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Sonntag, 9. Juli 2017

Viele Neuigkeiten


Ich bin seit 22 Jahren Diabetikerin. Alles mittlerweile Routine könnte man meinen. Oft ist es das auch. Und dann kommen doch immer wieder diese Phasen, in denen auf einmal so unglaublich viel Neues passiert!

Ich habe aktuell so eine Phase und weil der Platz für Schriftbeiträge auf Instagram dann doch begrenzt ist, heute seit langer Zeit mal wieder ein Beitrag auf dieser Plattform.

Ich nutze seit knapp 2 Wochen Fiasp. Eigentlich war ich sehr skeptisch und hatte nicht vor zu wechseln. Ich zweifele ja immer an so Werbeversprechen wie "Endlich ein noch schnelleres Insulin" etc. Den mal ehrlich: Bislang wurde jedes neue Kurzwirksame Insulin mit dem Titel "kein Spritz.- Ess- Abstand mehr" beworben.
Hat bei mir mit meinem hohen Insulinverbrauch und der unglaublich schnellen Reaktion auf Kohlenhydrate noch nie geklappt.

Fiasp habe ich jetzt dennoch, vor allem weil meine DiaBeraterin meine Kometenhaften Anstiege nach jedem Essen sehr bedenklich fand.
Ich habe es die ersten Tage im Einmalpen ausprobiert und die Wirkung war super. Aus diesem Grund habe ich mir einen NovoPen5 und Fiasp als Penampullen verordnen lassen. Meine Pumpe trage ich trotzdem noch, und die Basalrate läuft momentan auch noch unter Apidra. Ich möchte einfach gerne erst das ganze angebrochene Insulin aufbrauchen. Zudem läuft es richtig gut!
Ob es aber wirklich am neuen Insulin liegt, kann ich nicht einmal sagen. Ich spritze meine Boli und Korrekturen per Pen und achte darauf, nicht mehr als 8 Einheiten auf einmal an eine Stelle zu injizieren. Wenn der Bolus größer ist (was oft genug der Fall ist) steche ich zweimal. Bislang stört es mich wenig bis gar nicht. Liegt aber vor allem wohl daran, dass ich ja die Wahl habe. Sobald mich meine kombinierte Pumpen-/ICT- Therapie, kann ich einfach das Fiasp in die Pumpe füllen.

Was ist dran am Wirktempo?
Ich habe auch unter Fiasp einen Spritz- Ess- Abstand (SEA). Und zwar immer noch knapp 15-20 Minuten. Momentan bin ich noch so motiviert, dass ich mir große Mühe gebe, ihn einzuhalten. Hypos hatte ich damit bislang nur bei sehr fettigem Essen wie Burger mit Pommes.
Was endlich gut wirkt ist das Korrekturinsulin. War ich vorher oft stundenlang hoch, kriege ich die Werte unter Fiasp deutlich schneller wieder unter Kontrolle.



Eine Besserung zeichnet sich auch in einem anderen Bereich ab: Bislang stelle ich mir eigentlich jede Nacht einen oder zwei Wecker. Meistens gehe ich gegen 22:30 Uhr schlafen, um 1:30 piept mein Libre um mich zum Scannen zu wecken. Der nächste Alarm kommt um 5:30 und um 6:30 klingelt der Wecker zum aufstehen.
Für mich war das bislang ein funktionierendes Konzept. Allerdings merke ich auch, dass es manchmal ganz schön an der Energie zerrt. Schließlich habe ich eine Vollzeitstelle und bräuchte auch mal ein paar Nächte zum Durchschlafen. Da ich aber immer ziemliche Schwankungen in beide Richtungen habe, war Durchschlafen bislang auch keine Alternative. Wenn ich die ganze Nacht bei 350 gelegen habe, bin ich morgens wie gerädert. Dann doch besser den Wecker stellen und korrigieren.
Vielleicht hat das ganze aber nun bald ein Ende :) Zufällig hat Facebook mir neulich nämlich mal wirklich interessante Werbung angezeigt. Der Sensor von Senseonics in Kooperation mit Roche ist marktreif! Ihr habt bestimmt davon gehört, dass ist der Sensor, der unter die Haut implantiert wird, der nicht wasserdicht ist, dessen Transmitter alle viel zu groß finden und den außer mir scheinbar wirklich jeder total doof findet :D
Ich habe ihn in einer Studie getragen und seitdem sehnsüchtig auf die Marktreife gewartet.

Da ich am selben Tag einen Termin in meiner Praxis hatte, habe ich direkt meine Beraterin belagert. Was ich lange nicht angegangen bin, haben wir jetzt gestartet: Die Beantragung eines CGMs. Da meine Kasse das Libre finanziert, bin ich unsicher ob es klappen wird. Andererseits war man bei der letzten Quartalskontrolle nicht begeistert von den vielen Hypos die sich in der Auswertung zeigen. Wäre also eine Begründung. Warten wir es ab.
Ich habe mich also auf eine laaaange Wartezeit eingestellt, jedoch habe ich am selben Tag noch einen Anruf erhalten. Meine Beraterin hat mit der Außendienstmitarbeiterin von Roche gesprochen. Und siehe da: Ich kriege den Sensor eingesetzt, ohne Kostenzusage der Krankenkasse, ohne abzuwarten, wie der Antrag entschieden wird.
Schon am 17.Juli, also in einer Woche habe ich den Termin und Münster und fiebere der ganzen Aktion entgegen.
Es ist ein kleiner Eingriff, aber da ich es schon aus der Studie kenne, macht mir das keine Sorgen.
Damals wurde eine Stelle am Arm örtlich betäubt, sobald das Mittel wirkt wird ein kleiner Hautschnitt von knapp 8mm gesetzt und der Sensor unter die Haut geschoben. Verschlossen wird das ganze mit einem Pflasterstrip, am nächsten Tag war bereits alles oberflächlich verheilt. Schmerzen hatte ich danach wirklich gar keine, auch als die Betäubung nachließ. Ich hoffe einfach mal, dass es diesmal auch so unkompliziert läuft, schließlich muss auch diesmal der Doktor das Verfahren wieder erst einmal üben. Aber wie sagte meine DiaBeraterin: "Sie sind ja eh für jeden Mist zu haben"
Recht hat sie! Ich werde euch auf dem Laufenden halten, vermutlich auch am Montag selbst. Mal schauen ob ich von dem Eingriff Fotos oder ein Video machen darf, aber das werdet ihr dann über Instagram sehen.

Insgesamt also einige große Neuerungen, die dazu führen, dass ich momentan wieder unglaublich motiviert bin. Früher brauchte ich solche "Highlights", um mich aus meinem Alltagstrott zu reißen und dem Diabetes wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Momentan ist das gar nicht nötig, es läuft ganz gut nebenbei. Dennoch ist es toll, sich mal wieder so richtig auf etwas zu freuen und hinzufierbern! Geht es euch auch so bei Diabeteskram? Oder sagt ihr eher "Gott, lass mich bloß damit in Ruhe, ich will nicht mehr Aufwand als nötig?"


Sonntag, 24. Januar 2016

Wie lief denn nun eigentlich das Schwimm- Experiment?


Na, das lief tatsächlich ziemlich gut :)
Ich habe im Kühlschrank wirklich noch ein Packung Protaphane- Pens liegen gehabt, die auch ihr Haltbarkeitsdatum noch nicht überschritten hatten. Hab dann also die Pumpe abgekoppelt ( BZ hier 140mg/dl) und 4 Einheiten Basalinsulin gespritzt. Ich hatte mal in einer Schulung gelernt, 1 Einheit pro Stunde, wenn man die Pumpe nur kurz abkoppelt. Habe ich tatsächlich so gut wie noch nie genutzt, da ich in den jetzt 15 Jahren noch nie eine "Pumpenpause" machen wollte. Und auch am Strand etc war sie immer dabei.
Gut, da ich aber wusste, dass mein Insulinbedarf leider momentan recht hoch ist, habe ich den Bedarf auf 1,5 Einheiten hochgerechnet und dann mit 3 Stunden "Pumpenabstinenz" gerechnet. Was mir auch nicht mehr in Erinnerung war, ist die Tatsache, dass meine Basalpens nur ganze Einheiten abgeben können. Deshalb abgerundet auf 4 Einheiten.

