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Mittwoch, 1. Juni 2016

Update zum Freestyle Libre


Ein Blick in den Kalender zeigt: Ganz langsam wird es wieder Sommer. Und für mich bedeutet es, dass ich mittlerweile fast ein Jahr das Freestyle Libre durchgängig benutze. Insgesamt bin ich aktuell bei Sensor Nummer 21.

Hier findet ihr meinen damaligen Bericht zu meinen ersten Eindrücken.

Damals muss ich sagen war ich ziemlich skeptisch. Als Selbstzahler hätte ich vermutlich nicht weitergemacht. Aber da meine Kasse ja zahlt... ;)

Mittlerweile möchte ich es nicht mehr abgeben. Ich wollte euch mal eine kurze Auflistung zu meinen persönlichen Pro`s und Contra`s schreiben.

Pro: 

Diskretion
Mal eben schnell messen, den Wert checken, ohne das jemand es mitbekommt. Wirklich bequem. Und gerade im Job ist mir das wichtig. Anonsten würde ich vermutlich während der Arbeit oft gar nicht messen

Bequem
Es geht so schnell! So einfach. Ein Knopf drücken, scannen, fertig. Auch hier: Gerade im Job für mich super.

Verlaufskurve
Auch hier: Wenns im Job stressig wird, scanne ich vllt auch mal eine ganze Weile nicht. Und trotzdem habe ich danach kein schlechtes Gewissen, weil ich die Werte der letzten Stunden ja angezeigt bekomme. Ich kann also abschätzen, wie es gelaufen ist.

Bestellung
Jawohl, hier muss ich sagen, hat Abbott richtig gut zugelegt. Die Bestellungen klappen mittlerweile problemlos. Ich habe immer das Musterrezept für meine Praxis dabei, beantrage das alles Online, warte eine Weile und schon kriege ich Post. Läuft!

Auswertung im Gerät
Das gefällt mir tatsächlich gut. Mal eben schnell den Tagesverlauf durchblättern, den Durchschnitt vergleichen... unkompliziert und übersichtlich. Mir reicht das so.

Genauigkeit
Man höre und staune, aber auch hier muss ich meine anfänglichen Zweifel beiseite räumen. Mittlerweile bin ich mit der Genauigkeit sehr zufrieden. Manchmal kommt es nicht ganz perfekt hin, aber der grobe Bereich stimmt seit Sensor Nummer 9.
Insgesamt habe ich von 21 Sensoren 5 Stück reklamiert.

Contra:

Gerät
Ja, leider. Das Lesegerät an sich, ist für mich ein eindeutiger Nachteil. Ich mag die Haptik nicht, es ist zu leicht, es klappert (manchmal) und der Touchscreen ist für uns Smartphonegeneration ein Graus. Man gewöhnt sich an alles aber wäre super, wenn man nicht viermal auf einen Punkt drücken muss, bis er reagiert. Hier ein tolles Gimick, weiter unten unter "Tipps".

Tagebuchfunktion
Könnte so schön sein. Ist sie aber nicht. Für mich viel zu wenig Optionen, zu grobe Dosierschritte, zu langsame Reaktion und Eingabeoption. Sport zb wird im Display gar nicht angezeigt sondern nur beim auslesen am PC. Öde!

Display
Zerkratzt übelst schnell! Ich habe mir mittlerweile eine Schutzfolie geholt, aber wenn da einfach ein bisschen mehr Qualität drin wäre, sehr gerne.



Hotline
Habe ich bei der Befragung schon mehrfach angegeben. Die Hotline anzurufen nervt mich tierisch. Die Mitarbeiter sind super freundlich und bislang hatte ich da auch im normalen Vorgang keine Probleme.
Aber bis man erstmal zu einem Mitarbeiter gelangt, quält man sich durch gut 3 Minuten Bandansage mit Dingen wie "nutzen sie die Homepage" "drücken sie die 1" "bitte nehmen sie and er Umfrage teil..." das nervt mich richtig. Und leider hört sich das ganze auch an, als wenn es jemand bei 120 auf der Autobahn auf das Band gesprochen hat. Sorry Abbott, aber das geht besser.

Allergie
Ja, auch mich hat es bei Sensor Nummer 14 erwischt. Alles eitrig, blutig und offen. Seitdem nutze ich unter jedem Sensor Blasenpflaster (siehe weiter unten unter "Tipps").

