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Sonntag, 24. Januar 2016

Wie lief denn nun eigentlich das Schwimm- Experiment?


Na, das lief tatsächlich ziemlich gut :)
Ich habe im Kühlschrank wirklich noch ein Packung Protaphane- Pens liegen gehabt, die auch ihr Haltbarkeitsdatum noch nicht überschritten hatten. Hab dann also die Pumpe abgekoppelt ( BZ hier 140mg/dl) und 4 Einheiten Basalinsulin gespritzt. Ich hatte mal in einer Schulung gelernt, 1 Einheit pro Stunde, wenn man die Pumpe nur kurz abkoppelt. Habe ich tatsächlich so gut wie noch nie genutzt, da ich in den jetzt 15 Jahren noch nie eine "Pumpenpause" machen wollte. Und auch am Strand etc war sie immer dabei.
Gut, da ich aber wusste, dass mein Insulinbedarf leider momentan recht hoch ist, habe ich den Bedarf auf 1,5 Einheiten hochgerechnet und dann mit 3 Stunden "Pumpenabstinenz" gerechnet. Was mir auch nicht mehr in Erinnerung war, ist die Tatsache, dass meine Basalpens nur ganze Einheiten abgeben können. Deshalb abgerundet auf 4 Einheiten.

Am Schwimmbad angekommen musste wir dann angesichts der Preise ein wenig schlucken, 12 Euro für nur ein bisschen Bahnen ziehen war uns dann doch deutlich zu viel. Die Lösung bot der "Sport- Tarif", Kosten 5 Euro für 60 Minuten. Auch happig, aber gut, dann beeilen wir uns eben.

Gestartet bin ich dann mit dem Zucker von 130mg/dl und wir haben knapp 35 Minuten brav unser Sportprogramm gemacht ;) Dann ging aber die Welle nebenan los und das konnten wir uns ja nicht entgehen lassen. Danach noch einmal schnell die Rutsche testen (Viiiel zu langsam!!!) und dann schnell wieder in die Umkleide um die Zeit nicht zu überziehen.

Zucker war stabil bei 110 laut Libre, passt! Zuhause die Pumpe wieder dran und erstmal schön Kaffee kochen. Insgesamt war die Pumpe also nur knapp 90 Minuten ab, allerdings hat das bei mir schon häufig für nen sportlich- hohen 300er Wert gesorgt.

Nach dem Essen im Anschluss hatte ich allerdings doch ne leichte Hypo, ich hatte beim Pumpe ankoppeln vergessen, dass das Protaphane ja noch wirkte. Ansonsten lief es aber relativ perfekt!

Vielleicht sollte ich mir also auch bei kleinen "Unternehmungen" mal wieder mehr Gedanken machen und nicht einfach nur reagieren...

Blöd nur, dass ich den Basalpen jetzt vermutlich wieder komplett voll entsorgen kann. Es müsste kleine Mini- Flaschen mit nur wenigen Einheiten drin geben... weil so ist das jetzt leider echt Verschwendung. Aber eine richtige andere Idee habe ich da jetzt auch nicht für. Und ne Pumpenpause, nur um das Basalinsulin aufzubrauchen, also ne, wirklich nicht!





Samstag, 23. Januar 2016

Spontan schwimmen


So, endlich Wochenende. Und tatsächlich habe ich für heute mal einen Plan der nicht aus "auf der Couch liegen" und "shoppen" besteht :)

Ich bin mit meiner Schwester zum schwimmen verabredet. Während meines Studiums war ich oft schwimmen, einfach weil das eine der Sportarten ist, die ich noch relativ gerne mache.... -.- Sportmuffel und so....