Am Schwimmbad angekommen musste wir dann angesichts der Preise ein wenig schlucken, 12 Euro für nur ein bisschen Bahnen ziehen war uns dann doch deutlich zu viel. Die Lösung bot der "Sport- Tarif", Kosten 5 Euro für 60 Minuten. Auch happig, aber gut, dann beeilen wir uns eben.

Gestartet bin ich dann mit dem Zucker von 130mg/dl und wir haben knapp 35 Minuten brav unser Sportprogramm gemacht ;) Dann ging aber die Welle nebenan los und das konnten wir uns ja nicht entgehen lassen. Danach noch einmal schnell die Rutsche testen (Viiiel zu langsam!!!) und dann schnell wieder in die Umkleide um die Zeit nicht zu überziehen.

Zucker war stabil bei 110 laut Libre, passt! Zuhause die Pumpe wieder dran und erstmal schön Kaffee kochen. Insgesamt war die Pumpe also nur knapp 90 Minuten ab, allerdings hat das bei mir schon häufig für nen sportlich- hohen 300er Wert gesorgt.

Nach dem Essen im Anschluss hatte ich allerdings doch ne leichte Hypo, ich hatte beim Pumpe ankoppeln vergessen, dass das Protaphane ja noch wirkte. Ansonsten lief es aber relativ perfekt!

Vielleicht sollte ich mir also auch bei kleinen "Unternehmungen" mal wieder mehr Gedanken machen und nicht einfach nur reagieren...

Blöd nur, dass ich den Basalpen jetzt vermutlich wieder komplett voll entsorgen kann. Es müsste kleine Mini- Flaschen mit nur wenigen Einheiten drin geben... weil so ist das jetzt leider echt Verschwendung. Aber eine richtige andere Idee habe ich da jetzt auch nicht für. Und ne Pumpenpause, nur um das Basalinsulin aufzubrauchen, also ne, wirklich nicht!





Samstag, 23. Januar 2016

Spontan schwimmen


So, endlich Wochenende. Und tatsächlich habe ich für heute mal einen Plan der nicht aus "auf der Couch liegen" und "shoppen" besteht :)

Ich bin mit meiner Schwester zum schwimmen verabredet. Während meines Studiums war ich oft schwimmen, einfach weil das eine der Sportarten ist, die ich noch relativ gerne mache.... -.- Sportmuffel und so....

Das letzte mal ist also tatsächlich lange her, und damals habe ich mir um meinen Blutzucker auch immer nur ziemlich wenig Gedanken gemacht.
Für heute hätte ich eigentlich gerne einen besseren Plan. Ich wollte deshalb hier kurz meine Überlegungen festhalten und danach dann von den Ergebnissen berichten :)

1. Libre: Ist eh abgeklebt mit KinesioTape, soll ja auch ne Weile wasserfest sein. Sollte also klappen.
2. Pumpe: Abkoppeln und zu Hause lassen oder beim Bademeister abgeben? Ich würde aktuell zu "zuhauselassen" tendieren... allerdings weiß ich noch nicht, ob wir nach dem Schwimmen nicht vllt noch irgendwo anders hin fahren... hm... ich denke ich lasse sie hier. Da ich auf das wegfallen der BAsalrate meist ziemlich schnell mit hohen Werten und Ketonen reagiere, werd ich mal gucken ob ich noch nen Basalpen im Kühlschrank habe... und ob der noch haltbar ist. Dann gäbs darüber ne kleine Dosis. Ansonsten habe ich eh Einmalspritzen mit und werde das über engmaschige Korrekturen machen. Immer vor Augen allerdings, dass ich Sport auch so gar nicht mehr gewöhnt bin und deshalb den Zielwert etwas höher ansetzen werde.
4. Essen. Muss mal überprüfen ob ich noch Traubenzucker da habe. Aber irgendwas wird sich finden lassen was man mitnehmen kann ;) Ich bin da nicht so der Top- vorbereitete Vorzeigediabetiker. Wenn ich ne Hypo habe, merke ich das so früh, dass ich auch dann noch Zeit habe, im Auto nach Saft zu kramen oder so (Natürlich nicht während der Fahrt!)
5. Katheter: Kein Ding, bleibt liegen und falls er abfällt gibts nen neuen. Pumpe bleibt ja eh daheim.

Okay, dann werde ich mal schnell alles zusammensuchen, in zwanzig Minuten muss ich da sein, und bislang ist noch nix gepackt. Also erzähl mir keiner als Diabetiker ist man nicht spontan! Da kann man sogar noch schnell nen  Blogpost raushauen bevor es losgeht :)

Ich tauch dann mal ab!

Dienstag, 22. Dezember 2015

That`s life

Neulich habe ich einen Anruf einer großen Krankenkasse erhalten. Werbemaßnahme, wie so oft. Ich solle besser zu ihnen wechseln, sie würden jetzt eine Vielzahl an alternativen Heilmethoden finanzieren. Eigentlich habe ich nicht viel gegen solche Anrufe. Diese Dame jedoch war richtig unverschämt wie ich fand. Ich habe ziemlich schnell deutlich gemacht, dass ich nciht interessiert bin, sie hat aber gar nicht darauf reagiert sondern ist mir einfach immer wieder ins Wort gefallen und schließlich macht der Ton die Musik.
Da meine Kasse mir ja das Libre und seit knapp 15 Jahren meine Insulinpumpe anstandslos bezahlt, hatte ich natürlich überhaupt nicht vor zu wechseln, wollte aber doch mal hören was die Dame zu dem Thema zu sagen hat.

Da musste sie kurz nachdenken und dann: "Also ich glaube, Insulin zahlen wir auch. Aber da muss ich erst nachfragen."

Oh, toll, ich muss also wahrscheinlich nicht sterben wenn ich zu ihnen wechsele? Danke, lieber nicht. Natürlich hatte die gute Frau einfach keinen Überblick, aber dann sollte man auch nicht so aggressiv auf Kundenfang gehen.

Dienstag, 30. September 2014

Herbst- Blues


Passend zum Herbst (den ich eigentlich als meine Lieblingsjahreszeit bezeichnen würde) hab ich momentan wieder ein richtiges Tief.
Die Studie mit meinem implantierten Sensor, die ja 8 Wochen lang richtig super lief, ist leider zu Ende. Während dieser Zeit waren meine Werte so der Maßen gut, dass ich jetzt leider in ein richtiges Loch gefallen bin.
Dieser Sensor war einfach um Meilen besser als alle anderen Sensoren, die aktuell so zu haben sind, aber leider eben noch nicht ganz Marktreif. Aber es hat mein Leben viel einfacher und so viel unkomplizierter Gemacht! Ich hab meine Werte konstant halten können und mein Insulinverbrauch hat sich auch herrlich reduziert.
Eigentlich ist es ja quatsch, der Sensor ändert ja nix an meiner Therapie, nur daran, wie ich mich verhalte. Und leider klappt das jetzt ohne Sensor wesentlich schlechter.

Und ich versuche, mich von den jetzt wieder deutlich schwankenden Werten nicht zu sehr hinabziehen zu lassen.
Als mein Sensor den Geist aufgab, hab ich mich für knapp zwei Wochen total hilflos gefühlt. So viele Jahre lang war es völlig normal, nur die punktuellen Blutzuckermessungen zu haben, mal einen Sensor der ein paar Tage lang gut lief, aber bei dem man immer aufpassen musste, dass er nicht abfällt oder kaputtgeht. Zudem habe ich zuletzt mindestens 10, eher sogar 14 Messungen am Tag gebraucht, um einigermaßen zurecht zu kommen.
Mit meinem Sensor hatte ich am Ende genau noch die 2 Messungen für die Kalibration, ansonsten brauchte ich weder beim Sport noch beim Essen zu messen, der Sensor war unglaublich genau und schnell.