Klebefähigkeit
Hm, also das haut bei mir auch nicht hin. Er klebt nicht. Häufig löst sich schon nach einem Tag das Pflaster am Rand ab. Das ist mir so zu unsicher, ich tape also jeden Sensor mit Kinesiotape.

Tipps:

Dokumentation
Hiermit meine ich nicht Tagebuch schreiben. (Dafür habe ich leider auch noch keine gute Lösung gefunden!)
Aber ich dokumentiere seit dem ersten Sensor die wichtigen Eckpunkt. Ich notiere mir die Seriennummer, der wievielte Sensor es für mich ist, wann ich ihn gelegt habe, bis wann er laufen soll, wie lange er tatsächlich gelaufen ist, wie die Genauigkeit war und wie meine Haut reagiert. Seit der Allergie auch zusätzlich noch, welche Pflaster etc ich benutzt habe.

So sieht meine Dokumentation dann aus

Schutzcover
Habe ich selbst erst vor kurzem entdeckt: mylibrecover.com. Absolut großartige Hüllen. Passen perfekt, sind von einem Nutzer produziert, in Deutschland hergestellt und lösen für mich das Problem der billigen Haptik. Werde mir definitiv noch eine grüne bestellen, sobald diese wieder lieferbar sind!



Kinesiotape
Ohne gehts nicht mehr. Ich tape alle meine Sensoren. Einfach ein ca 10cm langes Stück nehmen, die Ecken abrunden und mit leichtem Zug drüber kleben. Wenns gut läuft, hält das Tape sogar bis zu 10 Tage.
Mein Tipp für alle die eher im Westen oder Norden von Deutschland leben: Action! Dieser Billigladen hat das für mich beste und günstigste Tape überhaupt. Knapp 2€ für eine 10Meter Rolle, diverse Farben und ne gute Klebekraft. Da hatte ich schon deutlich teurere, die deutlich mehr gekostet haben.
Ach ja: Ich glaube nicht daran, dass man das Loch in der Mitte des Sensors freilassen muss. Das die Haut dadurch "atmet" oder sowas. Ich klebe es zu. Und zwar immer!



Deko
Kann man für 1-2€ pro Stück kaufen, kann man sich aber auch selbst machen. Ich habe eine Kreisstanze, die perfekte Kreise für den Sensor ausstanzt. Aus Washisheets oder Papier ausgestanzt, ausgeklebt, fertig. Alle Motive deiner Wahl verfügbar und so viele man mag. Und kostet quasi nix. (Ausschneiden ist natürlich noch günstiger ;) )



Hansaplast Blasenpflaster
Meine Lösung gegen die Allergie. 5 Stück kosten knapp 6-7€ in der Apotheke. Wichtig: Die große Größe nehmen! Die Ränder ein bisschen abschneiden, auf die Haut kleben, Sensor durchstechen (ja, kein Loch rein, einfach durchstechen!) fertig. Hat bei mir bislang 7 Sensoren lang hervorragend geklappt.






So, natürlich ist meine Liste der Contras immer noch ganz schön lang. Aber für viele kleine Probleme habe ich mir mittlerweile meine eigenen Lösungen gebastelt. Und die Vorteile im Alltag überwiegen einfach! Ich hoffe auf ein "Leserät 2.0" und natürlich immer noch die implantierten Sensoren, aber bis dahin werde ich erstmal ganz zufrieden weiter scannen.
Viele Eindrücke findet ihr auch auf meinem Instragram Account, dort heiße ich "sandriabetes1"

Liebe Grüße!






Mittwoch, 18. November 2015

Erste Erfahrungen mit dem Freestyle Libre


Heute wollte ich mal einen kurzen Überblick über meine bisherige Erfahrungen mit dem Freestyle Libre geben.
Ich trage momentan den fünften Sensor, zahlen tut meine Krankenkasse, die DAK.

Ich weiß, dass alle total hinterher sind, die Kosten für den Sensor von der Kasse erstattet zu bekommen. Bei mir ist das eine relativ undurchsichtige Testangelegenheit der DAK, warum man genau mich jetzt ausgewählt hat, keine Ahnung. Ich habe mich schon sehr gefreut als der Bescheid kam. aber noch nun knapp 10 Wochen mit dem Sensor muss ich sagen, ich bin nicht sonderlich beeindruckt.

