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Mittwoch, 31. Januar 2018

Müll- Projekt #GreenDiabetics


Hallo zusammen!

Wer mir auf Instagram folgt, hat mitbekommen, dass ich im Januar beschlossen hatte, einen kompletten Monat lang meinen gesamten DiabetesMüll zu sammeln und am Ende auszuwerten.

Heute ist der 31. Januar und damit war es Zeit, den Pappkarton auszukippen und alles durchzusortieren, zu ordnen, zu wiegen und schlussendlich zu entsorgen.

Die Idee stammt nicht ursprünglich von mir, hier findet ihr die Beiträge von Lisa, Saskia, Lea und Kathy.  

Zudem findet ihr auf Instagram Fotos von @zucker_julchen, @angelinamontieri und @diasteffie

So, jetzt zu meinen Ergebnissen:

Das ganze Ausmaß des einen Monats....


Ich muss sagen, ich bin wirklich erschrocken, dass es so viel geworden ist! Ich war sehr streng beim sammeln, habe wirklich immer versucht, direkt alles in die Kiste zu werfen und nichts zu vergessen. Natürlich sind da auch Dinge bei, die nicht regulär jeden Monat anfallen (Libreverpackung nur, weil es Terminprobleme mit meinem Eversense gab, der Pumpenclip hält zum Glück ja auch länger als 4 Wochen....)

Folgende Dinge sind das bei mir gewesen:
- Katheterverpackung Medtronic Mio
- Reservoireverpackung Medtronic Veo
- Katheter
- Schläuche und Reservoire
- Aufziehstutzen und Nadel Reservoire
- Insulinampullen + Verpackungen
- Pennadeln + Verpackungen
- Batterien
- Teststreifen + Verpackungen
- Libresensorverpackungen
- Befestigungsmaterial Katheter
- EversenseSensor Klebepflaster und Pflasterfolien/ - papiere
- Versandmaterial
- Bedienungsanleitungen
- Verpackungen von Hypo- Snacks
- 1 gebrochener Pumpenclip


Eine lange Liste und ein großer Berg. Gewogen habe ich das ganze auch:

Gesamtgewicht: 1100g, bedeutet: 1,1 Kg! 
Das ganze unterteilt sich in 700g Müll, der im Restmüll oder Gelben Sack landet und damit einfach verbrannt wird bzw als Microplastik in der Umwelt landet.

400g Müll sind wirklich recyclebar, also Papiermüll oder Glas (Saftflasche). Bei der Mülltrennung ist hier zu beachten, dass viele "Papiere" (also zb. der Verschluss unten am Katheter) beschichtet sind und somit nicht in das Altpapier dürfen, sondern über den gelben Sack entsorgt werden müssen. Die Batterie geht natürlich zur Sammelstelle. 


Bildunterschrift hinzufügen
Ich habe das ganze aber auch nicht nur aus der Müllperspektive betrachtet. Das ganze gibt mir auch einen guten Überblick, was ich in einem Monat alles verbrauche... oder eben auch nicht.

Deutlich (!!!) zu wenig Pennadeln


Das meine Pumpe nur einen Batteriewechsel benötigt hat, ist prima. Das ist aber nur eine 6er- Lanzette für meine Stechhilfe gefunden habe (und diese war vllt auch schon seit Oktober im Gebrauch...?) ist alles andere als super. Auch die Anzahl der Pennadeln war viel zu gering, hier muss ich mir wirklich wieder den allabendlichen Wechsel angewöhnen.

Viele Katheter - und eine einsame Lanzette


Was ich schon befürchtet hatte, war die Anzahl an Kathetern. Ich habe letzten Monat versucht, diese an den Oberschenkeln zu tragen, leider mit vernichtendem Ergebnis. Nach spätestens 24 Stunden waren alle Stellen entzündet oder taten so unglaublich weh, dass ich wieder wechseln musste. Viel Müll, viele Nadelstiche. Also gehts jetzt wieder zurück zum Bauch, zum Rücken und zur Hüfte.

Was ich als Veränderung auch noch angegangen bin: Die Teststreifen. Es war bloße Faulheit, dass ich weiterhin die Precision von Abbott benutzt habe, auch wenn ich mein Libre ja gar nicht mehr nutze. Ich werden, sobald der Vorrat aufgebraucht ist, auf andere Teststreifen umsteigen, diese sind dann nicht alle einzeln verpackt.


 Vieles von diesem Müll lässt sich schlicht und ergreifend nicht vermeiden. Aber alleine, dass man sich die Menge plastisch vor Augen führt, lässt einen kleine Änderungsmöglichkeiten bemerken. Ich werde nicht durchgehend weiter meinen Müll sammeln, aber vielleicht kann ich den Januar eines jeden Jahres dazu benutzen, auf diesem Wege meine Therapie zu analysieren und zu überlegen, was ich verändern könnte. Besser kleine Schritte, als Stillstand!

Wenn ihr das auch mal testen mögt: Gerne! Wenn ihr es online teilen möchtet: Benutzt den Hashtag #greendiabetics

Sonntag, 24. Januar 2016

Wie lief denn nun eigentlich das Schwimm- Experiment?


Na, das lief tatsächlich ziemlich gut :)
Ich habe im Kühlschrank wirklich noch ein Packung Protaphane- Pens liegen gehabt, die auch ihr Haltbarkeitsdatum noch nicht überschritten hatten. Hab dann also die Pumpe abgekoppelt ( BZ hier 140mg/dl) und 4 Einheiten Basalinsulin gespritzt. Ich hatte mal in einer Schulung gelernt, 1 Einheit pro Stunde, wenn man die Pumpe nur kurz abkoppelt. Habe ich tatsächlich so gut wie noch nie genutzt, da ich in den jetzt 15 Jahren noch nie eine "Pumpenpause" machen wollte. Und auch am Strand etc war sie immer dabei.
Gut, da ich aber wusste, dass mein Insulinbedarf leider momentan recht hoch ist, habe ich den Bedarf auf 1,5 Einheiten hochgerechnet und dann mit 3 Stunden "Pumpenabstinenz" gerechnet. Was mir auch nicht mehr in Erinnerung war, ist die Tatsache, dass meine Basalpens nur ganze Einheiten abgeben können. Deshalb abgerundet auf 4 Einheiten.

Am Schwimmbad angekommen musste wir dann angesichts der Preise ein wenig schlucken, 12 Euro für nur ein bisschen Bahnen ziehen war uns dann doch deutlich zu viel. Die Lösung bot der "Sport- Tarif", Kosten 5 Euro für 60 Minuten. Auch happig, aber gut, dann beeilen wir uns eben.

Gestartet bin ich dann mit dem Zucker von 130mg/dl und wir haben knapp 35 Minuten brav unser Sportprogramm gemacht ;) Dann ging aber die Welle nebenan los und das konnten wir uns ja nicht entgehen lassen. Danach noch einmal schnell die Rutsche testen (Viiiel zu langsam!!!) und dann schnell wieder in die Umkleide um die Zeit nicht zu überziehen.

Zucker war stabil bei 110 laut Libre, passt! Zuhause die Pumpe wieder dran und erstmal schön Kaffee kochen. Insgesamt war die Pumpe also nur knapp 90 Minuten ab, allerdings hat das bei mir schon häufig für nen sportlich- hohen 300er Wert gesorgt.

Nach dem Essen im Anschluss hatte ich allerdings doch ne leichte Hypo, ich hatte beim Pumpe ankoppeln vergessen, dass das Protaphane ja noch wirkte. Ansonsten lief es aber relativ perfekt!

Vielleicht sollte ich mir also auch bei kleinen "Unternehmungen" mal wieder mehr Gedanken machen und nicht einfach nur reagieren...

Blöd nur, dass ich den Basalpen jetzt vermutlich wieder komplett voll entsorgen kann. Es müsste kleine Mini- Flaschen mit nur wenigen Einheiten drin geben... weil so ist das jetzt leider echt Verschwendung. Aber eine richtige andere Idee habe ich da jetzt auch nicht für. Und ne Pumpenpause, nur um das Basalinsulin aufzubrauchen, also ne, wirklich nicht!





Samstag, 23. Januar 2016

Spontan schwimmen


So, endlich Wochenende. Und tatsächlich habe ich für heute mal einen Plan der nicht aus "auf der Couch liegen" und "shoppen" besteht :)

Ich bin mit meiner Schwester zum schwimmen verabredet. Während meines Studiums war ich oft schwimmen, einfach weil das eine der Sportarten ist, die ich noch relativ gerne mache.... -.- Sportmuffel und so....