Das letzte mal ist also tatsächlich lange her, und damals habe ich mir um meinen Blutzucker auch immer nur ziemlich wenig Gedanken gemacht.
Für heute hätte ich eigentlich gerne einen besseren Plan. Ich wollte deshalb hier kurz meine Überlegungen festhalten und danach dann von den Ergebnissen berichten :)

1. Libre: Ist eh abgeklebt mit KinesioTape, soll ja auch ne Weile wasserfest sein. Sollte also klappen.
2. Pumpe: Abkoppeln und zu Hause lassen oder beim Bademeister abgeben? Ich würde aktuell zu "zuhauselassen" tendieren... allerdings weiß ich noch nicht, ob wir nach dem Schwimmen nicht vllt noch irgendwo anders hin fahren... hm... ich denke ich lasse sie hier. Da ich auf das wegfallen der BAsalrate meist ziemlich schnell mit hohen Werten und Ketonen reagiere, werd ich mal gucken ob ich noch nen Basalpen im Kühlschrank habe... und ob der noch haltbar ist. Dann gäbs darüber ne kleine Dosis. Ansonsten habe ich eh Einmalspritzen mit und werde das über engmaschige Korrekturen machen. Immer vor Augen allerdings, dass ich Sport auch so gar nicht mehr gewöhnt bin und deshalb den Zielwert etwas höher ansetzen werde.
4. Essen. Muss mal überprüfen ob ich noch Traubenzucker da habe. Aber irgendwas wird sich finden lassen was man mitnehmen kann ;) Ich bin da nicht so der Top- vorbereitete Vorzeigediabetiker. Wenn ich ne Hypo habe, merke ich das so früh, dass ich auch dann noch Zeit habe, im Auto nach Saft zu kramen oder so (Natürlich nicht während der Fahrt!)
5. Katheter: Kein Ding, bleibt liegen und falls er abfällt gibts nen neuen. Pumpe bleibt ja eh daheim.

Okay, dann werde ich mal schnell alles zusammensuchen, in zwanzig Minuten muss ich da sein, und bislang ist noch nix gepackt. Also erzähl mir keiner als Diabetiker ist man nicht spontan! Da kann man sogar noch schnell nen  Blogpost raushauen bevor es losgeht :)

Ich tauch dann mal ab!

Sonntag, 28. Dezember 2014

Eine ganz schlechte Kombination....


Hallo zusammen! Ich muss mir doch jetzt auch mal den Frust von der Seele schreiben! Guckt euch das mal an:


Mein Blutzuckerverlauf der letzten Stunden. Echt zum heulen. Leider habe ich in den nicht mal 24 Stunden bereits 4 mal die Skala meiner Aufzeichnungen gesprengt. Der hohe Wert um Mitternacht ist eindeutig durch den übermäßigen Verzehr von Plätzchen und Keksen in 14 verschiedenen Sorten ausgelost, dafür haben 3 meiner Kekse es in unserem Back- Wettbewerb in die Top 5 geschafft!
Leider habe ich da aber dann mal wieder überreagiert, bei so hohen Werten passiert mir das leider immer noch. Deshalb die ziemlich üble nächtliche Hypo von 33 mg/dl um kurz nach drei. Da ich ja noch bei meinen Eltern bin, musste ich dann auch noch durchs ganze Haus und die Treppe runter in die Küche tapern, da ich ja dann auch den Traubenzucker nicht esse mag (Zumindest nicht wenn ich weiß das in der Speisekammer Weingummi lagert ;) )
War allerdings viel zu viel des guten, wie man an dem morgendlichen Wert von weit über 300 wieder sehen kann... zum Mittag ein guter Wert um die 80mg/dl, leider ist der pp- Wert wieder total durch die Decke geschossen.

Momentan läuft es echt gar nicht. Und schuld ist, da bin ich mir ziemlich sicher, die ungünstige Kombi aus zu viel essen und gar keiner Bewegung.
Ich bin ja sonst auch eher ein Sportmuffel, aber wenn ich zuhause in Münster bin, habe ich kein Auto und muss überall zu Fuß oder mit dem Rad hin. Das sind ganz nebenbei in der Woche an die 50 Kilometer die ich auf dem Rad zurücklege. Und das fehlt hier bei meinen Eltern halt. Mama kocht, es gibt also regelmäßige Mahlzeiten (in meiner Studentenbutze ist das nicht immer der Fall ;) ) und hier zuhause auf dem Land würde niemand auf die Idee kommen, einfach so 10 Kilometer zum einkaufen mit dem Fahrrad zu fahren. In Münster ist das völlig normal für mich , mal eben ne halbe bis dreiviertel Stunde zu strampeln.