Die zehn Wochen sind übrigens Netto. Dazwischen war ich 2 Wochen ohne Sensor, weil sich leider ein Adresswechsel als äußerst schwierig erwies. Ich bin eben leider zwischendurch mal umgezogen, direkt Meldung an die Krankenkasse und Abbott, damit alles richtig ankommt. Bei Abbott hieß es tatsächlich erst, das ginge nicht so einfach. Dann ist leider die nächste Bestellung doch erst an die alte Adresse gegangen. Und wurde dann an die Adresse meiner Eltern geschickt! War mir dann ja auch fast egal, Hauptsache überhaupt mal angekommen.

Klar ist es super, mal eben schnell scannen zu können anstelle von dem ständigen stechen. Andererseits war das für mich immer das geringste Problem. Meine Finger hatte zwar bisschen Hornhaut, aber damit lebe ich ja nun auch einfach seit mehr als 20 Jahren.

Meine Haut an den Setzstellen verträgt den Kleber bislang zum Glück sehr gut. Allerdings ist das etwas, was ich wirklich kritisch sehe. Einige Leute bekommen da nach langer Tragedauer fiese fiese Allergien von, dass lässt mich ehrlich gesagt schon an der Zusammensetzung des Klebers zweifeln.
Funktionieren tut das ganze ansonsten recht ordentlich. Ich sichere den Sensor meistens mit Kinesiotape, da er sonst leider schon nach wenigen Tagen abfallen würde. 14 Tage Tragezeit ohne Fixierung (das wird übrigens von der Abbott Hotline mittlerweile extra abgeraten!)? Im Leben nicht. Aber klar, einen Kleber mit so einer Haftkraft, der dann auch noch Haut verträglich sein soll? So etwas kann ja eigentlich nicht gehen.

Leider zeigt mein Lesegerät mittlerweile erste Ermüdungserscheinungen. Der Knopf zum scannen reagiert zunehmend träger, vermutlich muss ich das Gerät bald reklamieren.

Apropos Reklamation: Zwei Sensoren habe ich bislang umtauschen müssen.
Der erste, weil leider trotz Fixierung der Sensor vier Tage vor Ablaufdatum abgefallen ist. Hierbei war die Reklamation relativ unkompliziert.
Der zweite Sensor jedoch hat mich auf die Palme getrieben. Wieder vier Tage vor Ablaufdatum stimmten die Werte nicht mehr. Sensor zeigt 60mg/dl an, Blutzuckermessgerät (und Körper!) sagen deutlich: 320mg/dl! Kleiner Unterschied.... Und das den ganzen Tag über immer mal wieder. Wenn meine Werte im 200er Bereich lagen, zeigt das Libre nur noch "LO" an. Super. Also durch die Abbott- Hotline gequält. Der Mitarbeiter sagt sinngemäß: "Kein Ding, dann messen sie jetzt die nächsten 2 Stunden immer 15 Minuten zeitversetzt mit beiden Geräten und melden sich dann." Okay, getan. Leider ist die Hotline aber nur bis 18 Uhr zu erreichen-.- Mist. Okay, also die Nacht über mit den Altbeständen an Teststreifen gemessen, der Sensor darf nämlich noch nicht entfernt werden und damit auch kein neuer gesetzt werden.
Morgens Hotline angerufen. Andere Mitarbeiterin. Abweichungen von manchmal mehr als 200mg/dl vorgetragen. Sie tippt das in Ihren Toleranzrechner ein und sagt: "Sorry, keine Reklamation." WHAT?
Grund der Ablehnung war: Ich habe nicht das integrierte Messgerät genutzt, sondern mein Contour. Weil ich noch NIE Freestyle Messgeräte benutzt habe und demnach auch keine Messstreifen habe.
Sie schickt mir also ne 10er Packung zu. Ich habe aber mal angemerkt, dass der Sensor bis zum Lieferzeitpunkt ja vermutlich abgelaufen sein würde (Post und so...). Tja, dann wäre eine Reklamation eben nicht möglich.
Mir tat die arme echt leid, sie macht die Regeln ja nicht aber das Ganze war sowas von ärgerlich für mich und eine so dämliche, kundenunfreundliche Regelung! Ich hab mich richtig aufgeregt. Und sowas passiert mir sonst nie! Aber schließlich zahlt die Kasse ja nur eine bestimmte Anzahl Sensoren pro Quartal, wenn die alle die versprochenen 2 Wochen nicht durchhalten, stehe ich am Ende ganz ohne da!
Also weiterhin mit einem nicht funktionierenden Sensor am Arm. Am späten Nachmittag dann hatte der Sensor sich bei einem gemütlichen "Dauer- LO" eingependelt. Wieder die Hotline angerufen. Ich hab echt ne Weile diskutieren müssen aber schlussendlich wurde die Reklamation dann anerkannt. Und ich konnte endlich meinen neuen Sensor setzen.