Das letzte mal ist also tatsächlich lange her, und damals habe ich mir um meinen Blutzucker auch immer nur ziemlich wenig Gedanken gemacht.
Für heute hätte ich eigentlich gerne einen besseren Plan. Ich wollte deshalb hier kurz meine Überlegungen festhalten und danach dann von den Ergebnissen berichten :)

1. Libre: Ist eh abgeklebt mit KinesioTape, soll ja auch ne Weile wasserfest sein. Sollte also klappen.
2. Pumpe: Abkoppeln und zu Hause lassen oder beim Bademeister abgeben? Ich würde aktuell zu "zuhauselassen" tendieren... allerdings weiß ich noch nicht, ob wir nach dem Schwimmen nicht vllt noch irgendwo anders hin fahren... hm... ich denke ich lasse sie hier. Da ich auf das wegfallen der BAsalrate meist ziemlich schnell mit hohen Werten und Ketonen reagiere, werd ich mal gucken ob ich noch nen Basalpen im Kühlschrank habe... und ob der noch haltbar ist. Dann gäbs darüber ne kleine Dosis. Ansonsten habe ich eh Einmalspritzen mit und werde das über engmaschige Korrekturen machen. Immer vor Augen allerdings, dass ich Sport auch so gar nicht mehr gewöhnt bin und deshalb den Zielwert etwas höher ansetzen werde.
4. Essen. Muss mal überprüfen ob ich noch Traubenzucker da habe. Aber irgendwas wird sich finden lassen was man mitnehmen kann ;) Ich bin da nicht so der Top- vorbereitete Vorzeigediabetiker. Wenn ich ne Hypo habe, merke ich das so früh, dass ich auch dann noch Zeit habe, im Auto nach Saft zu kramen oder so (Natürlich nicht während der Fahrt!)
5. Katheter: Kein Ding, bleibt liegen und falls er abfällt gibts nen neuen. Pumpe bleibt ja eh daheim.

Okay, dann werde ich mal schnell alles zusammensuchen, in zwanzig Minuten muss ich da sein, und bislang ist noch nix gepackt. Also erzähl mir keiner als Diabetiker ist man nicht spontan! Da kann man sogar noch schnell nen  Blogpost raushauen bevor es losgeht :)

Ich tauch dann mal ab!

Samstag, 14. März 2015

Im alten Kinderzimmer...


Puh, irgendwie ist momentan eine spannende Zeit! Endlich wieder ein eigenes Auto, einen richtigen Job (wenn auch zeitlich unbestimmt), aus dem Wohnheim ausgezogen und wieder bei meinen Eltern eingezogen (dies ist eine Folge des eventuell sehr kurzzeitigen Jobs) und heute ist mein kleiner Bruder von zuhause ausgezogen.
Und ich konnte somit mein altes Kinderzimmer wieder beziehen! Da sich mein sämtliches Hab und Gut in Kisten verteilt auf dem gesamten Grundstück befindet, ist es noch recht karg. Aber eigentlich soll das "Hotel Mama und Papa" ja auch nur eine kurzzeitige und vorübergehende Lösung sein.
Wobei ich zugeben muss, dass Vollpension mit Wäscheservice schon ganz angenehm ist :D Aber dafür gibt man eben auch ein Stück Unabhängigkeit auf.

Mein Job ist nach wie vor unglaublich spannend! Ich arbeite wirklich richtig gerne in der Flüchtlingsunterkunft und habe jeden Tag wirklich tolle Erlebnisse! Leider mag mein Blutzucker diese ganze Aufregung nicht so, ich musste die Faktoren und die Basalrate ganz schön erhöhen. Aber immerhin kann ich somit die extremen Ausreißer mittlerweile ganz gut vermeiden.
Am Wochenende allerdings stolpere ich dann von einer Hypo in die nächste. Scheinbar benötige ich also tatsächlich mal wieder eine zweite Basalrate. Ich hab da auch früher schon häufiger mit experimentiert, allerdings mit mäßigem Erfolg. Was jedoch meistens daran lag, dass ich am Wochenende vergessen hab, die Pumpe rechtzeitig umzustellen. Das wäre mal eine Funktion, die meine Zukunfts- Wunsch- Pumpe haben sollte ;) Wie sieht das bei euch aus, nutzt ihr mehrere Basalraten?

Mittwoch, 26. November 2014

Wie fühlt sich das eigentlich an, Diabetes zu haben?

Eines meiner wichtigsten und liebsten Online- Lesezeichen, ist auf den Open-Blog der Dedoc verlinkt. Und hierbei bin ich letztens auf einen Artikel gestoßen, den ich doch so interessant fand, dass ich dazu doch unbedingt auch meine SIcht der Dinge darstellen wollte.

Unter http://kindermittyp1diabetes.wordpress.com/2014/11/23/wie-fuhlt-sich-das-an-diabetes-zu-haben/ schreibt Heike darüber, dass sie es schwierig findet, dass sie nicht 1:1 nachvollziehen kann, wie es sich für Ihren Sohn Phil anfühlt, Diabetiker zu sein. Um dies besser nachzufühlen, hat sie eine befreundete Diabetikerin zu Ihren Empfindungen diesbezüglich befragt.

Den Artikel und die Antworten könnt ihr lesen, wenn Ihr dem Link oben folgt, mir ist beim Lesen jedoch bewusst geworden, wie unterschiedlich jeder von uns seine Krankheit und seinen Alltag erlebt.

Deshalb habe ich Heike angeschrieben und sie gebeten, dieses Thema auch auf meinem Blog bearbeiten zu dürfen:)

Hier also meine Antworten dazu, wie es sich anfühlt, mit Diabetes zu leben:

1. Spürst Du einen BZ-Anstieg durch das Essen und spürst dann wenn Du Dir Insulin gespritzt hast, wie es besser wird, oder wirkt?

Nein, den normalen Anstieg des BZ und die Wirkung des Insulins merke ich nicht. Jedoch spüre ich hohe Werte aktuell so ab 220mg/dl und fühle mich dann unwohl, in Extremfällen wie einer Keto habe ich aber auch das Gefühl, die Wirkung des Insulins zu spüren.

2. Wenn Du sehr viele Einheiten spritzen musst, tut es Dir weh oder brennt es bei der  Insulinabgabe?

Ich trage eine Insulinpumpe, die Veo gibt das Insulin ja im Vergleich zu anderen Pumpen auch sehr langsam ab. Da merke ich meistens nichts von. Manchmal jedoch, wenn der Katheter "fies" ist, brennt oder zwickt es ein wenig bei der Bolusabgabe. Meistens ist das auch ein Zeichen, dass der Katheter nicht mehr lange durchhält und ich bald wechseln muss.

3. Wie fühlt man sich als Diabetiker? Hast du im Alltag das Gefühl, dass es Dich einschränkt, fühlst Du dich krank?

Ich war sieben als meine Eltern feststellten, dass etwas nicht stimmt. Ich habe also auch kaum eine Erinnerung an das Leben vorher. Ich hatte eigentlich nie das Gefühl, dass ich krank bin, allerdings habe ich es vor anderthalb Jahren endlich geschafft, meinen Hba1c von knapp 8,5 auf 7,.... zu senken. Und erst da hatte ich einen Vergleich! Auf einmal ging es mir viel besser, ich habe mich viel fitter gefühlt! Vorher war mir nicht bewusst, dass es mir nicht gut ging. Liegt wohl einfach daran, dass der Körper sich an alles gewöhnt.
Hypos finde ich an sich gar nicht schlimm. Ich habe leider ziemlich oft Untzerzuckerungen im Moment, 2-5 mal am Tg. Zum Glück merke ich das ab Werten 65mg/dl und kann dann gut reagieren. Allerdings sind auch Werte um die 40 keine Seltenheit. Ich bin da aber auch schnell wieder fit nach, 3 Stück Traubenzucker und direkt weiter. Im Alltag habe ich auch oft keine Zeit und Lust, da lamnge drauf Rücksicht zu nehmen. Störender finde ich dann doch hohe Werte, ständig auf die Toilette zu müssen ist je nach Situation extrem nervig :( Zudem mache ich mir dann die ganze Zeit Gedanken, wie lange es wohl dauert, bis der Wert wieder im Normalbereich ist.

