlos.

11. Tag
Gestern gabs ne große Portion Nudel überbacken. Meinem Blutzucker passt das nicht so richtig, der Sensor kommt mit den Schwankungen nicht so gut zurecht. Timelag ist schwerer einzukalkulieren als die letzte Tage. Vielleicht ist auch bald das Ende der Lebensdauer erreicht. Gegen Nachmittag aber wieder stabilere Werte und das CGM scheint sich wieder einzupendeln.

Wichtig noch: Bislang habe ich überhaupt keine Probleme mit der Sensoreinstichstelle oder der Haut drumherum oder am Pflaster! Wenn das so bleibt, werde ich den Sensor weiterbenutzen, solange er verlässliche Werte anzeigt:)

Donnerstag, 6. Februar 2014

Versuch macht klug...

Manchmal habe ich einfach das Gefühl, ich müsste mal was neues ausprobieren. Neue Lebensmittel sind spannend, aber gestern wollte ich mal ne neue Katheterstelle versuchen. Lege die sonst immer an Bauch bis hoch zum Rippenbogen und Flanke, hab also gestern mal den Oberschenkel ausprobiert.
Dass das Insulin da langsamer wirken soll, hatte ich ja gehört, dass ich damit allerdings so auf die Nase falle, war eine Überraschung-.-
Ich hatte ein wenig Hemmung den Auslöser der Setzhilfe zu drücken, leider zwiebelte die Stelle im ersten Moment auch ganz ordentlich. Wurde aber schnell besser und eig gefiel mir das ziemlich gut!
Nach zwei Stunden wsr bloß leider mein BZ auf 180mg/dl gestiegen, vorher hatte ich herrliche 105. Hab noch ein wenig gewartet, hätte ja auch einfach am essen liegen können. Naja, leider war ich wenig später bei 260 und von der Wirkung der Korrektur war nix bemerkbar.
Ein wenig enttäuscht musste ich also das Projekt "Katheter am Oberschenkel" vorerst für gescheitert erklären. Aceton war zwar negativ aber bei solch einem Anstieg hab ich dann auch keinen Spaß mehr. Ich werde also weiterhin die volle Bauchfläche ausnutzen und vllt irgendwann der Versuch am Arm wiederholen;-)
Wie sind eure Erfahrungen mit den verschiedenen Katheterstellen?