Der läuft auch bislang prima und hat noch 24 Stunden bis zum Ablaufdatum. Läuft also wirklich opt auch richtig gut. Die Werte sind meistens nah an den "blutigen" Messwerten und die Schwankungen werden auch zeitnah angezeigt.
Was mir aber gar nicht gepasst hat, war die Tatsache, dass ich an der Hotline echt das Gefühl hatte, dass man der Meinung war, ich würde nur einen neuen Sensor "erschummeln" wollen. Dabei zahle ich die Dinger ja nicht mal selbst! Kann mir also relativ egal sein! Aber wenn ich ein Produkt auf den Markt bringe, klare Versprechen mache was das Produkt kann, dann muss ich diese Versprechen auch erfüllen! Und wenn mal was nicht klappt, dann erwarte ich eine kundenorientierte Reklamation, unkompliziert und schnell. Meine Erfahrungen gehen da leider momentan in eine andere Richtung.

Ich bin ehrlich gesagt enttäuscht, dass man es mit einem so großen Unternehmen und so vielen Verkauften Geräten nicht schafft, eine vernünftige Hotline aufzubauen. Schließlich kaufe ich da keine Haarspangen, sondern ein Medizinisches Gerät! Bei meiner Pumpe zB schätze ich nichts mehr als kompetente Hilfe am Telefon, wenn ich wirklich mal keinen Rat mehr weiß. Ich hab da in 14 Jahren Insulinpumpe 4 mal anrufen müssen, und immer war sofort jemand in der Leitung, Nachts wurde ich zurückgerufen wenn es ein "Notfall" war. Selbst wenn ich sowas eigentlich nicht brauche, gibt mir das ein gutes Gefühl. Daran müsst ihr bitte noch arbeiten Abbott!

Klingt jetzt alles sehr negativ, soll es eigentlich gar nicht. Ich nutze es wirklich gerne, einfach weil es so bequem ist. Allerdings vollbringt es auch keine Wunder, ich glaube zB nicht, dass mein Hba1c sich seitdem gebessert hat. Therapie muss man nunmal immer noch selber machen und leider tue ich da aktuell wieder deutlich zu wenig. Wieder mal sind andere Dinge wie eine neue Wohnung und ein neuer Job irgendwie wichtiger.

Samstag, 19. September 2015

Lebenszeichen...

Hallo zusammen!

Puh, lange habe ich hier nichts mehr von mir hören lassen.
Mittlerweile bin ich wieder umgezogen und damit fällt endlich auch die lästige Pendelei von jeweils 1,5 Stunden Fahrstrecke pro Weg weg, dennoch bleibt neben so einem Vollzeitjob irgendwie wenig Zeit.
Dinge, mit denen ich im Studium meine Zeit sinnvoll gefüllt habe, sind aktuell so nebensächlich geworden.
Häufig bin ich einfach nur froh, wenn ich überhaupt mal Zeit habe, Freunde und Familie zu treffen und am Wochenende auch einfach mal gar nichts zu tun habe.

Und tatsächlich wird es auch jetzt nicht ruhiger, denn nachdem ich nun zwei Monate in dieser "neuen" Wohnung wohne (jaaa, dieser Post sollte eigentlich auch schon vor Wochen raus...) werde ich bald schon wieder umziehen!
Grund ist ein neuer Job und dort werde ich dann hoffentlich auch geregelte Arbeitszeiten haben ;) Nein Scherz beiseite. Diese neue Stelle ist eine super super Chance und ich habe endlich einen auf 2 Jahre befristeten Vertrag! Das heißt endlich mal ein wenig Planungssicherheit für die weitere Zukunft!

Und noch was neues: Meine Krankenkasse (die DAK) zahlt mir das Freestyle Libre.