5. Wovor hast bei Dir selbst am meisten Angst was den Diabetes betrifft?

Die meiste Angst habe ich vor Folgeerkrankungen, besonders alles was die Augen und Nieren betrifft. Ich finde einfach diese ständige "Drohung" der ganzen Spätschäden sehr erdrückend, gerade wenn es mal eine Zeitlang mit den Werten nicht so gut läuft.
Angst vor Hypos oder Hypers habe ich eigentlich gar nicht. In fast 19 Jahren habe ich da nicht eine wirklich schlechte Erfahrung gemacht.

7. Wo fühlst Du Dich am meisten eingeschränkt?

Am meisten eingeschränkt fühle ich mich durch die zusätzlichen Aufgaben. Ich muss mich um Arzttermine, um Rezepte, Bestellungen kümmern. Ich muss imemr alles dabei haben, was ich unterwegs brauchen könnte, selbst wenn es nur ein bisschen Traubenzucker für den kurzen Spaziergang ist.
Und natürlich nervt es auch ungemein, wenn ich mal wieder eine Nacht nicht schlafen konnte, weil ich zB alle zwei Stunden essen musste oder mehrmals kontrollieren und korrigieren. Das sind Momente, in denen es mich ärgert, allerdings wegen so Kleinigkeiten auch keine Sonderbehandlung bekommen!





Freitag, 31. Oktober 2014

That`s life

Dieser Moment, wenn du die dritte Nacht in Folge zur selben Uhrzeit von einer Hypo geweckt wirst und dein erster Gedanke ist:
"Mist, ich hab immer noch nicht die Basalrate geändert" -.-
Nach zwei O-Saft dann die Änderungen eingespeichert, vielleicht klappt`s ja :D

Donnerstag, 25. September 2014

Diabetes- Blog- Woche Dienstag - Bilder von Unterwegs

Diabetes Snapshots

Wie sieht Dein Leben als Diabetiker aus? Was machst Du den ganzen Tag, was ist gleich und wo gibt es Unterschiede? Welche Gadgets hast Du dabei? Gibt es Dinge auf die Du nicht verzichten willst oder kannst? Zeige es uns, mit Deinen Fotos.

Wie schon geschrieben, bin ich die letzten Tage mit dem Rad unterwegs gewesen. Gerade eben bin ich nach ziemlich anstrengenden 85km in Koblenz angekommrn, aufgrund des Wetters bin ich da auch einfach froh drüber. Trotz dem Stress heute, die Kilometer runterzuspulen, hab ich versucht meinen Diabrtesalltag in Bildern festzuhalten:).
So, Start war heute morgen bei fiesem Nebel in Zell an der Mosel. Nach dem Frühstück ging's los. Auf dem Plan stand, die Strecke bis Koblenz zu schaffen

Nach den ersten knapp 40km musste ich bei nem Wert von 65 ml ein bisschen was zufüttern. Ansonsten esse ich unterwegs nur ungern, mit vollem Magen bin ich nicht so fit. Lief aber soweit ganz gut bis hierhin. Wetter war mittlerweile auch sehr schön!

Hier befinde ich mich knapp 20 Kilometer vor Koblenz, ca 65 km bin ich also gefahren. Ab dann hab ich Flüssigbetankung betrieben, die Müsliriegel und Pumpe auf Stop konnten es auch nicht mehr reißen. Langsam war ich auch echt fertig...

Vorteil von engen Radhosen übrigens: Man kann die Pumpe einfach in die Hose stecken:P. Rausfallen tut sie nicht! 

Ankunft nach 85km am Deutschen Eck in Koblenz. Hier wieder mit einem Wert von 210, also fast wie am Start;) Hätte die Pumpe doch etwas eher wieder anschalten sollen. 

War wirklich ne super Tour, jetzt ne Dusche und dann gibt's vermutlich ne schöne Portion Fastfood;) So besonders Diabetes- lastig waren meine Bilder gar nicht, aber ich mach da auf solchen Reisen auch nicht viel. Temporäre Basalrate bisschen runter, meist esse ich aber dafür unterwegs auch für "umsonst";) 

Samstag, 9. August 2014

Bye bye Humalog

So, nachdem ich ja nun letztes mal schon von meinem Frust mit den nicht sinkenden Werten kurz berichtet habe, hat sich das leider die ganze nächste Woche so durchgezogen.
Ich hab jeden Tag mindestens einmal den Katheter und das ganze Zeug gewechselt, hab mit Pen und Spritze den Bolus gegeben... Alles half nix! Solange ich nichts gegessen hab war alles super, aber wehe wenn doch! Das verleidet einem echt alles, ich hab am Donnerstag schon nurnoch Gemüse zum Abendbrot gegessen. Und ich bin leider eig überhaupt kein Gemüsefan;)

Als Test habe ich dann am nächsten Morgen meinen Bolus und Korrektur abgegeben und dann einfach mal abgewartet, wie lange es dauert bis das Humalog wirkt. So als Spritz-Ess- Abstand quasi. Naja, dank Sensor könnte ich erkennen, dass nach ungefähr 70Minuten die erste leise Wirkung eintrat. O.o Super, das erklärt einiges.

Hab dann direkt nen "Notfalltermin" bei meiner Diabetesberaterin gemacht und durfte am nächsten Morgen auch direkt hin.
Erst kamen halt so die üblichen Anweisungen ("Katheter neu, neue Ampullr Insulin verwendet, werden sie krank? Essen sie anders? etc")
Naja und dann kam der Vorschlag, Metformin dazuzunehmen. Metformin erhalten ja in der Regel Typ 2er, aber auch bei übergewichtigen Typ 1ern soll es die Insulinsensibilität verbessern.

Urgh. Im ersten Moment war das wie ein Schlag in dir Magengrube. Ich weiß ja, dass ich zu viel auf die Waage bringe, aber ich hab dir letzten Wochen sogar ein wenig abgenommen und hatte auch schon 10kg mehr... Und warum fällt meinen Körper denn so plötzlich auf, dass er auf das Bolusinsulin nicht mehr reagieren will??

Ich hatte ja eine andere Theorie. Und die hab ich dann auch ganz gezielt angesprochen.
Ich spritze seit über 15 Jahren Humalog. Vielleicht ist hier ja der Übeltäter zu suchen. Mir kam es eben komisch vor, dass die Basalversorgung ja scheinbar passt und eher auf einem niedrigen Stand ist.
Ich bestand also darauf, ein anderes Insulin auszuprobieren. Mittlerweile gibt es ja schließlich neben Humalog auch noch NovoRapid und Apidra.

Und meine Beraterin war damit einverstanden es erstmal so zu probieren. Sie gab nur zwei Ampullen Apidra mit und ich sollte das Humalog einfach 1:1 ersetzen.

Einen Termin beim Doc um den Einsatz von Metformin zu besprechen, gab sie mir trotzdem:)

Naja und was soll ich sagen: Ich hab jetzt seit 24 Stunden das Apidra in meiner Pumpe und kann es kaum glauben! Wenn ich korrigieren muss, klappt das auf einmal wieder und nach dem Essen hab ich traumhafte pp-Werte von maximal 140mg/dl bislang! Und insgesamt ist alles viel stabiler, ich hab weniger Hypos und keine Raketenartigen Anstiege mehr! Ich kann es ja noch kaum glauben, dass es echt so einfach gewesen sein soll. Hoffentlich war das wirklich die Lösung, aber erstmal freue ich mich:)

Und eins hab ich gelernt: Manchmal ist die eigene Intuition einfach richtig, nur ich kann genau feststellen, was sich verändert. Und dann muss man manchmal auch auf seinem Standpunkt beharren! Wobei ich da bei meiner Beraterin echt Glück habe, ich glaub sie ist da schon auch sehr offen:)

So, das Wochenende werde ich bei meinen Eltern auf ner Geburtstagsfeier sein. Es gibt Kuchen und wir grillen. Mal gucken was das Apidra dazu sagt :D

Schönes Wochenende euch!

Samstag, 2. August 2014

Migräne durch Hypos ?

Hallo zusammen!