Und jetzt hab ich ständig so Momente, in denen ich messe und einen Wert von 275mg/dl angezeigt bekommen! Und ich weiß nicht wieso! Eigentlich erwarte ich einen Top- Wert! Unter dem Sensor hab ich doch auch nicht ständig solche Schwankungen gehabt! Vielleicht schiebe ich da aber auch einfach gerade zwei Dinge zusammen, die eigentlich unabhängig voneinander sind.

Frust frust frust!
Trotzdem! Momentan schiebe ich echt Frust. Der letzte Hba1c war 6,9! Hallo!!! So einen guten Wert hatte ich noch nie! Aber wenn das so weitergeht, bin ich ratz- fatz wieder bei 8,.... Und das ärgert mich maßlos momentan. Dieses hilflose Gefühl ist sooo ätzend, zudem merke ich meine Hypos momentan (da hat vermutlich der Sensor "schuld" dran, er hat mich ja bei 80 schon gewarnt) auch wieder erst bei 40- 45 mg/dl. Und die hohen Werte eben fast gar nicht. UND ICH WEIß EINFACH NICHT WORAN ES LIEGT!

Ich schreibe jetzt wieder Tagebuch, momentan scheint es aber vor allem ein Problem des Mahlzeiteninsulins zu liegen. Ein weiterer Verdacht wäre, dass vllt mein Insulin nicht mehr in Ordnung ist. Das Apidra wirkt ja eigentlich gut, bloß habe ich mittlerweile ja meine Insulindosis am Tag auf (für mich ungewohnt niedrige) 50-70 Einheiten gesenkt und dadurch liegt so ein Fläschen natürlich länger angebrochen rum (ich nutze die 10ml Durchstechflaschen). Ob dies vllt ein Grund sein könnte, werde ich spätestens morgen erfahren, dann hole ich neues Insulin aus der Apotheke, leider ist das aktuelle Fläschen nämlich auch noch das letzte -.-

Eine weitere Option ist natürlich, dass meine Erkältung immer noch nicht ganz auskuriert ist und ich immer noch Husten habe. Aber eigentlich schenke ich dieser Option nicht so starke Beachtung, das war bislang noch nie so.

Deshalb setze ich große Hoffnung auf das frische Insulin, ansonsten werde ich mich wohl einfach weiter ärgern müssen... auch wenn das alles andere als zuträglich für einen stabilen Blutzucker ist.
Bloß fällt mir das gelassen- bleiben am aller schwersten, ich neige immer noch sehr dazu, an meinen Werten und meiner eigenen Therapie zu zweifeln und fürchte mich davor, dass es wieder so wird wie vor knapp einem Jahr. Ich komme immer noch viel zu schnell in so einen Gedankenkreislauf, dass ich der Meinung bin, ich bekäme es nichts auf die Reihe und mache alles falsch. Mittlerweile weiß ich, dass das Gedanken sind, die ich mir selbst einrede, die für mich total kontraproduktiv sind und die auch einfach total negativ übertrieben sind.

Aber das zu ändern, fällt mir sehr sehr schwer. Falls es noch jemandem so geht, vllt noch mal kurz meine Strategien, um nach Möglichkeit nicht wieder in diesem Teufelskreis zu versinken. Leider ohne Gewähr, aber mir hilft manches davon.
  • Ablenkung: vor allem frische Luft und Sport. Da ich mich manchmal zu "richtigem" Sport nicht aufraffen kann, gehe ich spazieren, wenigstens eine kleine Runde. Lieblingsmusik auf Kopfhörer richtig laut und los. Im Idealfall ist danach auch der Zucker wieder ein wenig besser.
  • Handeln: Am schlimmsten ist für mich dieses Gefühl der Hilflosigkeit. Das einzige, was dagegen wirklich hilft, ist aktiv zu werden. Ich setze mich dann an mein Tagebuch (oder fange wieder an, eines zu führen;) ) und schaue, was ich vllt direkt ändern könnte. Häufig geht es mir schon besser, wenn ich eine Erklärung für einen bestimmten hohen Wert gefunden habe. Wenn ich weiß, was ich falsch gemacht habe, kann ich das beim nächsten mal vielleicht verhindern. 
  • Entspannung: Ich habe schon einige Entspannungsmethoden ausprobiert und erlernt, muss allerdings sagen, dass mir in solch richtigen Frust- Momenten damit nicht geholfen ist. Meist versinke ich dann noch tiefer in negativen Grübeleien und alles wird noch schlimmer. Andererseits, wenn ich es schaffe, mich auf etwas anderes zu konzentrieren, geht es mir besser. Das ist leider immer eine Sache, die man ausprobieren muss.
Och menno....

Tja, und jetzt werde ich mich also wieder irgendwie ablenken, an meinem Blog zu arbeiten ist da auch schon einmal eine gute Sache. Aber so wie es aussieht, wird das wieder eine eher unentspannte Nacht...

Samstag, 30. August 2014

Apidra und deutlich weniger Hypos!


 Argh, dieser Post sollte eigentlich letzte Woche schon raus, irgendwie ist der aber nur als Entwurf gespeichert gebleiben... Naja, besser spät als nie ;D

So, eigentlich habe ich mich schon Ewigkeiten (Jahre???) darüber geärgert, ständig zu unterzuckern. half leider alles nix, 2-5 Hypos pro Tag (also <65 und Symptome) waren an der Tagesordnung.
Wir haben alles mögliche versucht, letztendlich wurde es aber immer auf eine starke "Sportsensibilität" geschoben. Naja, da ich meine Hypos überwiegend perfekt merke, nicht soo tragisch.

Naja, jetzt ist der Umstieg von Humalog auf Apidra fast 2 Wochen her und ich muss sagen, ich bin wirklich beeindruckt! Ich habe deutlich weniger Hypos und kann sogar Sport machen, ohne direkt um 50mg/dl in 10 Minuten abzurauschen!
Waren letztes Wochenende Mountainbiken, 4 Stunden und ich hab knapp 4 KE gegessen. Hab allerdings die Basalrate auch nicht genug abgesenkt, war da irgendwie zurückhaltend.
Nebenbei sind auch die PP- Werte endlich in einem logischen Bereich und legen keinen Raketenstart mehr hin.

Kurzum: Ich bin absolut zufrieden!

Leider hat mein Sensor dann letzte Woche schlapp gemacht, irgendwas ist kaputt, sodass ich heute ein weiteres Mal in das Studieninstitut gefahren bin um das wieder in Ordnung bringen zu lassen. Ist halt nur eine Studie und man weiß nie, ob dass alles funktioniert wie es soll.
Die Woche ohne den Sensor war schon traurig, man gewöhnt sich so schnell an das ständige "Blutzucker-TV".
Naja, aber ab heute bin ich also wieder dabei und ich liiiebe es so! Ich will, dass das System marktreif wird, es ist einfach sooo viel besser als alles andere was es bislang gibt (meine Meinung!)
Wen es interessiert: einfach mal ne Suchmaschine anschmeißen und nach "Senseonics" suchen...;)

Stelle gerade fest, dass es nicht so leicht ist, nen Blogbeitrag zu schreiben und nebenbei aktiv am DeDoc- Chat teilzunehmen;) Twitter ist ja irgendwie nicht mein Medium...

Samstag, 9. August 2014

Bye bye Humalog

So, nachdem ich ja nun letztes mal schon von meinem Frust mit den nicht sinkenden Werten kurz berichtet habe, hat sich das leider die ganze nächste Woche so durchgezogen.
Ich hab jeden Tag mindestens einmal den Katheter und das ganze Zeug gewechselt, hab mit Pen und Spritze den Bolus gegeben... Alles half nix! Solange ich nichts gegessen hab war alles super, aber wehe wenn doch! Das verleidet einem echt alles, ich hab am Donnerstag schon nurnoch Gemüse zum Abendbrot gegessen. Und ich bin leider eig überhaupt kein Gemüsefan;)

Als Test habe ich dann am nächsten Morgen meinen Bolus und Korrektur abgegeben und dann einfach mal abgewartet, wie lange es dauert bis das Humalog wirkt. So als Spritz-Ess- Abstand quasi. Naja, dank Sensor könnte ich erkennen, dass nach ungefähr 70Minuten die erste leise Wirkung eintrat. O.o Super, das erklärt einiges.