Das Lesegerät hat in den 2 Wochen schon ganz schön gelitten, gerne bin ich für Tipps bzgl. Tasche oder Hülle offen!
Hab ich mal nicht nein gesagt. Und tatsächlich läuft mein erster Sensor seit knapp 12 Tagen und ich bin da sehr zufrieden mit. Ein wenig Sorgen mache ich mir wegen der Hautreaktionen, von denen sich bei Langzeitanwendern die Berichte im Internet zunehmend häufen. Aber aktuell merke ich nix. Außer, dass der Sensor bei mir absolut gar nicht klebt (ich fixiere deshalb seit dem ersten Tag zusätzlich mit KinesioTape (hier ein Tipp: Wer einen Action- Markt in der Nähe hat sollte dort mal zuschlagen, die 5 Meter Rolle kostet dort 1,99€ und ich bin damit super zufrieden!)

Meine kostengünstige KinesioTape Lösung 

 Dann habe ich quasi nebenbei ein neues Hobby entwickelt ;) : Libre- Sensor verzieren!
Mit einem scharfen Cutter und ein wenig MotivKarton fixiere ich gleichzeitig den Sensor und sorge dafür, dass ich beim Tapewechsel den Sensor nicht mit rausreiße.



 Soweit so gut. Das Libre zeigt mir, wie schwankend mein Blutzucker momentan wieder läuft, da werde ich mich auch nochmal dransetzen müssen.

Jetzt mach ich euch noch eben einen zweiten Beitrag fertig, ich habe nämlich letztens etwas total tollen entdeckt ;)

Lg, Sandra


Mittwoch, 29. Oktober 2014

Technik- Test



In letzter Zeit hab ich wiederholt das Problem gehabt, dass mein Messgerät den Teststreifen nicht direkt erkannt hat. Aus diesem Grund habe ich bei Bayer angerufen, weil ich gerne ein Zweitgerät hätte mein Messgerät austauschen lassen wollte.

Mein Austauschgerät

Heute kam nun das Austauschgerät und beim Auspacken ist mir mal wieder die Stechhilfe ins Auge gefallen. Ich mag die Microlet von Bayer leider einfach nicht. Sie machen meiner Meinung nach echt die allerbesten Messegräte, aber mit der Stechhilfe kann man echt keinen Preis gewinnen.
Mit dabei war aber (wie immer) auch diese Kappe zur Blutgewinnung an alternativen Körperstellen. Und die wollte ich jetzt doch nochmal ausprobieren :)


Anleitung zur Blutgewinnung an alternativen Körperstellen (der Verpackung des Messgerätes von Bayer beiliegend)

Stechhilfe Microlet mit der normalen kappe (oben) und der Kappe zur Messung am Handballen o.ä. (unten)
Gut, also schnell eine der Nadeln eingespannt (schön bunt, aber ich bevorzuge Stechhilfen mit "Trommeln", also mehrere Nadeln in einer) und die graue Kappe der Stechhilfe gegen die durchsichtige ausgetauscht. Diese Kappe hat vorne ein wesentlich größeres Loch als die üblichen Stechhilfen und man kann die Stechtiefe nicht einstellen was mich am Anfang doch sehr verwundert hat. Obwohl ich mir täglich mindestens 14 mal in die Fingerspitzen pieke und damit absolut kein Problem habe, war mir bei der Vorstellung mir eine Nadel in den Handballen zu rammen doch nicht ganz wohl :D

Viele viele bunte Nadeln...


Hier vielleicht zu erkennen, wie groß der Durchmesser von dem Loch ist!
Gut, dann also wie in der Anleitung beschrieben die Stechhilfe am Handballen (an einer "fleischigen" Stelle, die Anleitung rät dazu, Leberflecken und Knochen zu meiden ;D) ansetzen und feste drücken. Nach dem Auslösen der Stechhilfe muss man dann weiter mit der Stechhilfe auf den Handballen pressen, um den Blutstropfen zu produzieren. Das kennt man sonst von den normalen Messungen anders, da drückt man ja vorsichtig mit den Fingern, bis das Blut kommt.

Schon mal ein Foto gemacht, wenn man die Hände nicht freihat? Ich hab mit der Nase den Auslöser gedrückt, kein Scherz :D

Deutlich zu sehen der Abdruck von der Stechhilfe
Zum Glück brauchen die Messgeräte heutzutage ja wenig Blut, viel mehr hätte ich da auch wirklich nicht herausbekommen. Aber ich muss sagen, dass ich wirklich gar nichts von dem Stich gespürt habe!
Man sollte diese Methode der Blutgewinnung allerdings nicht machen, wenn man mit schnellen Veränderungen des Zuckers rechnet (Hypos, Essen, Sport) da dann wohl der Wert nicht so exakt ist da es sich nicht um kapilläres Blut handelt. Aber so für zwischendurch vielleicht zum Finger schonen ganz okay.
Mein Messergebnis im Vergleich zur Messung aus der Fingerspitze war übrigens völlig okay, 125mg/dl im Vergleich zu 131mg/dl.