Aktuell nehme ich an einer Studie teil (und zwar bei diesem Institut: https://www.profil-forschung.de/). Ich hatte mich da vor bestimmt über nem Jahr auf den Tipp einer Freundin hin als Probantin beworben. Vor allem aus dem Grund, dass man da für die verschiedenen Studien ganz gut recht schnell Geld verdienen kann ;) Armer Student und so halt...

Naja im Frühjahr haben die sich dann tatsächlich bei mir gemeldet und eine sehr nette Dame erklärte mir die Studie, für die ich in Frage käme. Ich hatte dann kurz darauf ein "Vorstellungsgespräch" mit Untersuchung und bekam alles erklärt.

Naja und nun bin ich seit knapp 3 Wochen Probantin:)
Ich möchte in diesem Post eig gar nicht über "meine" Studie an sich schreiben, sondern nur über ein Erlebnis, dass ich während meines Aufenthalts in dem Studieninstitut hatte.

Also, zu meiner Teilnahme gehört es, dass ich über einen Zeitraum mehrere Termine in Neuss habe, unterschiedliche Zeiträume, aber immer so 8-24 Stunden. Letzte Woche also 24h und ich bin schon am Abend vorher angereist, da von Münster aus die Zugverbindung und die Fahrtzeit sonst sehr nervig sind.
Hab also dort schön mein Zimmer bezogen und dann: Hab ich doch tatsächlich die ganze Nacht mit essen verbracht! Ich bin geschlagene 2 Stunden nicht aus der Hypo rausgekommen, immer so Werte um 50- 70 und dabei fiese Hyposymptome. Naja, ich wurde dort ja sehr nett mit Saft und Bärchenkeksen :) versorgt, allerdings war mir nach fast 10 KE auch langsam aber sicher schlecht. Pumpe war natürlich schon aus! Ich konnte es mir wirklich nicht erklären!

Ich hab die Nacht über insgesamt 14 KE vernichtet und bin mit einem Wert von 48 aufgewacht -.-
Gut, den Tag über bekam ich dann für die Studie alle 15 Minuten über einen Zugang Blut abgenommen, hier war auch recht schnell klar, dass ich heute scheinbar besonders Insulinempfindlich bin.

Eigentlich stören mich Unterzuckerungen ja gar nicht so sehr, ich esse schnell was und gut ist. An diesem Tag durfte ich aber leider nicht essen wie ich wollte sondern musste mit den Hauptmahlzeiten warten, bis der Studienplan das erlaubte.
Ich tippe deshalb auch, dass es mir auch so schlecht ging, weil ich einfach Hunger hatte. Mir ist nämlich aufgefallen, dass ich verschiedene Hypos habe.

Wenn ich z.B. eine Hypo aufgrund von viel Sport oder zu viel Insulin habe, dann geht der Blutzucker relativ schnell in dern Keller, ich merke die Hypo aber auch so bei 65 mg/dl. Da geht es mir aber nicht richtig schlecht, ich werde irgendwann ein wenig albern und hab so ein komisches Gefühl überall. Kann ich leider nicht anders beschreiben. Das sind die Hypos, die ich relativ oft habe und die mich nicht weiter belasten.

Dann gibt es da aber noch die "anderen Hypos". Da fühle ich mich auf einmal total schwach und im Kopf erst ganz leicht und wabbelig. Und ich habe Hunger, aber gleichzeitig ist mir irgendwie schlecht und ich will nichts essen. Wenn das schlimmer wird krieg ich auch Kopfschmerzen.
Wenn ich dann meinen Blutzucker messe, habe ich meistens Werte so um die 70-80mg/dl, also eigentlich noch gar nicht so akut niedrig.
Diese Symptome habe ich vor allem dann, wenn ich über längere Zeit nichts gegessen habe (was zugegebener Maßen nicht sehr oft vorkommt-.-) Diese Hypos finde ich extremst unangenehm und da leide ich richtig drunter!

Leider waren die Symptome letzte Woche allerdings genau zweiterer Natur und es ging mir eher schlecht. Aber da ich eig eher eine Frohnatur bin, lass ich mir doch durch ein bisschen Hunger nicht den Tag versauen!

Naja soweit so gut, Abends durfte ich ja dann auch was richtiges essen, Fisch mit Reis und ein paar Bröckchen Gemüse:).
Gegen 21 Uhr wurden allerdings die bislang sehr leichten Kopfschmerzen immer schlimmer. Ich hab sonst nie Kopfschmerzen und hab erstmal nach nem kalten Lappen für die Stirn gefragt. Gabs dann auch, half aber leider gar nicht.
Kopfschmerzen wurden immer schlimmer, ich konnte mich bald gar nicht mehr bewegen, dann hatte ich das Gefühl mein Kopf explodiert! Und ich konnte weder Licht noch Geräusche ertragen! Ich lag im dunklen Zimmer mit nem doppelt gefalteten Handtuch über den Augen und trotzdem tat das Licht was unter der Tür durchfiel, höllisch weh!

Als Übelkeit dazukam, hab ich endlich 2 ordentliche Tabletten bekommen und nach 2 Stunden wurde es langsam besser. Ich hab mich danach einfach nur unglaublich fertig gefühlt und nur noch geschlafen.

Ich weiß ja jetzt nicht, ob das wirklich Migräne war, aber dann hab ich in Zukunft wirklich mehr Mitleid mit allen, die regelmäßig unter solchen Schmerzen leiden!
Meine Ärztin und ich tippten darauf, dass es eben von dem Stress durch den Schlafmangel und vor allem den über Stunden zu tiefen Werten kam. Akut war das alles nicht so schlimm aber da es den ganzen Tag so ging, war das vermutlich einfach zu viel.

Jetzt mache ich mir ja schon ein wenig Gedanken darüber, bislang hab ich Hypos immer sehr auf die leichte Schulter genommen. Ich hatte da ja nie schlimme Erfahrungen mit, hab in 18 Jahren nie Fremdhilfe benötigt und hab mich da nie hilflos gefühlt. Aber scheinbar ist das doch größerer Stress für den Körper, als man so meint.

 Kurze Fußnote: Leider sind meine Posts momentan alle ohne Bebilderung da ich aktuell keine zufriedenstellende Lösung habe, um Fotos zu knipsen und an meinen PC weiterzuleiten. Die Kamera an meinem Smartphone ist leider so verkratzt, die Bilder möchte ich niemandem weiter zumuten;)  Ich werde die Beiträge dann im Zweifel noch nachbearbeiten, solange hoffe ich, reicht euch auch der Text:)

LG! 

Freitag, 1. August 2014

Update

Okay, lange Zeit war es hier ja jetzt verdächtig ruhig. Ich hatte irgendwie den Kopf zu voll und zu wenig Motivation um was zu schreiben, aber hier jetzt ein Update was sich so bei mir getan hat:

- mein Praxissemester ist vorbei und ich schreibe eher wenig motiviert an meiner Bachlorarbeit. Zeit ist bis Mitte September aber ich krieg jetzt schon Panik! Andererseits MUSS mein Studium jetzt auch mal zu Ende gehen, ich hab keine Lust mehr

- Die beste, tollste Nachricht: Ich nehme an einer Studie teil und teste einen neuen Glucosesensor!

- In Anlehnung an den obrigen Punkt: Mein Enlite- Sensor liegt ungenutzt in der Ecke. Nach dem letzten Post im März ging mir das Teil irgendwann nur noch auf den Keks, keine Nacht ruhig durchschlafen, ständig ungenaue Ergebnisse und kleben wollte er auch selten so lange wie er sollte! Am Anfang war ich ja echt noch begeistert, dann war ich zunehmend nur noch genervt. Der erste Sensor lief ja tatsächlich 21 Tage am Stück mit perfekter Genauigkeit, alle anderen danach haben so gerade Ihre 5 Tage geschafft, bevor sie über den Jordan gingen. Da ich ja potentieller Selbstzahler bin, keine wirklich schöne Sache:(
Leider haben alle weiteren Sensoren auch nicht die Genauigkeit des ersten Erreicht, ich hab am Ende wieder viel mehr gemessen, einzig um den Sensor zu kontrollieren. Und dass ist ja leider auch nicht Sinn der Sache...

- Ich war beim Camp D dabei! Eigentlich bin ich ja schon knapp über der Altersgrenze, aber es war einfach unglaublich toll! Auch hierzu werde ich versuchen, einen einzelnen Post nachzureichen!