Naja, morgen Abend geht es wieder zurück, und dann werden sich die Werte hoffentlich auch wieder ein wenig beruhigen. So kann es nun wirklich nicht weitergehen. Besonders, dass nach jedem Essen der Blutzucker so explodiert nervt mich. Ich versuche einfach, die Nerven zu behalten und mich mit übermäßigen Panik- Korrekturen zurückzuhalten. Denn Werte unter 40 finde ich auch nicht wirklich klasse :)

Donnerstag, 25. September 2014

Diabetes- Blog- Woche Dienstag - Bilder von Unterwegs

Diabetes Snapshots

Wie sieht Dein Leben als Diabetiker aus? Was machst Du den ganzen Tag, was ist gleich und wo gibt es Unterschiede? Welche Gadgets hast Du dabei? Gibt es Dinge auf die Du nicht verzichten willst oder kannst? Zeige es uns, mit Deinen Fotos.

Wie schon geschrieben, bin ich die letzten Tage mit dem Rad unterwegs gewesen. Gerade eben bin ich nach ziemlich anstrengenden 85km in Koblenz angekommrn, aufgrund des Wetters bin ich da auch einfach froh drüber. Trotz dem Stress heute, die Kilometer runterzuspulen, hab ich versucht meinen Diabrtesalltag in Bildern festzuhalten:).
So, Start war heute morgen bei fiesem Nebel in Zell an der Mosel. Nach dem Frühstück ging's los. Auf dem Plan stand, die Strecke bis Koblenz zu schaffen

Nach den ersten knapp 40km musste ich bei nem Wert von 65 ml ein bisschen was zufüttern. Ansonsten esse ich unterwegs nur ungern, mit vollem Magen bin ich nicht so fit. Lief aber soweit ganz gut bis hierhin. Wetter war mittlerweile auch sehr schön!

Hier befinde ich mich knapp 20 Kilometer vor Koblenz, ca 65 km bin ich also gefahren. Ab dann hab ich Flüssigbetankung betrieben, die Müsliriegel und Pumpe auf Stop konnten es auch nicht mehr reißen. Langsam war ich auch echt fertig...

Vorteil von engen Radhosen übrigens: Man kann die Pumpe einfach in die Hose stecken:P. Rausfallen tut sie nicht! 

Ankunft nach 85km am Deutschen Eck in Koblenz. Hier wieder mit einem Wert von 210, also fast wie am Start;) Hätte die Pumpe doch etwas eher wieder anschalten sollen. 

War wirklich ne super Tour, jetzt ne Dusche und dann gibt's vermutlich ne schöne Portion Fastfood;) So besonders Diabetes- lastig waren meine Bilder gar nicht, aber ich mach da auf solchen Reisen auch nicht viel. Temporäre Basalrate bisschen runter, meist esse ich aber dafür unterwegs auch für "umsonst";) 

Samstag, 30. August 2014

Apidra und deutlich weniger Hypos!


 Argh, dieser Post sollte eigentlich letzte Woche schon raus, irgendwie ist der aber nur als Entwurf gespeichert gebleiben... Naja, besser spät als nie ;D

So, eigentlich habe ich mich schon Ewigkeiten (Jahre???) darüber geärgert, ständig zu unterzuckern. half leider alles nix, 2-5 Hypos pro Tag (also <65 und Symptome) waren an der Tagesordnung.
Wir haben alles mögliche versucht, letztendlich wurde es aber immer auf eine starke "Sportsensibilität" geschoben. Naja, da ich meine Hypos überwiegend perfekt merke, nicht soo tragisch.

Naja, jetzt ist der Umstieg von Humalog auf Apidra fast 2 Wochen her und ich muss sagen, ich bin wirklich beeindruckt! Ich habe deutlich weniger Hypos und kann sogar Sport machen, ohne direkt um 50mg/dl in 10 Minuten abzurauschen!
Waren letztes Wochenende Mountainbiken, 4 Stunden und ich hab knapp 4 KE gegessen. Hab allerdings die Basalrate auch nicht genug abgesenkt, war da irgendwie zurückhaltend.
Nebenbei sind auch die PP- Werte endlich in einem logischen Bereich und legen keinen Raketenstart mehr hin.

Kurzum: Ich bin absolut zufrieden!