Messergebnis am Handballen

Vergleichsmessung aus der Fingerkuppe

Messergebnis an der Fingerkuppe
Was ich noch mal ausprobieren muss ist, ob es vielleicht einen Vorteil hat am Handballen zu messen, wenn man im Winter kalte Finger hat. Dann müsste es ja einfacher sein, am Handballen Blut zu gewinnen als an der steif gefrorenen Fingerkuppe.

Habt ihr das auch schon mal ausprobiert? Oder misst vielleicht sogar jemand regelmäßig an alternativen Körperstellen?

Dienstag, 14. Oktober 2014

Technikabhängig?!


So, der Enlite- Sensor läuft jetzt den dritten Tag und mittlerweile auch wirklich perfekt. Das macht mir wieder vieles wesentlich einfacher und meine Werte sind heute auch wieder wesentlich besser gewesen!

Stellt sich nur eine Frage:

Kann ich gar nicht mehr ohne Sensor? Bin ich durch die permanente Überwachung jetzt so verwöhnt, dass ich mich ohne so hilflos fühle, dass ich meine Therapie nicht auf die Reihe bekomme?

Fakt ist: Mit Sensor fühle ich mich besser. Ich zweifele ja immer noch sehr schnell an meiner Einstellung, diesen Knacks bin ich in dem letzten Jahr noch nicht losgeworden. Wenn ich anfange zu zweifeln, komme ich ganz schnell in diesen Teufelskreis, dass ich mich selbst auch in Frage stelle.
Wenn ich keinen Sensor trage, habe ich nur diese punktuellen Einblicke in den Blutzuckerverlauf und wenn dann da ein hoher Wert bei ist, denke ich direkt, dass die Werte die ganzen Stunden davor und danach auch so "schlecht" waren. Obwohl ich das gar nicht weiß!
Wenn ich einen Sensor trage, dann sehe ich im Zweifel auch mal einen Tag lang viele hohe Werte, aber ich erkenne auch Muster im Verlauf. Ich fühle mich weniger ausgeliefert. Und wenn die Werte im Zielbereich sind, ist das für mich eine permanente Bestätigung und total gut für mein Selbstwertgefühl.

Aber gerade hier liegt doch das Problem: Mein Selbstwert sollte nicht von meinen Blutzuckerwerten abhängen! Ich sollte mich nicht so schlecht fühlen, wenn es mal nicht so gut läuft.

Ich würde mir dazu vermutlich nicht so viele Gedanken machen, wenn ich permanent einen Sensor tragen würde. Da ich meine Enlite- Sensoren aber selbst zahlen muss, bleiben mir momentan nur die verbleibenden drei Sensoren, bis ich wieder ohne zurecht kommen muss. Deshalb war ich ja von der Studie auch so beeindruckt und begeistert! Die Vorstellung, in Zukunft ein ganzes Jahr lang einen Sensor im Oberarm zu tragen, ist für mich immer noch die Ideallösung.

Und eigentlich ist es Quatsch! Ein Sensor ändert ja nichts am Blutzucker. Spontan würde ich sagen, dass ich mit dem Sensor auch nichts anders mache als ohne, aber ganz objektiv betrachtet ist scheinbar genau das Gegenteil der Fall. Deshalb muss ich jetzt herausfinden, WAS ich anders mache, wenn der Sensor permanent meinen Blutzucker misst. Und wie ich dafür sorgen kann, dass es auch ohne geht. Weil eigentlich würde ich gerne unabhängig sein. Natürlich geht es nicht ohne Insulin und ohne Blutzuckermessen. Aber das ich abhängig von einem kleinen Sensor sein soll, dass passt mir nicht. Ich möchte ihn als Zusätzliches Feature, nicht als einzige Option.

Also werde ich weiter üben und versuchen, den Dingen auf de Grund zu gehen. Schließlich sind Sensoren eine neue Technologie, viele Erfahrungen zu den psychischen Auswirkungen haben wir noch nicht. Aber ich würde mich freuen, wenn Ihr mir von euren Erfahrungen und Erlebnissen berichtet.