- Aktueller HbA1c: 7,1
Tja, geplant war ja endlich mal die 6 vor dem Komma zu sehen, aber immerhin ist er quasi gleich gut geblieben:) Mein Diabetologe sprach sogar schon von "Luxusproblemen" :D Das ich an diesen Punkt mal komme, hätte ich vor knapp einem Jahr NIE für möglich gehalten!

- Aktuell bin ich was meine Werte angeht ein wenig durcheinander. Ich habe seit letzten Montag nur noch niedrige Werte und senke jetzt die Basalrate schon jeden Tag ab weil ich einfach ständig in ne Hypo komme. Bisschen sehr nervig, vor allem da ich nicht weiß, woher das so plötzlich kommt! Ich hab den Verdacht, dass es zyklusbedingt sein könnte, allerdings habe ich hierbei noch kein richtiges Schema entdecken können. So erfreue ich mich erst einmal an den guten Werten und versuche, die Anzahl der Hypos so gering wie möglich zu halten.

Gut, zu einigen der Themen plane ich auch ausführlich noch etwas zu schreiben, mal sehen ob ich diesen Plan auch tatsächlich umsetze;)

Freitag, 7. März 2014

Die Gummibärchenvernichtungsmaschiene


Also in letzter Zeit läuft es eigentlich blutzuckermäßig gar nicht schlecht! Ich lese brav alle paar Tage meine Pumpe aus, interpretiere die Daten, welche mit Pumpe, CGM und BZ- Messgerät zusammensammeln und passe dann meist auch wenigstens ein bisschen was an meiner Einstellung an.
Dadurch hab ich glaub ich mittlerweile die am besten passende Basalrate die je durch meine Pumpe geflossen ist!
Dennoch bleiben so kleine Schwierigkeiten.

Zum Beispiel kämpfe ich immer noch vormittags während der Arbeit mit Werten, die mir zum richtigen Reinpowern eigentlich zu niedrig sind! Mitten in einem Beratungsgespräch ne Tüte Gummibärchen verdrücken (die kleinen a 1 KE natürlich!) kommt irgendwie nicht so richtig gut, zudem stört und behindert der tiefe Wert bzw auch das ständige vibrieren meiner Pumpe dann meine Konzentration!
Also hab ich die Basalrate um diese Uhrzeit mittlerweile auf für mich wirklich niedrige 0,6 bis 0,8 Einheiten pro Stunde gesetzt, vorher liefen da so 1,8 oder so... (bin ja generell eher ein Insulin- Großverbraucher...)
Ich weiß noch nicht genau, wie ich das handhaben soll, einerseits möchte ich natürlich möglichst tiefe Werte am Zielbereich haben (naja, so 120mg/dl), andererseits verringert das natürlich den Sicherheitsabstand zur Hypo. (Momentan krebse ich zu der Uhrzeit aber eher so bei 80mg/dl rum und muss nebenbei essen.) Also, da ist noch was zu tun!
Ein zweites Problem folgt auf dem Fuße, nämlich das Mittagessen. Ich hab aktuell Mittags den höchsten KE- Faktor des Tages, was ja eigentlich nicht gerade normal ist. Aber ich kämpfe trotzdem mit PP- Werten (also Werte nach dem Essen) bis 270mg/dl! Meist reguliert sich der Wert von ganz alleine wieder in den Zielbereich, das spricht also eher für einen fehlenden Spritz-Ess- Abstand. Nur ist gerade dieser beim Essen während der Arbeit total schwer umsetzbar... Wir machen nicht jeden Tag gleich mittag, und teilweise sehr spontan. Zudem ist der Wert vor dem Essen noch niedrig, also auch nix mit Ess- Abstand und so... Mal schauen wie ich dieses Problem löse.

Leider in letzter Zeit auch immer mal wieder gesehen: Hypo- Abschaltung wegen niedrigem Sensor- Wert:) Witzig weil mega penetranter Alarmton!

Generell ist mir allerdings aufgefallen, dass ich momentan unglaublich häufig Hypos habe:( Bestimmt so 3 am Tag, ich rechne da jetzt allerdings Werte <70mg/dl rein. Und Nachts auch immer mal wieder, die sind natürlich besonders nervig.
Da mein CGM mich ja warnt, komme ich nicht mehr so richtig tief, wenn ich allerdings jedes mal was esse, wenn es vibriert und piep, dann Mahlzeit!
Vermutlich reduziere ich einfach zu zaghaft aber wie Ihr ja wisst, hasse ich hohe Werte! Das lässt mich immer noch total unruhig werden und ich zweifle dann direkt an meiner ganzen Therapie. Andererseits geht mir das ständige "Hypo- sein" mittlerweile wirklich auf den Keks (haha, der war gut!;)), zudem fühlen sich alle Hypos momentan viel schlimmer an, als früher. Ich bin mittlerweile einfach an bessere Werte gewöhnt, und jede Abweichung nach oben oder unten, macht mir schon zu schaffen. Das war anders als meine Werte quasi willkürlich von 25 nach "HI" zu springen schienen! Damals hab ich da nur selten was von gemerkt, also von den Schwankungen. Wenn momentan mein Zucker abfällt, merke ich das meistens schon, bevor meine Pumpe mich warnt. Hypos habe ich ja immer sehr zuverlässig bemerkt, die wirklich niedrigen Werte waren Ausnahmen oder so Fälle wie "keine Zeit/ Bock jetzt was zu essen". Jetzt fühl ich mich bei Werten von knapp 70mg/dl schon niedrig, nicht richtig schlimm aber doch schon erste Hyposymptome. Und gerade jetzt merke ich, dass es wieder in den Keller geht, Pumpe meldet "Rate fallend". Aktuell der Wert so bei 126, aber da es mit zwei Pfeilen weiter nach unten geht, werde ich wohl was essen müssen. Yummi!

Ausbeute einer Nacht -.-

Aber gut, das sind schließlich alles Dinge, die ich in den Griff bekommen kann, sie erfordern nur eben ein wenig Arbeit. Und danach muss ich mich mit dem Thema Sport nochmal beschäftigen, das klappt leider (trotz Blous- und Basalratenabsenkung!) immer nur mit ausreichend Essen in der Tasche-.-

In diesem Sinne: Lasst es euch schmecken!




Sonntag, 2. März 2014

Genau, genauer, Enlitesensor:)

Jeah, guckt euch mal das Foto an! Und das ist heute schon das zweite mal! Ich bin super zufrieden mit meinem Sensor, seit dem zweiten Tag läuft er absolut genau. Jetzt noch testen wie lange er durchhält. Ist ja erst Tag 5... Aber ich freu mich trotzdem:D Selbst wenn es vllt reines Glück ist...

Samstag, 1. März 2014

Warum Geduld sich auszahlt

So, kleines Update was die letzte Zeit so los war:)

1. Nach 18 Tagen hat mein Sensor leider nicht mehr wirklich genaue Werte angezeigt. Auf Schwankungen hat er gar nicht oder nur seeehr verzögert reagiert. Nun ja, aber mit der Lebenszeit war ich jetzt wirklich zufrieden, also darf er raus und schnell ist ein neuer gelegt.
Das Legen des Sensors ist noch alles andere als Routine, ich saß bei meinem zweiten Sensor also mit der Bedienungsanleitung in der Hand da, während ich den Knopf der Setzhilfe ausgelöst habe:)
Durch eine kleine Unachtsamkeit habe ich dann die erste Kalibrierung mit einem instabilen Wert durchgeführt. Deshalb musste ich den Transmitter am zweiten Tag schon wieder abkoppeln und durch einen Ladevorgang reseten, damit die Werte auch mal zu meinem tatsächlichen Blutzucker passen.
Von diesem Sensor war ich leider trotzdem die ersten 2,5 Tage enttäuscht, die Werte passten einfach nicht! Aber da jeder einzelne mich ja schließlich ne ganze Stange Geld kostet, war ich einfach zu geizig, um einfach nen neuen zu legen. Und siehe da: Geduld zahlt sich eben aus. Heute ist Tag 5 und das CGM zeigt wieder super exakt meinen Blutzuckerverlauf an! Ich liebe es! Hoffentlich schafft er auch wieder so viele Tage!