Hab dann direkt nen "Notfalltermin" bei meiner Diabetesberaterin gemacht und durfte am nächsten Morgen auch direkt hin.
Erst kamen halt so die üblichen Anweisungen ("Katheter neu, neue Ampullr Insulin verwendet, werden sie krank? Essen sie anders? etc")
Naja und dann kam der Vorschlag, Metformin dazuzunehmen. Metformin erhalten ja in der Regel Typ 2er, aber auch bei übergewichtigen Typ 1ern soll es die Insulinsensibilität verbessern.

Urgh. Im ersten Moment war das wie ein Schlag in dir Magengrube. Ich weiß ja, dass ich zu viel auf die Waage bringe, aber ich hab dir letzten Wochen sogar ein wenig abgenommen und hatte auch schon 10kg mehr... Und warum fällt meinen Körper denn so plötzlich auf, dass er auf das Bolusinsulin nicht mehr reagieren will??

Ich hatte ja eine andere Theorie. Und die hab ich dann auch ganz gezielt angesprochen.
Ich spritze seit über 15 Jahren Humalog. Vielleicht ist hier ja der Übeltäter zu suchen. Mir kam es eben komisch vor, dass die Basalversorgung ja scheinbar passt und eher auf einem niedrigen Stand ist.
Ich bestand also darauf, ein anderes Insulin auszuprobieren. Mittlerweile gibt es ja schließlich neben Humalog auch noch NovoRapid und Apidra.

Und meine Beraterin war damit einverstanden es erstmal so zu probieren. Sie gab nur zwei Ampullen Apidra mit und ich sollte das Humalog einfach 1:1 ersetzen.

Einen Termin beim Doc um den Einsatz von Metformin zu besprechen, gab sie mir trotzdem:)

Naja und was soll ich sagen: Ich hab jetzt seit 24 Stunden das Apidra in meiner Pumpe und kann es kaum glauben! Wenn ich korrigieren muss, klappt das auf einmal wieder und nach dem Essen hab ich traumhafte pp-Werte von maximal 140mg/dl bislang! Und insgesamt ist alles viel stabiler, ich hab weniger Hypos und keine Raketenartigen Anstiege mehr! Ich kann es ja noch kaum glauben, dass es echt so einfach gewesen sein soll. Hoffentlich war das wirklich die Lösung, aber erstmal freue ich mich:)

Und eins hab ich gelernt: Manchmal ist die eigene Intuition einfach richtig, nur ich kann genau feststellen, was sich verändert. Und dann muss man manchmal auch auf seinem Standpunkt beharren! Wobei ich da bei meiner Beraterin echt Glück habe, ich glaub sie ist da schon auch sehr offen:)

So, das Wochenende werde ich bei meinen Eltern auf ner Geburtstagsfeier sein. Es gibt Kuchen und wir grillen. Mal gucken was das Apidra dazu sagt :D

Schönes Wochenende euch!

Samstag, 2. August 2014

Migräne durch Hypos ?

Hallo zusammen!

Aktuell nehme ich an einer Studie teil (und zwar bei diesem Institut: https://www.profil-forschung.de/). Ich hatte mich da vor bestimmt über nem Jahr auf den Tipp einer Freundin hin als Probantin beworben. Vor allem aus dem Grund, dass man da für die verschiedenen Studien ganz gut recht schnell Geld verdienen kann ;) Armer Student und so halt...

Naja im Frühjahr haben die sich dann tatsächlich bei mir gemeldet und eine sehr nette Dame erklärte mir die Studie, für die ich in Frage käme. Ich hatte dann kurz darauf ein "Vorstellungsgespräch" mit Untersuchung und bekam alles erklärt.

Naja und nun bin ich seit knapp 3 Wochen Probantin:)
Ich möchte in diesem Post eig gar nicht über "meine" Studie an sich schreiben, sondern nur über ein Erlebnis, dass ich während meines Aufenthalts in dem Studieninstitut hatte.

Also, zu meiner Teilnahme gehört es, dass ich über einen Zeitraum mehrere Termine in Neuss habe, unterschiedliche Zeiträume, aber immer so 8-24 Stunden. Letzte Woche also 24h und ich bin schon am Abend vorher angereist, da von Münster aus die Zugverbindung und die Fahrtzeit sonst sehr nervig sind.
Hab also dort schön mein Zimmer bezogen und dann: Hab ich doch tatsächlich die ganze Nacht mit essen verbracht! Ich bin geschlagene 2 Stunden nicht aus der Hypo rausgekommen, immer so Werte um 50- 70 und dabei fiese Hyposymptome. Naja, ich wurde dort ja sehr nett mit Saft und Bärchenkeksen :) versorgt, allerdings war mir nach fast 10 KE auch langsam aber sicher schlecht. Pumpe war natürlich schon aus! Ich konnte es mir wirklich nicht erklären!

Ich hab die Nacht über insgesamt 14 KE vernichtet und bin mit einem Wert von 48 aufgewacht -.-
Gut, den Tag über bekam ich dann für die Studie alle 15 Minuten über einen Zugang Blut abgenommen, hier war auch recht schnell klar, dass ich heute scheinbar besonders Insulinempfindlich bin.

Eigentlich stören mich Unterzuckerungen ja gar nicht so sehr, ich esse schnell was und gut ist. An diesem Tag durfte ich aber leider nicht essen wie ich wollte sondern musste mit den Hauptmahlzeiten warten, bis der Studienplan das erlaubte.
Ich tippe deshalb auch, dass es mir auch so schlecht ging, weil ich einfach Hunger hatte. Mir ist nämlich aufgefallen, dass ich verschiedene Hypos habe.

Wenn ich z.B. eine Hypo aufgrund von viel Sport oder zu viel Insulin habe, dann geht der Blutzucker relativ schnell in dern Keller, ich merke die Hypo aber auch so bei 65 mg/dl. Da geht es mir aber nicht richtig schlecht, ich werde irgendwann ein wenig albern und hab so ein komisches Gefühl überall. Kann ich leider nicht anders beschreiben. Das sind die Hypos, die ich relativ oft habe und die mich nicht weiter belasten.

Dann gibt es da aber noch die "anderen Hypos". Da fühle ich mich auf einmal total schwach und im Kopf erst ganz leicht und wabbelig. Und ich habe Hunger, aber gleichzeitig ist mir irgendwie schlecht und ich will nichts essen. Wenn das schlimmer wird krieg ich auch Kopfschmerzen.
Wenn ich dann meinen Blutzucker messe, habe ich meistens Werte so um die 70-80mg/dl, also eigentlich noch gar nicht so akut niedrig.
Diese Symptome habe ich vor allem dann, wenn ich über längere Zeit nichts gegessen habe (was zugegebener Maßen nicht sehr oft vorkommt-.-) Diese Hypos finde ich extremst unangenehm und da leide ich richtig drunter!

Leider waren die Symptome letzte Woche allerdings genau zweiterer Natur und es ging mir eher schlecht. Aber da ich eig eher eine Frohnatur bin, lass ich mir doch durch ein bisschen Hunger nicht den Tag versauen!

Naja soweit so gut, Abends durfte ich ja dann auch was richtiges essen, Fisch mit Reis und ein paar Bröckchen Gemüse:).
Gegen 21 Uhr wurden allerdings die bislang sehr leichten Kopfschmerzen immer schlimmer. Ich hab sonst nie Kopfschmerzen und hab erstmal nach nem kalten Lappen für die Stirn gefragt. Gabs dann auch, half aber leider gar nicht.
Kopfschmerzen wurden immer schlimmer, ich konnte mich bald gar nicht mehr bewegen, dann hatte ich das Gefühl mein Kopf explodiert! Und ich konnte weder Licht noch Geräusche ertragen! Ich lag im dunklen Zimmer mit nem doppelt gefalteten Handtuch über den Augen und trotzdem tat das Licht was unter der Tür durchfiel, höllisch weh!

Als Übelkeit dazukam, hab ich endlich 2 ordentliche Tabletten bekommen und nach 2 Stunden wurde es langsam besser. Ich hab mich danach einfach nur unglaublich fertig gefühlt und nur noch geschlafen.