Donnerstag, 25. September 2014

Diabetes- Blog- Woche Donnerstag - Technikvisionen

 Schreibauftrag heute:

Technik, die begeistert

Stell Dir vor, Du wärst Produktentwickler bei einem großen Pharmaunternehmen. Wie würde ganz realistisch Deine TraumInsulinpumpe, Dein TraumMessgerät oder Dein TraumPen aussehen!? Und was erwartest Du von der Zukunft in den nächsten 5 Jahren?


Mein Traummessgerät... ich hab da mal was gezeichnet ;)

Mein Traum- Messgerät!





Auf jeden Fall ein "all in One"- Gerät! Mit durchlaufendem Testband, gerne 100 Test in einer Kassette. Und mit integrierter Stechhilfe. Dazwischen befindet sich eine helle LED, welche mit einem Knopf an und aus geschaltet werden kann.

Das Display ist ein beleuchtetes Touchdisplay und hierüber steuert man auch die Tagebuchfunktion. Ich finde es wichtig, dass die Lampe nicht über das Display gesteuert wird. So kann man auch im Dunklen mit zB einem Handschuh an den Knopf gut finden.

Und bunt muss es sein! Verschiedene Farb- Kombis zum auswählen! Und Funk und Bluethooth Verbindung zur Kommunikation mit allen Apps und allen Pumpen!




Freitag, 7. März 2014

Die Gummibärchenvernichtungsmaschiene


Also in letzter Zeit läuft es eigentlich blutzuckermäßig gar nicht schlecht! Ich lese brav alle paar Tage meine Pumpe aus, interpretiere die Daten, welche mit Pumpe, CGM und BZ- Messgerät zusammensammeln und passe dann meist auch wenigstens ein bisschen was an meiner Einstellung an.
Dadurch hab ich glaub ich mittlerweile die am besten passende Basalrate die je durch meine Pumpe geflossen ist!
Dennoch bleiben so kleine Schwierigkeiten.

Zum Beispiel kämpfe ich immer noch vormittags während der Arbeit mit Werten, die mir zum richtigen Reinpowern eigentlich zu niedrig sind! Mitten in einem Beratungsgespräch ne Tüte Gummibärchen verdrücken (die kleinen a 1 KE natürlich!) kommt irgendwie nicht so richtig gut, zudem stört und behindert der tiefe Wert bzw auch das ständige vibrieren meiner Pumpe dann meine Konzentration!
Also hab ich die Basalrate um diese Uhrzeit mittlerweile auf für mich wirklich niedrige 0,6 bis 0,8 Einheiten pro Stunde gesetzt, vorher liefen da so 1,8 oder so... (bin ja generell eher ein Insulin- Großverbraucher...)
Ich weiß noch nicht genau, wie ich das handhaben soll, einerseits möchte ich natürlich möglichst tiefe Werte am Zielbereich haben (naja, so 120mg/dl), andererseits verringert das natürlich den Sicherheitsabstand zur Hypo. (Momentan krebse ich zu der Uhrzeit aber eher so bei 80mg/dl rum und muss nebenbei essen.) Also, da ist noch was zu tun!
Ein zweites Problem folgt auf dem Fuße, nämlich das Mittagessen. Ich hab aktuell Mittags den höchsten KE- Faktor des Tages, was ja eigentlich nicht gerade normal ist. Aber ich kämpfe trotzdem mit PP- Werten (also Werte nach dem Essen) bis 270mg/dl! Meist reguliert sich der Wert von ganz alleine wieder in den Zielbereich, das spricht also eher für einen fehlenden Spritz-Ess- Abstand. Nur ist gerade dieser beim Essen während der Arbeit total schwer umsetzbar... Wir machen nicht jeden Tag gleich mittag, und teilweise sehr spontan. Zudem ist der Wert vor dem Essen noch niedrig, also auch nix mit Ess- Abstand und so... Mal schauen wie ich dieses Problem löse.

Leider in letzter Zeit auch immer mal wieder gesehen: Hypo- Abschaltung wegen niedrigem Sensor- Wert:) Witzig weil mega penetranter Alarmton!