2. Um zu meinem Praktikum zu kommen, muss ich jeden Morgen 1,5 Stunden Bus fahren. Super ätzend! Also bin ich diese Woche an drei Tagen mit dem Rad gefahren. Pro Strecke sind das knapp 20km und ich bin ungefähr 65 Minuten unterwegs. Vorteil ist, dass ich ein wenig länger schlafen kann, viel frische Luft bekomme und mein Frühstück nicht mal zu 50% bolen muss.
Schwieriger wird es allerdings beim Rückweg. Da mein Arbeitsende nie so genau vorhersehbar ist, kann ich da mit ner Basalratensenkung nicht viel machen. So stopfe ich mir meistens vorher 3 KE rein, stopppe die Pumpe und mache mich auf den Weg. Leider musste ich bislang immer noch was nachessen, das versaut mir natürlich die Zeit:)  Einmal war ein Stop an einer Tankstelle nötig um Saft zu kaufen, mir waren schlicht die Gummibärchen ausgegangen:D

3. Aktuell bin ich super zufrieden mit meinen Werten! Es ist so ein tolles Gefühl, sich dem ganzen nicht mehr ausgeliefert zu fühlen, sondern die Zügel in der Hand zu haben. Ich muss unbedingt nochmal nen Post zu meiner neuen "Kopfeinstellung" schreiben, schließlich war dass der eigentliche Anlass für diesen Blog! Aber erstmal eben nur soviel, dass ich echt zufrieden bin. Aktuell sogar ziemlich viele Hypos, was natürlich nicht gut ist, aber für mich leichter zu ertragen als ständig hohe Werte. Ich bin so gespannt auf den nächsten HbA1c! Aber darauf muss ich noch knapp 3 Wochen warten...

Sonntag, 16. Februar 2014

Erste Erfahrungen mit dem CGM

Hallo zusammen!

Bin gerade von einem wirklich tollen Wochenende mit meinen Freunden zurückgekehrt und dachte mir, ich nutze meine Zeit mal, um von meinen ersten Eindrücken mit meinem neuen CGM zu berichten:)

Der Sensor läuft heute den 11. Tag und bislang bin ich wirklich sehr zufrieden!
Aber einfach mal der Reihe nach und ganz chronologisch:

1. Tag
Anlegen des Sensors mit Hilfe der Vetreterin von Medtronic. Die erste Nacht zeigte meine Pumpe mit eine konstante Linie bei 120mg/dl an, die Werte mit dem BZ- Messgerät lagen leider deutlich höher. Erste Unruhe macht sich breit, ob der Sensor vllt nicht richtig läuft.

2. Tag
Nach dem kalibrieren am Morgen sind die Werte so, wie mein Messegrät sie mir bestätigt. Ich misstraue dem Sensor allerdings noch, im laufe des Tages werde ich allerdings entspannter und die angezeigten Werte auch immer genauer.
Auf der Arbeit nerven mich leider die Alarme, einmal schaltet die Pumpe sich mit lautem Getöse ganz ab, nachdem ich scheinbar die Vibration nicht mitbekommen habe und der Hypoalarm für mich falsch eingestellt ist

3. Tag
Abends die Grenzwerte verändert, leider im Laufe des Tages nochmal Hypoabschaltung aktiv. Ich werde allerdings deutlich besser darin, den Timelag (also das zeitliche "hinterherhinken" des Gewebezuckers gegenüber dem Blutzucker einzukalkulieren und kann immer besser vorausahnen, wie und wann sich Bewegung, Essen und Insulin auswirken werden.

5. Tag
Hab mich heute in der Apotheke sehr nett und ausführlich über verschiedene Pflasterlösungen beraten lassen. Habe eine Rolle "Draco SportTape" in Rot gekauft. Bislang hielt der Sensor mit dem beiliegendem Klebematerial und einer Schicht "IV3000 1-Hand" Klebefolie sehr zuverlässig. Die Anzahl der Blutzuckermessungen geht zurück (von ca 14mal/ Tag auf aktuell 6mal/Tag <- ausbaufähig!)

6. Tag
Begeistert, dass die Werte des Sensors so unglaublich genau sind! Ich überprüfe jeden Abend die Daten der Pumpen am PC, leider habe ich den Eindruck, dass mein handschriftliches Tagebuch immer überflüssiger wird.
Habe heute einen Röntgentermin. Per SMS Nachfrage bei meiner Medtronic-Frau, wie ich das handhaben muss. Habe dann einfach kurz vorher den Transmitter aus Sicherheitsgründen abgekoppelt, auch wenn die Radiologische Assistentin im Krankenhaus meint, das wäre überflüssig. Aber man weiß ja nie.
Ab- und Ankoppeln gestaltet sich aufgrund der ganzen Pflaster etwas umständlich, geht aber. Bei dieser Gelegenheit den Transmitter in der Ladestation aufgeladen, um ihn zu resetten und nach dem Ankoppeln neu zu starten. Klappte alles prima, also weiter gehts!

8. Tag
Probleme beim Kalibrieren. Die Pumpe braucht nach dem eingeben des Wertes ungewöhnlich lange, um einen Wert anzuzeigen. Nach anfänglicher Panik, es könnte nach Tag 8 schon Schluss sein, zeigt die Pumpe wieder brav Werte an, teilweise mit gruseliger Genauigkeit:)

9. Tag
Erste Schwimmversuche mit Sensor. Ca 60 Minuten schwimmen. Pumpe natürlich abgekoppelt, Transmitter mit doppelter Sorgfalt abgeklebt. Überhaupt kein Problem. Nur die Pflasterfolie löst sich zum Ende hin ab.

10. Tag
Heute die Härteprüfung: 2,5 Stunden Solebad. Gleiches Verfahren wie am Tag vorher, wieder alles ziemlich perfekt gelaufen. Allerdings merke ich hier wirklich die Schwächen der Klebefolien. Zum Ende habe ich Sorge, den Transmitter zu verlieren und halte bei den Sprudeldüsen lieber eine Hand über dem Sensor. Wieder anschließen der Pumpe klappt aber Problemlos.

11. Tag
Gestern gabs ne große Portion Nudel überbacken. Meinem Blutzucker passt das nicht so richtig, der Sensor kommt mit den Schwankungen nicht so gut zurecht. Timelag ist schwerer einzukalkulieren als die letzte Tage. Vielleicht ist auch bald das Ende der Lebensdauer erreicht. Gegen Nachmittag aber wieder stabilere Werte und das CGM scheint sich wieder einzupendeln.

Wichtig noch: Bislang habe ich überhaupt keine Probleme mit der Sensoreinstichstelle oder der Haut drumherum oder am Pflaster! Wenn das so bleibt, werde ich den Sensor weiterbenutzen, solange er verlässliche Werte anzeigt:)

Sonntag, 9. Februar 2014

Neues Blutzuckermessgerät

Ich bin ja jemand, der sich immer schnell für neue Dinge begeistern kann und diese vor allem dann auch gerne auf Herz und Nieren testet.

Bei meiner neuen Pumpe im Lieferumfang enthalten war auch das neue "Contour Next USB Link" von Bayer (mal ganz ehrlich: Der Name ist schon auch Gehirnakrobatik). Ich habe damals schon ne ganze Weile über das Contour Link benutzt, die Übertragung der Werte per Funk an die Pumpe fand ich ziemlich genial, da ich den BolusExpert standardmäßig benutze.

Da ich in der letzten Zeit mit meinem AkkuCheck Mobile ja ziemlich zufrieden war, musste ich erst einige Teststreifen aufbrauchen, bis ich das USB Link jetzt als Hauptgerät nutzen konnte.




Hier mal eine kurze Auflistung meiner persönlichen Vor- und Nachteile des Gerätes:

Vorteile:
- farbiges Display
- Akkubetrieben
- modernes Design
- Haptik ist sehr angenehm
- sehr kompakte Größe
- Markierungen zu Prä-/ Postprandial, Sport, Stress, Sonstiges, Bewegung
- Übertragung der Werte an die Pumpe

Neutral:
- Auslesen der Werte über USB möglich
- Beiliegende Stechhilfe ist leider die übliche Billigproduktion

Negativ:
- beiliegende Hülle ist einfach nur merkwürdig groß, sieht nicht besonders chic aus und ist meiner Meinung nach unpraktisch
- Ich hab das Gefühl als wäre es für Linkshänder optimiert, intuitiv halte ich es immer verkehrt herum und wenn ich den Speicher auslese ist meine Hand an den Knöpfen beim ablesen im Weg


So, alles in allem gefällt mir das Gerät bislang sehr gut, ich nutze es zusammen mit der AkkuCheck Fastclix Stechhilfe und ohne das mitgelieferte Täschchen (siehe Foto oben). Ach und in dem kleinen Döschen sammele ich die alten Teststreifen. Das habe ich mal irgendwo auf ner Messe mitgenommen.