Leider hat mein Sensor dann letzte Woche schlapp gemacht, irgendwas ist kaputt, sodass ich heute ein weiteres Mal in das Studieninstitut gefahren bin um das wieder in Ordnung bringen zu lassen. Ist halt nur eine Studie und man weiß nie, ob dass alles funktioniert wie es soll.
Die Woche ohne den Sensor war schon traurig, man gewöhnt sich so schnell an das ständige "Blutzucker-TV".
Naja, aber ab heute bin ich also wieder dabei und ich liiiebe es so! Ich will, dass das System marktreif wird, es ist einfach sooo viel besser als alles andere was es bislang gibt (meine Meinung!)
Wen es interessiert: einfach mal ne Suchmaschine anschmeißen und nach "Senseonics" suchen...;)

Stelle gerade fest, dass es nicht so leicht ist, nen Blogbeitrag zu schreiben und nebenbei aktiv am DeDoc- Chat teilzunehmen;) Twitter ist ja irgendwie nicht mein Medium...

Sonntag, 3. August 2014

Manchmal muss man eben offensiv kämpfen!

So, seitdem ich ja wieder nen Sensor trage und dieser mit absoluter Genauigkeit läuft gilt mein erster Blick morgens meinem IPod und dem Verlauf des Blutzuckers der Nacht.
Heute war das mehr als zufriedenstellend, perfekter Verlauf von immer so knapp 110 mg/dl die ganze Nacht hindurch, damit bin ich sehr zufrieden.
Leider hat das Frühstück dann aber den Wert ja ansteigen lassen und zwar leider auch über den gewünschten pp-Berg hinaus. Nachdem ich die letzten zwei Tage also ständig in ner Hypo war, kam ich heute nach dem Frühstück nicht mehr unter 160, trotz mehrfacher Korrektur.
Irgendwann dazwischen ist auch der Katheter mal wieder verreckt, rund um das Pflaster eine dezente Blutsput weißt in der Regel auch auf zurückgelaufenes Insulin hin-.- Also einmal neu und munter nochmal korrigiert.
Ich hab dann noch einige Zeilen an meiner Arbeit geschrieben, für Abends bin ich mit einer neuen Freundin verabredet:) Wir haben uns beim Camp D dieses Jahr kennengelernt und wenn man schon in der selben Stadt wohnt kann man ja auch mal Kaffee trinken gehen:) oder eis essen, mal sehen.
Aber wie sehr mich dann immer det Blick auf meinen IPod frustriert hat. Konstante Werte sind ja ganz nett, aber können die dann nicht so bei 120 liegen anstatt bei 180??
Da mich das so genervt hat, hab ich meinem Blutzucker einfach mal offensiv den Kampf angesagt und bin schonmal ne Stunde vor meiner Verabredung losgefahren.
Gestartet bin ich mit knapp 220 mg/dl und noch leicht steigender Tendenz, angekommen nach knapp 30 Minuten dank einer Extrarunde über Münsters Fahrradhighway Promenade bei schönen 94 :) So mag ich das.
Naja leider haben aber zwei Milchkaffee und ein Salatteller wieder alles zunichte gemacht, irgendwas läuft heute einfach nicht... Ich tippe ja doch noch, dass vielleicht der Zyklus da seine Finger stärker im Spiel hat, als ich bislang immer gedacht habe. An solchen Tagen muss man einfach durchhalten.
Oder eben nochmal ne Runde Fahrrad extra fahren ;)

Freitag, 7. März 2014

Die Gummibärchenvernichtungsmaschiene


Also in letzter Zeit läuft es eigentlich blutzuckermäßig gar nicht schlecht! Ich lese brav alle paar Tage meine Pumpe aus, interpretiere die Daten, welche mit Pumpe, CGM und BZ- Messgerät zusammensammeln und passe dann meist auch wenigstens ein bisschen was an meiner Einstellung an.
Dadurch hab ich glaub ich mittlerweile die am besten passende Basalrate die je durch meine Pumpe geflossen ist!
Dennoch bleiben so kleine Schwierigkeiten.