Ich weiß ja jetzt nicht, ob das wirklich Migräne war, aber dann hab ich in Zukunft wirklich mehr Mitleid mit allen, die regelmäßig unter solchen Schmerzen leiden!
Meine Ärztin und ich tippten darauf, dass es eben von dem Stress durch den Schlafmangel und vor allem den über Stunden zu tiefen Werten kam. Akut war das alles nicht so schlimm aber da es den ganzen Tag so ging, war das vermutlich einfach zu viel.

Jetzt mache ich mir ja schon ein wenig Gedanken darüber, bislang hab ich Hypos immer sehr auf die leichte Schulter genommen. Ich hatte da ja nie schlimme Erfahrungen mit, hab in 18 Jahren nie Fremdhilfe benötigt und hab mich da nie hilflos gefühlt. Aber scheinbar ist das doch größerer Stress für den Körper, als man so meint.

 Kurze Fußnote: Leider sind meine Posts momentan alle ohne Bebilderung da ich aktuell keine zufriedenstellende Lösung habe, um Fotos zu knipsen und an meinen PC weiterzuleiten. Die Kamera an meinem Smartphone ist leider so verkratzt, die Bilder möchte ich niemandem weiter zumuten;)  Ich werde die Beiträge dann im Zweifel noch nachbearbeiten, solange hoffe ich, reicht euch auch der Text:)

LG! 

Freitag, 1. August 2014

Update

Okay, lange Zeit war es hier ja jetzt verdächtig ruhig. Ich hatte irgendwie den Kopf zu voll und zu wenig Motivation um was zu schreiben, aber hier jetzt ein Update was sich so bei mir getan hat:

- mein Praxissemester ist vorbei und ich schreibe eher wenig motiviert an meiner Bachlorarbeit. Zeit ist bis Mitte September aber ich krieg jetzt schon Panik! Andererseits MUSS mein Studium jetzt auch mal zu Ende gehen, ich hab keine Lust mehr

- Die beste, tollste Nachricht: Ich nehme an einer Studie teil und teste einen neuen Glucosesensor!

- In Anlehnung an den obrigen Punkt: Mein Enlite- Sensor liegt ungenutzt in der Ecke. Nach dem letzten Post im März ging mir das Teil irgendwann nur noch auf den Keks, keine Nacht ruhig durchschlafen, ständig ungenaue Ergebnisse und kleben wollte er auch selten so lange wie er sollte! Am Anfang war ich ja echt noch begeistert, dann war ich zunehmend nur noch genervt. Der erste Sensor lief ja tatsächlich 21 Tage am Stück mit perfekter Genauigkeit, alle anderen danach haben so gerade Ihre 5 Tage geschafft, bevor sie über den Jordan gingen. Da ich ja potentieller Selbstzahler bin, keine wirklich schöne Sache:(
Leider haben alle weiteren Sensoren auch nicht die Genauigkeit des ersten Erreicht, ich hab am Ende wieder viel mehr gemessen, einzig um den Sensor zu kontrollieren. Und dass ist ja leider auch nicht Sinn der Sache...

- Ich war beim Camp D dabei! Eigentlich bin ich ja schon knapp über der Altersgrenze, aber es war einfach unglaublich toll! Auch hierzu werde ich versuchen, einen einzelnen Post nachzureichen!

- Aktueller HbA1c: 7,1
Tja, geplant war ja endlich mal die 6 vor dem Komma zu sehen, aber immerhin ist er quasi gleich gut geblieben:) Mein Diabetologe sprach sogar schon von "Luxusproblemen" :D Das ich an diesen Punkt mal komme, hätte ich vor knapp einem Jahr NIE für möglich gehalten!

- Aktuell bin ich was meine Werte angeht ein wenig durcheinander. Ich habe seit letzten Montag nur noch niedrige Werte und senke jetzt die Basalrate schon jeden Tag ab weil ich einfach ständig in ne Hypo komme. Bisschen sehr nervig, vor allem da ich nicht weiß, woher das so plötzlich kommt! Ich hab den Verdacht, dass es zyklusbedingt sein könnte, allerdings habe ich hierbei noch kein richtiges Schema entdecken können. So erfreue ich mich erst einmal an den guten Werten und versuche, die Anzahl der Hypos so gering wie möglich zu halten.

Gut, zu einigen der Themen plane ich auch ausführlich noch etwas zu schreiben, mal sehen ob ich diesen Plan auch tatsächlich umsetze;)

Veränderungen nach einem Jahr....

Mein Ursprüngliches Ansinnen hinter diesem Blog war ja eigentlich mal, vor allem meine Entwicklung hinsichtlich meiner Diabetes- Akzeptanz zu dokumentieren.
Irgendwie ist dieses Thema allerdings aufgrund des für mich alles verändernden Klinikaufenthaltes in den Hintergrund getreten.

Ich weiß nicht, ob es an der intensiven Schulung, dem Austausch mit anderen oder an der Schockdiagnose beim Augenarzt lag (ich tippe eigentlich auf eine Mischung aus Punkt 2 und 3!), auf jeden Fall hat sich seitdem einiges geändert.

Und auf diese Veränderungen möchte ich heute einfach mal eingehen, vor allem auch, um mir diese Dinge vor Augen zu halten und einfach mal zu sammeln.

Also, los geht`s!

  • Ich kann kleinere Handtaschen benutzen oder sogar mal ohne Tasche rausgehen
    • Klingt jetzt komisch, ich weiß! Aber früher war das allerwichtigste was ich immer am Körper getragen habe, eine Flasche Wasser! Ich hab das als gar nicht komisch empfunden, viel trinken ist schließlich gesund. Allerdings brauchte ich dieses Wasser vermutlich nur, weil meine Werte so mies waren. Jetzt kann ich es auch mal eine Weile ohne aushalten und muss mich eher zum Trinken anhalten.
  • Ich habe jetzt immer "Not- KE`s" dabei
    • Also wirklich immer! Früher hab ich viele Hypos einfach aussitzen können. Ich hab meine tiefen Werte ja zum Glück immer gut bemerkt, aber mittlerweile finde ich sie einfach unangenehm. Damals waren Hypos für mich ein gutes Zeichen, merkte ich doch, dass mein BZ mal ausnahmsweise nicht total hoch war.
  • Notfalltäschchen
    • Ich habe ein total niedliches Täschchen für mein Messgerät und all das Zubehör gekauft, was ich immer so dabei habe(n muss). Aus schwarzem Filz, richtig schön stabil und fest und mit einem aufgesticktem roten Kreuz (passt ja zu meinem Hobby;)) und mit blauer Stickerei "Notfallkoffer". War gar nicht so günstig, allerdings habe ich es mit damals in Mergentheim in dem einzigen Laden geholt, in dem es nicht nur Oma- Sachen gab;) Das war quasi eine Motivationshilfe für den Neustart. Bislang leistet es hervorragende Dienste! 
  • Redebedarf
    • Jahrelang war mein Diabetes eigentlich immer ein Thema, was ich unter Verschluss gehalten habe. Mittlerweile habe ich einen wirklich immensen Redebedarf was das alles angeht! Ich möchte darüber reden, wenn ich eine miese Nacht hinter mir habe, weil ich wieder nur Unterzuckert war und ich möchte, dass sich jemand mitfreut, weil es gerade einfach unglaublich gut läuft! Ich hab das die letzten 18 Jahre immer alles mit mir selbst ausgemacht, jetzt hat sich das geändert und das ist auch meinen Freunden schon aufgefallen. Ich habe ein wenig Sorge Ihnen damit irgendwann auf den Geist zu gehen, aber ich glaube so schlimm ist es dann doch noch nicht;) Außerdem bin ich der Meinung, dass es eben ein Teil meines Lebens ist, und so wie ich mir auch die Geschichten meiner Freunde von Ihrem Arbeitstag anhöre, dürfen sie einen Einblick in meine Diabetes- Welt ertragen!
  • keine totale Identifikation über Diabetes
    • Das ist eigentlich wohl der Wichtigste Unterschied zu früher: Ich habe endlich Abstand gefunden! Abstand zu meinen Werten. Ich kann endlich von "hohen Werten" sprechen, früher waren das alles "schlechte Werte". Und ein hoher Wert bedeutet auch nicht mehr, dass ich selbst "schlecht" bin. Ich kann endlich ganz rational an die Sache herangehen und gucken, wo habe ich evtl. einen Fehler gemacht, was hätte anders gehandhabt werden sollen? Zu diesen Überlegungen war ich damals gar nicht in der Lage, es bedeutete einfach, dass ich mal wieder versagt hatte, wenn der Wert "schlecht" war. 