Lg, Sandrine

Samstag, 8. Februar 2014

Feintunning der Einstellung und erste Startschwierigkeiten mit dem CGM

So, Am letzten Donnerstag habe ich endlich mein CGM- StarterKit erhalten.
Nach einer 2,5stündigen (und nebenbei sehr unterhaltsamen) Einweisung durch die Medtronic- Vertreterin hab ich nun also meinen eigenen Transmitter am laufen.

Enlite- Sensor mit Transmitter und Veo- Pumpe
Trage den Sensor jetzt (schön abgeklebt!) an der linken Bauchseite. 
Ich muss allerdings sagen, am ersten Arbeitstag war ich leider ein wenig genervt von den ganzen Alarmen. Beim Probetragen hatte ich damit ja wirklich überhaupt keine Probleme, scheinbar sind meine Werte aktuell einfach weniger stabil und/ oder die Einstellungen des Sensors stimmen einfach noch nicht. 
Hab also heute erstmal Basalrate, BE-Faktoren und Sensor- Einstellungen geändert (natürlich nicht alles auf einmal sondern zu jeweils anderen Zeiten). Ich bin seit dem Besuch der Vertreterin ja auch im Besitz der CareLink Pro Software und aktuell finde ich die Auswertung hiermit ganz praktisch und auch übersichtlicher als bei der Online- Variante. 

Was mir leider allerdings auch aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass mir mit dem Sensor hohe Blutzuckerwerte natürlich auch viel offensichtlicher und ständig unter die Nase gehalten werden (naja, zumindest weil ich ja auch jetzt noch ständig draufgucken muss/will). Das führt halt schneller dazu, dass ich das Gefühl bekomme, alles würde total schlecht laufen und es würde alles überhaupt nicht funktionieren. Eigentlich habe ich ja in letzter Zeit ziemliche Fortschritte gemacht, was das "Füße- still- halten- bei- hohen- Werten" angeht, dies ist jetzt quasi der Aufbaukurs ;) 
Zur Zeit sind vor allem die Zeiten nach den Mahlzeiten ein Problem, scheinbar muss ich tatsächlich morgens mal einen Spritz-Ess- Abstand einhalten... dabei hab ich morgens doch immer viel zu wenig Zeit für alles! Na ja, aber was tut man nicht alles für dieses zufriedene Gefühl, wenn der Blick auf die Sensorkurve einen stolz macht!

Eine Anekdote zum Schluss noch: Eben war ich duschen, hierbei lasse ich die Pumpe immer auf meinem Bett liegen, Wasser mag sie ja nicht. Und tatsächlich hat der Transmitter die ganze Zeit weiterhin Empfang habt! Okay, mein Apartment ist nun auch wirklich winzig, aber das hat mich dann doch überrascht, dass er trotz geschlossener Badezimmertür und knapp zwei Metern Entfernung noch ein Signal empfangen konnte! 

Tja, diese Anzeige lässt mich leider immer noch traurig werden... dabei arbeite ich ja schon fleißig daran:(








Dienstag, 4. Februar 2014

Lesen bildet... oder so:)

Die Tücken der Technik

Manno, irgendwie klappt das mit dem regelmäßigen bloggen noch nicht so, wie geplant, aber ich werde weiterhin daran arbeiten.

Bei mir hat sich in den letzten Wochen einiges getan.

Zum ersten habe ich an einer Coping-Schulung teilgenommen. Meine Diabetes-Beraterin hat die in meiner DiaPraxis gehalten und mich vor ner Weile angesprochen, dass wäre wohl was für mich.
Da ich grundsätzlich ja immer Spaß an Schulungen habe und seit meinem Aufenthalt in Mergentheim sowieso den Diabetes zu einem Hobby erklärt habe, hab ich mich also angemeldet.
Wir waren insgesamt fünf Teilnehmer, vom Alter her sehr gemischt, alle Typ 1er allerdings sowohl mit Pen wie auch mit Pumpe.
Inhaltlich ging es vor allem darum, herauszufinden, weshalb es manchmal so schwierig ist, sich um seine Therapie zu kümmern, obwohl man doch eigentlich gut Bescheid weiß.
Ich muss sagen, dass ich mich am Anfang ein wenig deplatziert gefühlt habe, schließlich war ich die einzige die aktuell kein Motivationsproblem hat und eher zuviel testet. Aber die Gruppe war einfach total super, wir haben direkt am ersten Abend der Schulung einfach mal zwei Stunden überzogen weil wir so viel zu quasseln hatten :D
Ich kann so eine Coping- Schulung nur allen mal ans Herz legen, die einfach auch öfters mal Motivationsschwierigkeiten haben und sich fragen, wofür sie diesen ganzen Mist eigentlich veranstalten.

So, das nächste große Event war dann das Probetragen des CGM-System. Das hatte mein Doc mir beim letzten mal vorgeschlagen, weil eben auffiel, dass ich mindestens 12 mal am Tag den Blutzucker messe (häufig auch eher noch mehr-.-). Da ich das CGM ja eh immer schon spannend fand, hab ich mir also den Sensor legen lassen, da ich ja die Paradigm 722 von Medtronic hatte, natürlich den Enlite. Und ich muss sagen: Ich war begeistert! Die ersten 2 Tage habe ich dem Sensor nicht getraut, aber danach war alles so herrlich entspannt. Die Werte des Sensors stimmten an dem zweiten Tag total gut mit meinem Messgerät überein und besonders die Trendanzeige hat mir unglaublich geholfen.

Sensorverlauf der Probezeit 


Ich war so traurig, als die Pumpe nach 6 Tagen den Sensor leider nicht mehr finden konnte:(. In den letzten beiden Tagen des Sensors hatte ich nen Durchschnittswert von unter 100mg/dl und zwar ohne Hypos! Sowas bin ich nun wirklich nicht gewöhnt...

So, daran passen die nächste große Neuigkeit: Weil mir der Sensor so supergut gefallen hat, hab ich mit meiner DiaBeraterin mal überlegt, welche Möglichkeiten der Finanzierung sich mir so bieten.
Leider nicht viele. Eine Übernahme der Kosten durch die Krankenkasse ist mehr als unwahrscheinlich da ich nicht schwanger bin, kein Säugling bin und auch keine schweren Hypowahrnehmungsstörungen habe. Zum Glück! Allerdings ist damit die Finanzierung definitiv ein Problem.
Zum Glück hatte meine DiaBeraterin dann jedoch noch ne Idee, und zwar hatte der Vertreter von Medtronic beim letzten mal einen Flyer dagelassen, eine Sonderaktion betreffend das CGM.
Wenn man eine neue Veo beantragt, bekommt man das StarterKit für 460€ statt knappen 1300€ dazu. Da meine gute alte Paradigm ja schon weit über Ihrer Garantiezeit ist und auch schon diverse Mängel ausweist, welche mir bislang aber zu popelig waren, um sie deshalb einzuschicken, stand fest: Ich beantrage doch die Veo! Eigentlich wollte ich ja warten, bis Medtronic dieses Jahr seine neue Pumpe rausbringt. Aber gut, so komm ich immerhin einigermaßen kostengünstig zu meinem Sensor.
Wie ich dann im folgenden die Sensoren bezahlen will, ist mir leider noch nicht ganz klar, ich habe einige Rücklagen von der Versicherungssumme, die ich aufgrund meines Reitunfalls vor einigen Jahren bekommen hab, damit werde ich das wohl erst mal überbrücken.