Zum Beispiel kämpfe ich immer noch vormittags während der Arbeit mit Werten, die mir zum richtigen Reinpowern eigentlich zu niedrig sind! Mitten in einem Beratungsgespräch ne Tüte Gummibärchen verdrücken (die kleinen a 1 KE natürlich!) kommt irgendwie nicht so richtig gut, zudem stört und behindert der tiefe Wert bzw auch das ständige vibrieren meiner Pumpe dann meine Konzentration!
Also hab ich die Basalrate um diese Uhrzeit mittlerweile auf für mich wirklich niedrige 0,6 bis 0,8 Einheiten pro Stunde gesetzt, vorher liefen da so 1,8 oder so... (bin ja generell eher ein Insulin- Großverbraucher...)
Ich weiß noch nicht genau, wie ich das handhaben soll, einerseits möchte ich natürlich möglichst tiefe Werte am Zielbereich haben (naja, so 120mg/dl), andererseits verringert das natürlich den Sicherheitsabstand zur Hypo. (Momentan krebse ich zu der Uhrzeit aber eher so bei 80mg/dl rum und muss nebenbei essen.) Also, da ist noch was zu tun!
Ein zweites Problem folgt auf dem Fuße, nämlich das Mittagessen. Ich hab aktuell Mittags den höchsten KE- Faktor des Tages, was ja eigentlich nicht gerade normal ist. Aber ich kämpfe trotzdem mit PP- Werten (also Werte nach dem Essen) bis 270mg/dl! Meist reguliert sich der Wert von ganz alleine wieder in den Zielbereich, das spricht also eher für einen fehlenden Spritz-Ess- Abstand. Nur ist gerade dieser beim Essen während der Arbeit total schwer umsetzbar... Wir machen nicht jeden Tag gleich mittag, und teilweise sehr spontan. Zudem ist der Wert vor dem Essen noch niedrig, also auch nix mit Ess- Abstand und so... Mal schauen wie ich dieses Problem löse.

Leider in letzter Zeit auch immer mal wieder gesehen: Hypo- Abschaltung wegen niedrigem Sensor- Wert:) Witzig weil mega penetranter Alarmton!

Generell ist mir allerdings aufgefallen, dass ich momentan unglaublich häufig Hypos habe:( Bestimmt so 3 am Tag, ich rechne da jetzt allerdings Werte <70mg/dl rein. Und Nachts auch immer mal wieder, die sind natürlich besonders nervig.
Da mein CGM mich ja warnt, komme ich nicht mehr so richtig tief, wenn ich allerdings jedes mal was esse, wenn es vibriert und piep, dann Mahlzeit!
Vermutlich reduziere ich einfach zu zaghaft aber wie Ihr ja wisst, hasse ich hohe Werte! Das lässt mich immer noch total unruhig werden und ich zweifle dann direkt an meiner ganzen Therapie. Andererseits geht mir das ständige "Hypo- sein" mittlerweile wirklich auf den Keks (haha, der war gut!;)), zudem fühlen sich alle Hypos momentan viel schlimmer an, als früher. Ich bin mittlerweile einfach an bessere Werte gewöhnt, und jede Abweichung nach oben oder unten, macht mir schon zu schaffen. Das war anders als meine Werte quasi willkürlich von 25 nach "HI" zu springen schienen! Damals hab ich da nur selten was von gemerkt, also von den Schwankungen. Wenn momentan mein Zucker abfällt, merke ich das meistens schon, bevor meine Pumpe mich warnt. Hypos habe ich ja immer sehr zuverlässig bemerkt, die wirklich niedrigen Werte waren Ausnahmen oder so Fälle wie "keine Zeit/ Bock jetzt was zu essen". Jetzt fühl ich mich bei Werten von knapp 70mg/dl schon niedrig, nicht richtig schlimm aber doch schon erste Hyposymptome. Und gerade jetzt merke ich, dass es wieder in den Keller geht, Pumpe meldet "Rate fallend". Aktuell der Wert so bei 126, aber da es mit zwei Pfeilen weiter nach unten geht, werde ich wohl was essen müssen. Yummi!

Ausbeute einer Nacht -.-

Aber gut, das sind schließlich alles Dinge, die ich in den Griff bekommen kann, sie erfordern nur eben ein wenig Arbeit. Und danach muss ich mich mit dem Thema Sport nochmal beschäftigen, das klappt leider (trotz Blous- und Basalratenabsenkung!) immer nur mit ausreichend Essen in der Tasche-.-

In diesem Sinne: Lasst es euch schmecken!