  • entspannte Arzttermine :)
    • dieser Punkt ist wohl meinem Praxisteam am deutlichsten aufgefallen: Ich sitze endlich nicht mehr heulen im Wartezimmer und breche in Tränenströme aus, sobald ich was zu meiner Einstellung sagen soll. Witziger Nebeneffekt: Man kann ein meinem Diabetikerpass ganz deutlich sehen, dass seitdem auch meine Blutdruckwerte bei den Arztbesuchen wesentlich niedriger sind!  

Freitag, 7. März 2014

Die Gummibärchenvernichtungsmaschiene


Also in letzter Zeit läuft es eigentlich blutzuckermäßig gar nicht schlecht! Ich lese brav alle paar Tage meine Pumpe aus, interpretiere die Daten, welche mit Pumpe, CGM und BZ- Messgerät zusammensammeln und passe dann meist auch wenigstens ein bisschen was an meiner Einstellung an.
Dadurch hab ich glaub ich mittlerweile die am besten passende Basalrate die je durch meine Pumpe geflossen ist!
Dennoch bleiben so kleine Schwierigkeiten.

Zum Beispiel kämpfe ich immer noch vormittags während der Arbeit mit Werten, die mir zum richtigen Reinpowern eigentlich zu niedrig sind! Mitten in einem Beratungsgespräch ne Tüte Gummibärchen verdrücken (die kleinen a 1 KE natürlich!) kommt irgendwie nicht so richtig gut, zudem stört und behindert der tiefe Wert bzw auch das ständige vibrieren meiner Pumpe dann meine Konzentration!
Also hab ich die Basalrate um diese Uhrzeit mittlerweile auf für mich wirklich niedrige 0,6 bis 0,8 Einheiten pro Stunde gesetzt, vorher liefen da so 1,8 oder so... (bin ja generell eher ein Insulin- Großverbraucher...)
Ich weiß noch nicht genau, wie ich das handhaben soll, einerseits möchte ich natürlich möglichst tiefe Werte am Zielbereich haben (naja, so 120mg/dl), andererseits verringert das natürlich den Sicherheitsabstand zur Hypo. (Momentan krebse ich zu der Uhrzeit aber eher so bei 80mg/dl rum und muss nebenbei essen.) Also, da ist noch was zu tun!
Ein zweites Problem folgt auf dem Fuße, nämlich das Mittagessen. Ich hab aktuell Mittags den höchsten KE- Faktor des Tages, was ja eigentlich nicht gerade normal ist. Aber ich kämpfe trotzdem mit PP- Werten (also Werte nach dem Essen) bis 270mg/dl! Meist reguliert sich der Wert von ganz alleine wieder in den Zielbereich, das spricht also eher für einen fehlenden Spritz-Ess- Abstand. Nur ist gerade dieser beim Essen während der Arbeit total schwer umsetzbar... Wir machen nicht jeden Tag gleich mittag, und teilweise sehr spontan. Zudem ist der Wert vor dem Essen noch niedrig, also auch nix mit Ess- Abstand und so... Mal schauen wie ich dieses Problem löse.

Leider in letzter Zeit auch immer mal wieder gesehen: Hypo- Abschaltung wegen niedrigem Sensor- Wert:) Witzig weil mega penetranter Alarmton!

Generell ist mir allerdings aufgefallen, dass ich momentan unglaublich häufig Hypos habe:( Bestimmt so 3 am Tag, ich rechne da jetzt allerdings Werte <70mg/dl rein. Und Nachts auch immer mal wieder, die sind natürlich besonders nervig.
Da mein CGM mich ja warnt, komme ich nicht mehr so richtig tief, wenn ich allerdings jedes mal was esse, wenn es vibriert und piep, dann Mahlzeit!
Vermutlich reduziere ich einfach zu zaghaft aber wie Ihr ja wisst, hasse ich hohe Werte! Das lässt mich immer noch total unruhig werden und ich zweifle dann direkt an meiner ganzen Therapie. Andererseits geht mir das ständige "Hypo- sein" mittlerweile wirklich auf den Keks (haha, der war gut!;)), zudem fühlen sich alle Hypos momentan viel schlimmer an, als früher. Ich bin mittlerweile einfach an bessere Werte gewöhnt, und jede Abweichung nach oben oder unten, macht mir schon zu schaffen. Das war anders als meine Werte quasi willkürlich von 25 nach "HI" zu springen schienen! Damals hab ich da nur selten was von gemerkt, also von den Schwankungen. Wenn momentan mein Zucker abfällt, merke ich das meistens schon, bevor meine Pumpe mich warnt. Hypos habe ich ja immer sehr zuverlässig bemerkt, die wirklich niedrigen Werte waren Ausnahmen oder so Fälle wie "keine Zeit/ Bock jetzt was zu essen". Jetzt fühl ich mich bei Werten von knapp 70mg/dl schon niedrig, nicht richtig schlimm aber doch schon erste Hyposymptome. Und gerade jetzt merke ich, dass es wieder in den Keller geht, Pumpe meldet "Rate fallend". Aktuell der Wert so bei 126, aber da es mit zwei Pfeilen weiter nach unten geht, werde ich wohl was essen müssen. Yummi!

Ausbeute einer Nacht -.-

Aber gut, das sind schließlich alles Dinge, die ich in den Griff bekommen kann, sie erfordern nur eben ein wenig Arbeit. Und danach muss ich mich mit dem Thema Sport nochmal beschäftigen, das klappt leider (trotz Blous- und Basalratenabsenkung!) immer nur mit ausreichend Essen in der Tasche-.-

In diesem Sinne: Lasst es euch schmecken!




Samstag, 1. März 2014

Warum Geduld sich auszahlt

So, kleines Update was die letzte Zeit so los war:)

1. Nach 18 Tagen hat mein Sensor leider nicht mehr wirklich genaue Werte angezeigt. Auf Schwankungen hat er gar nicht oder nur seeehr verzögert reagiert. Nun ja, aber mit der Lebenszeit war ich jetzt wirklich zufrieden, also darf er raus und schnell ist ein neuer gelegt.
Das Legen des Sensors ist noch alles andere als Routine, ich saß bei meinem zweiten Sensor also mit der Bedienungsanleitung in der Hand da, während ich den Knopf der Setzhilfe ausgelöst habe:)
Durch eine kleine Unachtsamkeit habe ich dann die erste Kalibrierung mit einem instabilen Wert durchgeführt. Deshalb musste ich den Transmitter am zweiten Tag schon wieder abkoppeln und durch einen Ladevorgang reseten, damit die Werte auch mal zu meinem tatsächlichen Blutzucker passen.
Von diesem Sensor war ich leider trotzdem die ersten 2,5 Tage enttäuscht, die Werte passten einfach nicht! Aber da jeder einzelne mich ja schließlich ne ganze Stange Geld kostet, war ich einfach zu geizig, um einfach nen neuen zu legen. Und siehe da: Geduld zahlt sich eben aus. Heute ist Tag 5 und das CGM zeigt wieder super exakt meinen Blutzuckerverlauf an! Ich liebe es! Hoffentlich schafft er auch wieder so viele Tage!