Meine neue Pumpe ist dann auch pünktlich letzte Woche Freitag per Post gekommen, ich hab alles schön ausgepackt und angeguckt, anlegen durfte ich sie ja noch nicht, dafür muss man eine Einweisung vom Mitarbeiter von Medtronic bekommen. Auf das CGM warte ich leider noch, ich warte eigentlich jeden Tag auf den Postboten:)

Tja, und dann waren da meine Werte in den letzten zwei Wochen. Die waren nämlich so gar nicht schön! Ich konnte mir das langsam auch wirklich nicht mehr erklären, urplötzlich hatte ich jeden Nachmittag Werte um die 300, welche sich auch kaum korrigieren ließen! Ich hab also fleißig die Basalrate und die Faktoren verändert, allerdings kamen diese Ausreißer dann zu anderen Uhrzeiten... Ich muss sagen, sowas bringt mich dann ja auch immer noch total auf die Palme, das untergräbt dann meine ganze Moral und eigentlich will ich wieder alles hinschmeißen!
Dann kam der Montag und ich hab an meiner Pumpe brav das Reservoir und den Katheter gewechselt. Bzw wollte ich, da das mit dem automatischen Füllen nicht klappte! Jedes mal, wenn ich den Schlauch des Reservoirs füllen wollte,kam vorne kein Insulin raus, sondern die Motorblockabdeckung der Pumpe schon sich nach hinten aus dem Gehäuse raus! Keine Chance also, die Pumpe zum laufen zu bringen.
Also Anruf bei der Hotline, diese wollten mir natürlich eine Ersatzpumpe schicken, weil ich die Veo ja ohne Unterweisung nicht in Betrieb nehmen darf. Aber was wäre das für ein Umstand gewesen, jetzt erst auf ICT umzusteigen und dann die Ersatzpumpe zu programmieren, die alte zurückschicken, dann die Veo anzulegen, zu programmieren und die Ersatzpumpe zurückschicken....
Auf keinen Fall, also hab ich nach einem Telefonat mit meinem Vertreter die Veo direkt angelegt, und ab diesem Zeitpunkt hatte ich Top- Werte! Weg waren die unerklärlichen Schwankungen bis hoch in die 400er! Ganz im Gegenteil, ich hatte kaum Werte über 100 und leider auch einige Hypos. Mit 36 durch die Stadt zu eiern, ist auch nicht wirklich schön ;)
Naja, da war meine Paradigm wohl schon vorher nicht mehr ganz in Ordnung und jetzt bastele ich mal wieder an der Basalrate herum, um die Werte in nem anständigen Bereich zu halten. Klappt soweit ganz gut, nur abends hab ich noch Ausreißer nach oben. Tja, man sieht also, manchmal nützt es gar nix, sich selbst verrückt zu machen, wenn die Technik nicht mitspielt, hat man keine Chance!

Alte und neue Pumpi einträchtig nebeneinander :)

Jetzt warte ich natürlich voller Vorfreude auf mein CGM, bin mal gespannt ob das wieder annähernd so gut läuft wie in der Probewoche:)

So, das war jetzt erstmal das Update, ich hoffe, bei euch läuft alles so einigermaßen, ich starte am Montag in mein Praxissemester, da wird sich bestimmt auch wieder einiges an der Einstellung ändern. Aus ists mit schlafen bis 12Uhr, ade schönes Studentenleben! Nächstens Mittwoch habe ich meine letzte Prüfung, ansonsten bin ich mit meinen Seminaren durch, nur das Praktikum und noch die leidige Bachlorarbeit, dann bin ich doch tatsächlich schon durch mit meinem Studium...

Lg, Sandrine

Ein fast perfekter Tag... und ein gebrochener Rekord

Hallo! Wollte nur mal schnell von meinem heutigen Tag berichten. Zum ersten Mal, hat das mit der Sportanpassung wirklich gut funktioniert! Aber von vorne:

Eigentlich wollte ich gegen 14 Uhr joggen gehen. Hab also um 13 Uhr gemessen (132mg/dl) und die Basalrate für die nächste Stunde auf 70% reduziert. Da aber leider noch der Frühstücksbolus wirkte (ja ja, fauler Student und so, Frühstück um 12 Uhr) hatte ich um 14 Uhr nen Wert von 123, also Basalrate nochmal ne Weile auf 50% gesenkt und noch gewartet. Ich hatte einfach keine Lust auf ne "Sport- BE" und wollte es mal ohne versuchen. Leider war der Wert um halb drei aber dann bei 112...-.- Irgendwie auch blöd zum laufen. Naja und dann kam spontan der Plan, mit zwei Freunden ne Runde durchs schöne Münsterland zu wandern. Richtig, wandern! Bei strahlendem Sonnenschein und knapp 15 Grad ist das auch Anfang Februar sehr angenehm. Außerdem hatte ich mich ja eh auf Bewegung vorbereitet. Also schön den Rucksack gepackt (Gummibärchen, Saftschorle, Brot, Pulli... ich bin leider halt mehr so der Sicherheitsfanatiker, hab gern alles dabei;))
Wir sind dann ziemlich genau 11 Kilometer in 3 Stunden gegangen und ich muss sagen: Mein Blutzucker war top! Ich hab unterwegs dreimal gemessen, 101, 121, 123. Was will man mehr? Da die Belastung nicht so hoch war, waren das Werte, mit denen ich mich sicher genug gefühlt habe. Nur auf den letzten Metern habe ich einige Schlucke von der Schorle genommen, sodass ich mit 160 am Parkplatz ankam. Aber naja, auch voll in Ordnung nach so einer Aktion.

Leider hab ich mir zwei dicke Blasen gelaufen:( Aber wir waren Abends noch mit Freunden beim Italiener verabredet. Ich hab den gleichen Salat wie beim letzten mal bestellt (Salat mit honigüberbackenem Ziegenkäse und Walnüssen, lecker!) Dazu gabs natürlich Brot. Beim letzten Mal hatte ich diesen Salat leider zu knapp berechnet (wohl das Brot und den Honig unterschätzt...) und war nach dem Essen bei knapp 300 oder so. Naja, also war ich diesmal ein wenig großzügiger. Salat+Brot+Cappuccino alles in allem mit 9KE berechnet. Großer Fehler.
Ich bin mit einem Freund auf dem Rad nach Hause und hab unterwegs schon gemerkt, dass ich wohl eher niedrig bin. Aber da wir schon fast da waren, ich meine Hypos eigentlich immer sehr gut einschätzen kann und da auch keinerlei Angst vor habe, wollte ich bis zu Hause warten. Hab dann noch im Fahrradkeller gemessen, dachte mir schon dass es eher eine dollere Hypo ist, aber mein Messgerät hat dann 20mg/dl angezeigt! Ich bin fast von der Treppe gefallen, ich hab mich eher wie bei nem Wert von 45 gefühlt...



Hab dann schnell im Treppenhaus 2 Tütchen Gummibärchen eingeschoben (2KE) und bin erst mal in meine Wohnung. Kontrollmessung im Aufzug (ich hab meinem Messgerät ein wenig misstraut!) ergab aber auch 28. Naja, also sicherheitshalber noch was von der Saftschorle (ca 1KE). Keine zehn Minuten später wieder nen Wert von 72. Alles gut. Was mich aber am meisten erstaunt, ist, dass ich mich echt nicht schlecht gefühlt habe! Zwar bisschen Hypogefühl aber nix weltbewegendes! Und die 20 auf dem Display waren somit ein neuer Niedrig- Rekord... Ich nehme an, dass es auch daran lag, dass ich den Tag über (ausnahmsweise-.-) mal recht wenig gegessen hab, waren ja die ganze Zeit unterwegs. Und dann halt direkt den nicht gerade zimperlichen Bolus. Das war wohl eher blöd. Aber lag wohl auch daran, dass ich sonst halt leider nicht besonders empfindlich auf Insulin reagiere...

Sie haben Post :)


So, nachdem ich eine gefühlte Ewigkeit (na ja, 2 Wochen können wirklich lang werden;)) gewartet habe, kam heute endlich mein Sensor StarterKit per Post!

StarterKit CGM

Jetzt also nur noch warten, bis ich den Termin mit meiner Medtronic- Vertreterin habe (wir kommunizieren übrigens per SMS O.o) und sie mir alles ordentlich erklärt hat und dann also endlich mit kontinuierlichem Glukosemonitoring unterwegs :)

Übrigens hab ich heute morgen am Bahnhof spontan zwei Batterien kaufen müssen. Meine Pumpe meldete auf einmal "Batterie schwach" und das Symbol der Batterie war schon ganz leer. Ich hab die Veo ja erst seit einer Woche aber leider schon zweimal ne leere Batterie gehabt. Ich warte jetzt mal ab, wie lange es bis zum nächsten Mal dauert, vielleicht liegt es ja auch nur an den Batterien (waren allerdings die, welche der Pumpe beilagen). Ansonsten kann ich wohl bald Austauschpumpe anfordern-.-