Samstag, 1. März 2014

Warum Geduld sich auszahlt

So, kleines Update was die letzte Zeit so los war:)

1. Nach 18 Tagen hat mein Sensor leider nicht mehr wirklich genaue Werte angezeigt. Auf Schwankungen hat er gar nicht oder nur seeehr verzögert reagiert. Nun ja, aber mit der Lebenszeit war ich jetzt wirklich zufrieden, also darf er raus und schnell ist ein neuer gelegt.
Das Legen des Sensors ist noch alles andere als Routine, ich saß bei meinem zweiten Sensor also mit der Bedienungsanleitung in der Hand da, während ich den Knopf der Setzhilfe ausgelöst habe:)
Durch eine kleine Unachtsamkeit habe ich dann die erste Kalibrierung mit einem instabilen Wert durchgeführt. Deshalb musste ich den Transmitter am zweiten Tag schon wieder abkoppeln und durch einen Ladevorgang reseten, damit die Werte auch mal zu meinem tatsächlichen Blutzucker passen.
Von diesem Sensor war ich leider trotzdem die ersten 2,5 Tage enttäuscht, die Werte passten einfach nicht! Aber da jeder einzelne mich ja schließlich ne ganze Stange Geld kostet, war ich einfach zu geizig, um einfach nen neuen zu legen. Und siehe da: Geduld zahlt sich eben aus. Heute ist Tag 5 und das CGM zeigt wieder super exakt meinen Blutzuckerverlauf an! Ich liebe es! Hoffentlich schafft er auch wieder so viele Tage!

2. Um zu meinem Praktikum zu kommen, muss ich jeden Morgen 1,5 Stunden Bus fahren. Super ätzend! Also bin ich diese Woche an drei Tagen mit dem Rad gefahren. Pro Strecke sind das knapp 20km und ich bin ungefähr 65 Minuten unterwegs. Vorteil ist, dass ich ein wenig länger schlafen kann, viel frische Luft bekomme und mein Frühstück nicht mal zu 50% bolen muss.
Schwieriger wird es allerdings beim Rückweg. Da mein Arbeitsende nie so genau vorhersehbar ist, kann ich da mit ner Basalratensenkung nicht viel machen. So stopfe ich mir meistens vorher 3 KE rein, stopppe die Pumpe und mache mich auf den Weg. Leider musste ich bislang immer noch was nachessen, das versaut mir natürlich die Zeit:)  Einmal war ein Stop an einer Tankstelle nötig um Saft zu kaufen, mir waren schlicht die Gummibärchen ausgegangen:D

3. Aktuell bin ich super zufrieden mit meinen Werten! Es ist so ein tolles Gefühl, sich dem ganzen nicht mehr ausgeliefert zu fühlen, sondern die Zügel in der Hand zu haben. Ich muss unbedingt nochmal nen Post zu meiner neuen "Kopfeinstellung" schreiben, schließlich war dass der eigentliche Anlass für diesen Blog! Aber erstmal eben nur soviel, dass ich echt zufrieden bin. Aktuell sogar ziemlich viele Hypos, was natürlich nicht gut ist, aber für mich leichter zu ertragen als ständig hohe Werte. Ich bin so gespannt auf den nächsten HbA1c! Aber darauf muss ich noch knapp 3 Wochen warten...

Sonntag, 16. Februar 2014

Erste Erfahrungen mit dem CGM

Hallo zusammen!

Bin gerade von einem wirklich tollen Wochenende mit meinen Freunden zurückgekehrt und dachte mir, ich nutze meine Zeit mal, um von meinen ersten Eindrücken mit meinem neuen CGM zu berichten:)

Der Sensor läuft heute den 11. Tag und bislang bin ich wirklich sehr zufrieden!
Aber einfach mal der Reihe nach und ganz chronologisch:

1. Tag
Anlegen des Sensors mit Hilfe der Vetreterin von Medtronic. Die erste Nacht zeigte meine Pumpe mit eine konstante Linie bei 120mg/dl an, die Werte mit dem BZ- Messgerät lagen leider deutlich höher. Erste Unruhe macht sich breit, ob der Sensor vllt nicht richtig läuft.