2. Um zu meinem Praktikum zu kommen, muss ich jeden Morgen 1,5 Stunden Bus fahren. Super ätzend! Also bin ich diese Woche an drei Tagen mit dem Rad gefahren. Pro Strecke sind das knapp 20km und ich bin ungefähr 65 Minuten unterwegs. Vorteil ist, dass ich ein wenig länger schlafen kann, viel frische Luft bekomme und mein Frühstück nicht mal zu 50% bolen muss.
Schwieriger wird es allerdings beim Rückweg. Da mein Arbeitsende nie so genau vorhersehbar ist, kann ich da mit ner Basalratensenkung nicht viel machen. So stopfe ich mir meistens vorher 3 KE rein, stopppe die Pumpe und mache mich auf den Weg. Leider musste ich bislang immer noch was nachessen, das versaut mir natürlich die Zeit:)  Einmal war ein Stop an einer Tankstelle nötig um Saft zu kaufen, mir waren schlicht die Gummibärchen ausgegangen:D

3. Aktuell bin ich super zufrieden mit meinen Werten! Es ist so ein tolles Gefühl, sich dem ganzen nicht mehr ausgeliefert zu fühlen, sondern die Zügel in der Hand zu haben. Ich muss unbedingt nochmal nen Post zu meiner neuen "Kopfeinstellung" schreiben, schließlich war dass der eigentliche Anlass für diesen Blog! Aber erstmal eben nur soviel, dass ich echt zufrieden bin. Aktuell sogar ziemlich viele Hypos, was natürlich nicht gut ist, aber für mich leichter zu ertragen als ständig hohe Werte. Ich bin so gespannt auf den nächsten HbA1c! Aber darauf muss ich noch knapp 3 Wochen warten...

Donnerstag, 6. Februar 2014

Versuch macht klug...

Manchmal habe ich einfach das Gefühl, ich müsste mal was neues ausprobieren. Neue Lebensmittel sind spannend, aber gestern wollte ich mal ne neue Katheterstelle versuchen. Lege die sonst immer an Bauch bis hoch zum Rippenbogen und Flanke, hab also gestern mal den Oberschenkel ausprobiert.
Dass das Insulin da langsamer wirken soll, hatte ich ja gehört, dass ich damit allerdings so auf die Nase falle, war eine Überraschung-.-
Ich hatte ein wenig Hemmung den Auslöser der Setzhilfe zu drücken, leider zwiebelte die Stelle im ersten Moment auch ganz ordentlich. Wurde aber schnell besser und eig gefiel mir das ziemlich gut!
Nach zwei Stunden wsr bloß leider mein BZ auf 180mg/dl gestiegen, vorher hatte ich herrliche 105. Hab noch ein wenig gewartet, hätte ja auch einfach am essen liegen können. Naja, leider war ich wenig später bei 260 und von der Wirkung der Korrektur war nix bemerkbar.
Ein wenig enttäuscht musste ich also das Projekt "Katheter am Oberschenkel" vorerst für gescheitert erklären. Aceton war zwar negativ aber bei solch einem Anstieg hab ich dann auch keinen Spaß mehr. Ich werde also weiterhin die volle Bauchfläche ausnutzen und vllt irgendwann der Versuch am Arm wiederholen;-)
Wie sind eure Erfahrungen mit den verschiedenen Katheterstellen?

Dienstag, 4. Februar 2014

Die Tücken der Technik

Manno, irgendwie klappt das mit dem regelmäßigen bloggen noch nicht so, wie geplant, aber ich werde weiterhin daran arbeiten.

Bei mir hat sich in den letzten Wochen einiges getan.

Zum ersten habe ich an einer Coping-Schulung teilgenommen. Meine Diabetes-Beraterin hat die in meiner DiaPraxis gehalten und mich vor ner Weile angesprochen, dass wäre wohl was für mich.
Da ich grundsätzlich ja immer Spaß an Schulungen habe und seit meinem Aufenthalt in Mergentheim sowieso den Diabetes zu einem Hobby erklärt habe, hab ich mich also angemeldet.
Wir waren insgesamt fünf Teilnehmer, vom Alter her sehr gemischt, alle Typ 1er allerdings sowohl mit Pen wie auch mit Pumpe.
Inhaltlich ging es vor allem darum, herauszufinden, weshalb es manchmal so schwierig ist, sich um seine Therapie zu kümmern, obwohl man doch eigentlich gut Bescheid weiß.
Ich muss sagen, dass ich mich am Anfang ein wenig deplatziert gefühlt habe, schließlich war ich die einzige die aktuell kein Motivationsproblem hat und eher zuviel testet. Aber die Gruppe war einfach total super, wir haben direkt am ersten Abend der Schulung einfach mal zwei Stunden überzogen weil wir so viel zu quasseln hatten :D
Ich kann so eine Coping- Schulung nur allen mal ans Herz legen, die einfach auch öfters mal Motivationsschwierigkeiten haben und sich fragen, wofür sie diesen ganzen Mist eigentlich veranstalten.

So, das nächste große Event war dann das Probetragen des CGM-System. Das hatte mein Doc mir beim letzten mal vorgeschlagen, weil eben auffiel, dass ich mindestens 12 mal am Tag den Blutzucker messe (häufig auch eher noch mehr-.-). Da ich das CGM ja eh immer schon spannend fand, hab ich mir also den Sensor legen lassen, da ich ja die Paradigm 722 von Medtronic hatte, natürlich den Enlite. Und ich muss sagen: Ich war begeistert! Die ersten 2 Tage habe ich dem Sensor nicht getraut, aber danach war alles so herrlich entspannt. Die Werte des Sensors stimmten an dem zweiten Tag total gut mit meinem Messgerät überein und besonders die Trendanzeige hat mir unglaublich geholfen.

Sensorverlauf der Probezeit 


Ich war so traurig, als die Pumpe nach 6 Tagen den Sensor leider nicht mehr finden konnte:(. In den letzten beiden Tagen des Sensors hatte ich nen Durchschnittswert von unter 100mg/dl und zwar ohne Hypos! Sowas bin ich nun wirklich nicht gewöhnt...

So, daran passen die nächste große Neuigkeit: Weil mir der Sensor so supergut gefallen hat, hab ich mit meiner DiaBeraterin mal überlegt, welche Möglichkeiten der Finanzierung sich mir so bieten.
Leider nicht viele. Eine Übernahme der Kosten durch die Krankenkasse ist mehr als unwahrscheinlich da ich nicht schwanger bin, kein Säugling bin und auch keine schweren Hypowahrnehmungsstörungen habe. Zum Glück! Allerdings ist damit die Finanzierung definitiv ein Problem.
Zum Glück hatte meine DiaBeraterin dann jedoch noch ne Idee, und zwar hatte der Vertreter von Medtronic beim letzten mal einen Flyer dagelassen, eine Sonderaktion betreffend das CGM.
Wenn man eine neue Veo beantragt, bekommt man das StarterKit für 460€ statt knappen 1300€ dazu. Da meine gute alte Paradigm ja schon weit über Ihrer Garantiezeit ist und auch schon diverse Mängel ausweist, welche mir bislang aber zu popelig waren, um sie deshalb einzuschicken, stand fest: Ich beantrage doch die Veo! Eigentlich wollte ich ja warten, bis Medtronic dieses Jahr seine neue Pumpe rausbringt. Aber gut, so komm ich immerhin einigermaßen kostengünstig zu meinem Sensor.
Wie ich dann im folgenden die Sensoren bezahlen will, ist mir leider noch nicht ganz klar, ich habe einige Rücklagen von der Versicherungssumme, die ich aufgrund meines Reitunfalls vor einigen Jahren bekommen hab, damit werde ich das wohl erst mal überbrücken.