Generell ist mir allerdings aufgefallen, dass ich momentan unglaublich häufig Hypos habe:( Bestimmt so 3 am Tag, ich rechne da jetzt allerdings Werte <70mg/dl rein. Und Nachts auch immer mal wieder, die sind natürlich besonders nervig.
Da mein CGM mich ja warnt, komme ich nicht mehr so richtig tief, wenn ich allerdings jedes mal was esse, wenn es vibriert und piep, dann Mahlzeit!
Vermutlich reduziere ich einfach zu zaghaft aber wie Ihr ja wisst, hasse ich hohe Werte! Das lässt mich immer noch total unruhig werden und ich zweifle dann direkt an meiner ganzen Therapie. Andererseits geht mir das ständige "Hypo- sein" mittlerweile wirklich auf den Keks (haha, der war gut!;)), zudem fühlen sich alle Hypos momentan viel schlimmer an, als früher. Ich bin mittlerweile einfach an bessere Werte gewöhnt, und jede Abweichung nach oben oder unten, macht mir schon zu schaffen. Das war anders als meine Werte quasi willkürlich von 25 nach "HI" zu springen schienen! Damals hab ich da nur selten was von gemerkt, also von den Schwankungen. Wenn momentan mein Zucker abfällt, merke ich das meistens schon, bevor meine Pumpe mich warnt. Hypos habe ich ja immer sehr zuverlässig bemerkt, die wirklich niedrigen Werte waren Ausnahmen oder so Fälle wie "keine Zeit/ Bock jetzt was zu essen". Jetzt fühl ich mich bei Werten von knapp 70mg/dl schon niedrig, nicht richtig schlimm aber doch schon erste Hyposymptome. Und gerade jetzt merke ich, dass es wieder in den Keller geht, Pumpe meldet "Rate fallend". Aktuell der Wert so bei 126, aber da es mit zwei Pfeilen weiter nach unten geht, werde ich wohl was essen müssen. Yummi!

Ausbeute einer Nacht -.-

Aber gut, das sind schließlich alles Dinge, die ich in den Griff bekommen kann, sie erfordern nur eben ein wenig Arbeit. Und danach muss ich mich mit dem Thema Sport nochmal beschäftigen, das klappt leider (trotz Blous- und Basalratenabsenkung!) immer nur mit ausreichend Essen in der Tasche-.-

In diesem Sinne: Lasst es euch schmecken!




Sonntag, 9. Februar 2014

Neues Blutzuckermessgerät

Ich bin ja jemand, der sich immer schnell für neue Dinge begeistern kann und diese vor allem dann auch gerne auf Herz und Nieren testet.

Bei meiner neuen Pumpe im Lieferumfang enthalten war auch das neue "Contour Next USB Link" von Bayer (mal ganz ehrlich: Der Name ist schon auch Gehirnakrobatik). Ich habe damals schon ne ganze Weile über das Contour Link benutzt, die Übertragung der Werte per Funk an die Pumpe fand ich ziemlich genial, da ich den BolusExpert standardmäßig benutze.

Da ich in der letzten Zeit mit meinem AkkuCheck Mobile ja ziemlich zufrieden war, musste ich erst einige Teststreifen aufbrauchen, bis ich das USB Link jetzt als Hauptgerät nutzen konnte.




Hier mal eine kurze Auflistung meiner persönlichen Vor- und Nachteile des Gerätes:

Vorteile:
- farbiges Display
- Akkubetrieben
- modernes Design
- Haptik ist sehr angenehm
- sehr kompakte Größe
- Markierungen zu Prä-/ Postprandial, Sport, Stress, Sonstiges, Bewegung
- Übertragung der Werte an die Pumpe

Neutral:
- Auslesen der Werte über USB möglich
- Beiliegende Stechhilfe ist leider die übliche Billigproduktion

Negativ:
- beiliegende Hülle ist einfach nur merkwürdig groß, sieht nicht besonders chic aus und ist meiner Meinung nach unpraktisch
- Ich hab das Gefühl als wäre es für Linkshänder optimiert, intuitiv halte ich es immer verkehrt herum und wenn ich den Speicher auslese ist meine Hand an den Knöpfen beim ablesen im Weg


So, alles in allem gefällt mir das Gerät bislang sehr gut, ich nutze es zusammen mit der AkkuCheck Fastclix Stechhilfe und ohne das mitgelieferte Täschchen (siehe Foto oben). Ach und in dem kleinen Döschen sammele ich die alten Teststreifen. Das habe ich mal irgendwo auf ner Messe mitgenommen.

Lg, Sandrine