2. Tag
Nach dem kalibrieren am Morgen sind die Werte so, wie mein Messegrät sie mir bestätigt. Ich misstraue dem Sensor allerdings noch, im laufe des Tages werde ich allerdings entspannter und die angezeigten Werte auch immer genauer.
Auf der Arbeit nerven mich leider die Alarme, einmal schaltet die Pumpe sich mit lautem Getöse ganz ab, nachdem ich scheinbar die Vibration nicht mitbekommen habe und der Hypoalarm für mich falsch eingestellt ist

3. Tag
Abends die Grenzwerte verändert, leider im Laufe des Tages nochmal Hypoabschaltung aktiv. Ich werde allerdings deutlich besser darin, den Timelag (also das zeitliche "hinterherhinken" des Gewebezuckers gegenüber dem Blutzucker einzukalkulieren und kann immer besser vorausahnen, wie und wann sich Bewegung, Essen und Insulin auswirken werden.

5. Tag
Hab mich heute in der Apotheke sehr nett und ausführlich über verschiedene Pflasterlösungen beraten lassen. Habe eine Rolle "Draco SportTape" in Rot gekauft. Bislang hielt der Sensor mit dem beiliegendem Klebematerial und einer Schicht "IV3000 1-Hand" Klebefolie sehr zuverlässig. Die Anzahl der Blutzuckermessungen geht zurück (von ca 14mal/ Tag auf aktuell 6mal/Tag <- ausbaufähig!)

6. Tag
Begeistert, dass die Werte des Sensors so unglaublich genau sind! Ich überprüfe jeden Abend die Daten der Pumpen am PC, leider habe ich den Eindruck, dass mein handschriftliches Tagebuch immer überflüssiger wird.
Habe heute einen Röntgentermin. Per SMS Nachfrage bei meiner Medtronic-Frau, wie ich das handhaben muss. Habe dann einfach kurz vorher den Transmitter aus Sicherheitsgründen abgekoppelt, auch wenn die Radiologische Assistentin im Krankenhaus meint, das wäre überflüssig. Aber man weiß ja nie.
Ab- und Ankoppeln gestaltet sich aufgrund der ganzen Pflaster etwas umständlich, geht aber. Bei dieser Gelegenheit den Transmitter in der Ladestation aufgeladen, um ihn zu resetten und nach dem Ankoppeln neu zu starten. Klappte alles prima, also weiter gehts!

8. Tag
Probleme beim Kalibrieren. Die Pumpe braucht nach dem eingeben des Wertes ungewöhnlich lange, um einen Wert anzuzeigen. Nach anfänglicher Panik, es könnte nach Tag 8 schon Schluss sein, zeigt die Pumpe wieder brav Werte an, teilweise mit gruseliger Genauigkeit:)

9. Tag
Erste Schwimmversuche mit Sensor. Ca 60 Minuten schwimmen. Pumpe natürlich abgekoppelt, Transmitter mit doppelter Sorgfalt abgeklebt. Überhaupt kein Problem. Nur die Pflasterfolie löst sich zum Ende hin ab.

10. Tag
Heute die Härteprüfung: 2,5 Stunden Solebad. Gleiches Verfahren wie am Tag vorher, wieder alles ziemlich perfekt gelaufen. Allerdings merke ich hier wirklich die Schwächen der Klebefolien. Zum Ende habe ich Sorge, den Transmitter zu verlieren und halte bei den Sprudeldüsen lieber eine Hand über dem Sensor. Wieder anschließen der Pumpe klappt aber Problemlos.

11. Tag
Gestern gabs ne große Portion Nudel überbacken. Meinem Blutzucker passt das nicht so richtig, der Sensor kommt mit den Schwankungen nicht so gut zurecht. Timelag ist schwerer einzukalkulieren als die letzte Tage. Vielleicht ist auch bald das Ende der Lebensdauer erreicht. Gegen Nachmittag aber wieder stabilere Werte und das CGM scheint sich wieder einzupendeln.