Meine neue Pumpe ist dann auch pünktlich letzte Woche Freitag per Post gekommen, ich hab alles schön ausgepackt und angeguckt, anlegen durfte ich sie ja noch nicht, dafür muss man eine Einweisung vom Mitarbeiter von Medtronic bekommen. Auf das CGM warte ich leider noch, ich warte eigentlich jeden Tag auf den Postboten:)

Tja, und dann waren da meine Werte in den letzten zwei Wochen. Die waren nämlich so gar nicht schön! Ich konnte mir das langsam auch wirklich nicht mehr erklären, urplötzlich hatte ich jeden Nachmittag Werte um die 300, welche sich auch kaum korrigieren ließen! Ich hab also fleißig die Basalrate und die Faktoren verändert, allerdings kamen diese Ausreißer dann zu anderen Uhrzeiten... Ich muss sagen, sowas bringt mich dann ja auch immer noch total auf die Palme, das untergräbt dann meine ganze Moral und eigentlich will ich wieder alles hinschmeißen!
Dann kam der Montag und ich hab an meiner Pumpe brav das Reservoir und den Katheter gewechselt. Bzw wollte ich, da das mit dem automatischen Füllen nicht klappte! Jedes mal, wenn ich den Schlauch des Reservoirs füllen wollte,kam vorne kein Insulin raus, sondern die Motorblockabdeckung der Pumpe schon sich nach hinten aus dem Gehäuse raus! Keine Chance also, die Pumpe zum laufen zu bringen.
Also Anruf bei der Hotline, diese wollten mir natürlich eine Ersatzpumpe schicken, weil ich die Veo ja ohne Unterweisung nicht in Betrieb nehmen darf. Aber was wäre das für ein Umstand gewesen, jetzt erst auf ICT umzusteigen und dann die Ersatzpumpe zu programmieren, die alte zurückschicken, dann die Veo anzulegen, zu programmieren und die Ersatzpumpe zurückschicken....
Auf keinen Fall, also hab ich nach einem Telefonat mit meinem Vertreter die Veo direkt angelegt, und ab diesem Zeitpunkt hatte ich Top- Werte! Weg waren die unerklärlichen Schwankungen bis hoch in die 400er! Ganz im Gegenteil, ich hatte kaum Werte über 100 und leider auch einige Hypos. Mit 36 durch die Stadt zu eiern, ist auch nicht wirklich schön ;)
Naja, da war meine Paradigm wohl schon vorher nicht mehr ganz in Ordnung und jetzt bastele ich mal wieder an der Basalrate herum, um die Werte in nem anständigen Bereich zu halten. Klappt soweit ganz gut, nur abends hab ich noch Ausreißer nach oben. Tja, man sieht also, manchmal nützt es gar nix, sich selbst verrückt zu machen, wenn die Technik nicht mitspielt, hat man keine Chance!

Alte und neue Pumpi einträchtig nebeneinander :)

Jetzt warte ich natürlich voller Vorfreude auf mein CGM, bin mal gespannt ob das wieder annähernd so gut läuft wie in der Probewoche:)

So, das war jetzt erstmal das Update, ich hoffe, bei euch läuft alles so einigermaßen, ich starte am Montag in mein Praxissemester, da wird sich bestimmt auch wieder einiges an der Einstellung ändern. Aus ists mit schlafen bis 12Uhr, ade schönes Studentenleben! Nächstens Mittwoch habe ich meine letzte Prüfung, ansonsten bin ich mit meinen Seminaren durch, nur das Praktikum und noch die leidige Bachlorarbeit, dann bin ich doch tatsächlich schon durch mit meinem Studium...

Lg, Sandrine

Ein fast perfekter Tag... und ein gebrochener Rekord

Hallo! Wollte nur mal schnell von meinem heutigen Tag berichten. Zum ersten Mal, hat das mit der Sportanpassung wirklich gut funktioniert! Aber von vorne:

Eigentlich wollte ich gegen 14 Uhr joggen gehen. Hab also um 13 Uhr gemessen (132mg/dl) und die Basalrate für die nächste Stunde auf 70% reduziert. Da aber leider noch der Frühstücksbolus wirkte (ja ja, fauler Student und so, Frühstück um 12 Uhr) hatte ich um 14 Uhr nen Wert von 123, also Basalrate nochmal ne Weile auf 50% gesenkt und noch gewartet. Ich hatte einfach keine Lust auf ne "Sport- BE" und wollte es mal ohne versuchen. Leider war der Wert um halb drei aber dann bei 112...-.- Irgendwie auch blöd zum laufen. Naja und dann kam spontan der Plan, mit zwei Freunden ne Runde durchs schöne Münsterland zu wandern. Richtig, wandern! Bei strahlendem Sonnenschein und knapp 15 Grad ist das auch Anfang Februar sehr angenehm. Außerdem hatte ich mich ja eh auf Bewegung vorbereitet. Also schön den Rucksack gepackt (Gummibärchen, Saftschorle, Brot, Pulli... ich bin leider halt mehr so der Sicherheitsfanatiker, hab gern alles dabei;))
Wir sind dann ziemlich genau 11 Kilometer in 3 Stunden gegangen und ich muss sagen: Mein Blutzucker war top! Ich hab unterwegs dreimal gemessen, 101, 121, 123. Was will man mehr? Da die Belastung nicht so hoch war, waren das Werte, mit denen ich mich sicher genug gefühlt habe. Nur auf den letzten Metern habe ich einige Schlucke von der Schorle genommen, sodass ich mit 160 am Parkplatz ankam. Aber naja, auch voll in Ordnung nach so einer Aktion.

Leider hab ich mir zwei dicke Blasen gelaufen:( Aber wir waren Abends noch mit Freunden beim Italiener verabredet. Ich hab den gleichen Salat wie beim letzten mal bestellt (Salat mit honigüberbackenem Ziegenkäse und Walnüssen, lecker!) Dazu gabs natürlich Brot. Beim letzten Mal hatte ich diesen Salat leider zu knapp berechnet (wohl das Brot und den Honig unterschätzt...) und war nach dem Essen bei knapp 300 oder so. Naja, also war ich diesmal ein wenig großzügiger. Salat+Brot+Cappuccino alles in allem mit 9KE berechnet. Großer Fehler.
Ich bin mit einem Freund auf dem Rad nach Hause und hab unterwegs schon gemerkt, dass ich wohl eher niedrig bin. Aber da wir schon fast da waren, ich meine Hypos eigentlich immer sehr gut einschätzen kann und da auch keinerlei Angst vor habe, wollte ich bis zu Hause warten. Hab dann noch im Fahrradkeller gemessen, dachte mir schon dass es eher eine dollere Hypo ist, aber mein Messgerät hat dann 20mg/dl angezeigt! Ich bin fast von der Treppe gefallen, ich hab mich eher wie bei nem Wert von 45 gefühlt...



Hab dann schnell im Treppenhaus 2 Tütchen Gummibärchen eingeschoben (2KE) und bin erst mal in meine Wohnung. Kontrollmessung im Aufzug (ich hab meinem Messgerät ein wenig misstraut!) ergab aber auch 28. Naja, also sicherheitshalber noch was von der Saftschorle (ca 1KE). Keine zehn Minuten später wieder nen Wert von 72. Alles gut. Was mich aber am meisten erstaunt, ist, dass ich mich echt nicht schlecht gefühlt habe! Zwar bisschen Hypogefühl aber nix weltbewegendes! Und die 20 auf dem Display waren somit ein neuer Niedrig- Rekord... Ich nehme an, dass es auch daran lag, dass ich den Tag über (ausnahmsweise-.-) mal recht wenig gegessen hab, waren ja die ganze Zeit unterwegs. Und dann halt direkt den nicht gerade zimperlichen Bolus. Das war wohl eher blöd. Aber lag wohl auch daran, dass ich sonst halt leider nicht besonders empfindlich auf Insulin reagiere...

Sie haben Post :)


So, nachdem ich eine gefühlte Ewigkeit (na ja, 2 Wochen können wirklich lang werden;)) gewartet habe, kam heute endlich mein Sensor StarterKit per Post!

StarterKit CGM

Jetzt also nur noch warten, bis ich den Termin mit meiner Medtronic- Vertreterin habe (wir kommunizieren übrigens per SMS O.o) und sie mir alles ordentlich erklärt hat und dann also endlich mit kontinuierlichem Glukosemonitoring unterwegs :)

Übrigens hab ich heute morgen am Bahnhof spontan zwei Batterien kaufen müssen. Meine Pumpe meldete auf einmal "Batterie schwach" und das Symbol der Batterie war schon ganz leer. Ich hab die Veo ja erst seit einer Woche aber leider schon zweimal ne leere Batterie gehabt. Ich warte jetzt mal ab, wie lange es bis zum nächsten Mal dauert, vielleicht liegt es ja auch nur an den Batterien (waren allerdings die, welche der Pumpe beilagen). Ansonsten kann ich wohl bald Austauschpumpe anfordern-.-