Wichtig noch: Bislang habe ich überhaupt keine Probleme mit der Sensoreinstichstelle oder der Haut drumherum oder am Pflaster! Wenn das so bleibt, werde ich den Sensor weiterbenutzen, solange er verlässliche Werte anzeigt:)

Dienstag, 4. Februar 2014

Lesen bildet... oder so:)

Ein fast perfekter Tag... und ein gebrochener Rekord

Hallo! Wollte nur mal schnell von meinem heutigen Tag berichten. Zum ersten Mal, hat das mit der Sportanpassung wirklich gut funktioniert! Aber von vorne:

Eigentlich wollte ich gegen 14 Uhr joggen gehen. Hab also um 13 Uhr gemessen (132mg/dl) und die Basalrate für die nächste Stunde auf 70% reduziert. Da aber leider noch der Frühstücksbolus wirkte (ja ja, fauler Student und so, Frühstück um 12 Uhr) hatte ich um 14 Uhr nen Wert von 123, also Basalrate nochmal ne Weile auf 50% gesenkt und noch gewartet. Ich hatte einfach keine Lust auf ne "Sport- BE" und wollte es mal ohne versuchen. Leider war der Wert um halb drei aber dann bei 112...-.- Irgendwie auch blöd zum laufen. Naja und dann kam spontan der Plan, mit zwei Freunden ne Runde durchs schöne Münsterland zu wandern. Richtig, wandern! Bei strahlendem Sonnenschein und knapp 15 Grad ist das auch Anfang Februar sehr angenehm. Außerdem hatte ich mich ja eh auf Bewegung vorbereitet. Also schön den Rucksack gepackt (Gummibärchen, Saftschorle, Brot, Pulli... ich bin leider halt mehr so der Sicherheitsfanatiker, hab gern alles dabei;))
Wir sind dann ziemlich genau 11 Kilometer in 3 Stunden gegangen und ich muss sagen: Mein Blutzucker war top! Ich hab unterwegs dreimal gemessen, 101, 121, 123. Was will man mehr? Da die Belastung nicht so hoch war, waren das Werte, mit denen ich mich sicher genug gefühlt habe. Nur auf den letzten Metern habe ich einige Schlucke von der Schorle genommen, sodass ich mit 160 am Parkplatz ankam. Aber naja, auch voll in Ordnung nach so einer Aktion.

Leider hab ich mir zwei dicke Blasen gelaufen:( Aber wir waren Abends noch mit Freunden beim Italiener verabredet. Ich hab den gleichen Salat wie beim letzten mal bestellt (Salat mit honigüberbackenem Ziegenkäse und Walnüssen, lecker!) Dazu gabs natürlich Brot. Beim letzten Mal hatte ich diesen Salat leider zu knapp berechnet (wohl das Brot und den Honig unterschätzt...) und war nach dem Essen bei knapp 300 oder so. Naja, also war ich diesmal ein wenig großzügiger. Salat+Brot+Cappuccino alles in allem mit 9KE berechnet. Großer Fehler.
Ich bin mit einem Freund auf dem Rad nach Hause und hab unterwegs schon gemerkt, dass ich wohl eher niedrig bin. Aber da wir schon fast da waren, ich meine Hypos eigentlich immer sehr gut einschätzen kann und da auch keinerlei Angst vor habe, wollte ich bis zu Hause warten. Hab dann noch im Fahrradkeller gemessen, dachte mir schon dass es eher eine dollere Hypo ist, aber mein Messgerät hat dann 20mg/dl angezeigt! Ich bin fast von der Treppe gefallen, ich hab mich eher wie bei nem Wert von 45 gefühlt...



Hab dann schnell im Treppenhaus 2 Tütchen Gummibärchen eingeschoben (2KE) und bin erst mal in meine Wohnung. Kontrollmessung im Aufzug (ich hab meinem Messgerät ein wenig misstraut!) ergab aber auch 28. Naja, also sicherheitshalber noch was von der Saftschorle (ca 1KE). Keine zehn Minuten später wieder nen Wert von 72. Alles gut. Was mich aber am meisten erstaunt, ist, dass ich mich echt nicht schlecht gefühlt habe! Zwar bisschen Hypogefühl aber nix weltbewegendes! Und die 20 auf dem Display waren somit ein neuer Niedrig- Rekord... Ich nehme an, dass es auch daran lag, dass ich den Tag über (ausnahmsweise-.-) mal recht wenig gegessen hab, waren ja die ganze Zeit unterwegs. Und dann halt direkt den nicht gerade zimperlichen Bolus. Das war wohl eher blöd. Aber lag wohl auch daran, dass ich sonst halt leider nicht besonders empfindlich auf Insulin reagiere...